Märchenstuhl mit Barbara Eichhorn

Freitag, 15.6. 15-20 Uhr, Samstag 16.6. 9-16 Uhr

Sehr kreativ kann in diesem Kurs ein Stuhl befilzt werden. Kinderstühle werden zu „Märchenstühlen“ – aus ihnen wachsen z.B. Blätter, Pilze, Zwerge…oder ein Stuhl für die „Großen“ der durch das Befilzen aufgepeppt wird.

Es gibt wieder viele Gestaltungsvarianten und es besteht die Möglichkeit raffinierte Oberflächengestaltungen einzuarbeiten.

Kosten: 110€/TN  inkl. veget. Mittagessen am Samstag und Kaffee/Kuchen, Getränke, zzgl. Material

Mehr Filztermine mit Barbara Eichhorn: Kurse in der Jurte 2018 Faltblatt (1)

Individuelle Tierskulpturen mit Maria Friese

Individuelle Tierskulpturen mit Maria Friese
Dieser Drei-Tages-Filz Kurs richtet sich an Personen mit Vorkenntnissen im Filzen. Dreidimensionale Tiere und Phantasiewesen sind Gegenstand dieses Kurses. Nachdem sich die Teilnehmer mit der Herstellungsweise befasst haben, werden Skizzen eines Tieres oder Phantasiewesens angefertigt. Inspirationen können aus Büchern, mitgebrachten Bildern oder ganz einfach aus der eigenen Phantasie gezogen werden. Gemeinsam besprechen wir die Umsetzungsmöglichkeiten. Eine Probefläche, bei dem besonders auf einen qualitativ hochwertigen und festen Filz geachtet wird, hilft uns das Farb- und Musterspiel der « Tierhaut » zu testen. Nach dem Konstruieren einer komplexen Schablone werden die Skulpturen gefilzt, geformt und ausgearbeitet.

Schwerpunkte dieses Kurses sind:
Planung und Ausarbeitung einer Idee von der Skizze zum Objekt – Herstellung der Schablone – Qualität und Festigkeit des Filzes


Kosten : 380€ / pP.
Anmeldung: sawatoum@yahoo.de, Tel: 0676 5429543
Für mehr Informationen: https://www.facebook.com/events/121428321913483

29. Dezember

Symbole und Zeichen sind vielleicht älter als die Sprache, so genau weiß ich das nicht. Mich fasziniert immer wieder aufs Neue, wie sich Filzerinnen dieser “Ursprache” bedienen und uns damit wirklich anregende Kunststücke präsentieren. Eine Tasche, die Zuneigung feiert, ein Sonnenrad, das Heilung verspricht, ein Winter an der Donau und der Stern, der für so vieles im Leben stehen kann – sind nur einige Beispiele, wie bereichernd es für die eigene Arbeit sein kann, sich mit Symbolen und Zeichensprache zu beschäftigen. Kennt ihr das Buch von Adrian Frutiger mit dem Titel “Symbole”? Es ist im Hauptverlag erschienen und wirklich “sehenswert”. Vielleicht habt ihr ja Lust, es euch mal anzuschauen und stimulieren zu lassen – denn das neue Filzerinnen-Jahr steht unmittelbar vor der Türe. Und dann ist da ja noch unsere Mitgliederausstellung in Marienmünster! Da kann es vielleicht auch Mut machen, sich zu beteiligen!

Auf, in ein inspiriertes neues Jahr!

Delia Grimm, Anne Jansen und Annemie Koenen haben uns die heutigen Fotos zur Verfügung gestellt.

28. Dezember

Da lese ich in unserer Tageszeitung heute morgen doch tatsächlich einen Artikel, in dem darüber sinniert wird, wie wichtig gemeinsame Feiertage für die Menschen sind. Es ging dem Autor um Pausen vom Alltag, um Entschleunigung und gemeinsame Zeit mit Gleichgesinnten, Freunden und der Familie. Na ja, und das uns langsam die Vorbilder für all das fehlen würden… Gar nicht wahr, dachte ich. Man muss nur mal raus gehen und Tiere beobachten. Die können das ganz wunderbar. Die brauchen beim Frühstück keine Zeitung, bei der Nahrungssuche kein Navigationsgerät oder gar eine Produktbewertung. Und zum Ausruhen muss kein Entspannungstee getrunken werden. Die sind einfach! Nicht immer, aber ab und zu, wären wir vielleicht alle gerne so bedingslos!

Unsere Bilder verdanken wir heute Monika BaldaufElisabeth GratesRotraud Reinhard, Heike Schneider,  Sandra Struck-Germann,

psst: und wenn man Filzerinnen bei der Arbeit zuschaut, dann kann man auch sehen, was es bedeutet, ganz im Hier und Jetzt zu sein 😉 – meistens jedenfalls!

22. Dezember

Eine Kugel – ein Licht – weiße Wolle – Winterlichtimpressionen von Petra Nasdal.

Im Gespräch mit einer lieben Freundin aus dem Filz-Netzwerk haben wir uns heute früh gegenseitig bestätigt, wie wunderbar gemütlich Licht wirkt, wenn Filz mit im Spiele ist. Es wirkt weicher und sanfter, es begleitet mehr als es “erleuchtet” und schafft so ab der ganz zeitig einsetzenden Dämmerung, eine ganz heimelige Lichterstimmung! Und bei solchen heimeligen Lichtern kann man sich ganz hervorragend in Weihanchtsstimmung bringen. Einen leckeren Tee, etwas Stoff oder Papier und dann Päckchen packen und sich ausmalen, wie das Geschenk wohl ankommt. Was fühlen die Beschenkten, wenn sie das Präsent in die Hand nehmen? Welche Ideen gehen ihnen durch den Kopf – was könnte da wohl drinnen sein, mag ich das wohl, hat er/sie mir zugehört…

Und wie groß wird die Freude sein. Hab ich mich richtig entschieden? Bin ich nahe am Wunsch oder knapp daneben? Drückt es genug von meiner Liebe oder meiner Freundschaft aus?

Es geht nicht um Wert, um Geld oder Prestige – es geht um Nähe, Aufmerksamkeit, Zuhören wollen und ein gute Gedächtnis 😉 Geschenke sind Komplimente für ein Stück gemeinsam gegangenen Weg, für gemeinsam erlebte und geteilte Zeit. Vielleicht sind sie auch ein Faustpfand für Zukünftiges, ein Versprechen und eine Hoffnung. Sie dürfen weich und sanft sein- nicht fordernd, berechnend oder gar grell.  Wir wünschen euch Geschenke zum Ein – und Auspacken, die euch mit Wärme, Zuneigung und Wertschätzung umgeben.

Psst: Nur noch zwei mal aufwachen…

Ach ja, und wer noch kein Geschenk hat, der kann sich ja vielleicht einen Filzkurs im Rahmen des Filz-Kolleg 2018 in Soltau wünschen.  Petra Nasdale z.B. filzt dort mit Euch “Kugeliges und Lichtes mit verschiedensten Oberflächen” vom 26. bis 28. Juli 2018.

 

 

19. Dezember

Heute machen wir einen kleinen Ausflug zum Südpol und zu einem, der das Träumen nicht verlernt hat! Margit Röhm nimmt euch mit und füllt unsere heutige Pause mit spannenden Arbeiten und Gedanken auf:

Ein Pinguin im Advent oder der Adventspinguin oder wie nun?

Erinnert Ihr Euch noch an unser Pinguingedicht?
Für mich war heute, nach einer sehr arbeitssamen Adventszeit, schon ein bischen Weihnachten. Endlich konnte ich mich all den Paketen widmen, die mir in den vergangenen Wochen zugegangen waren und die ich achtlos in die Ecke stellen musste, weil mir die Zeit fehlte. Umso erfreuter war ich dann über all die schönen Dinge, die ich da zutage förderte.

Die Pinguinträume nehmen immer mehr Gestalt an und ich möchte mich schon jetzt bei allen Beteiligten für ihre Arbeit bedanken.

Der Spielteppich von Christine Rusch lädt uns mit seinen verspielten Einzelheiten zum Verweilen ein. Auf einen Blick ist er gar nicht zu erfassen. Da finden sich gestickte Blumen und Seidenfelsen, Glitzereisschollen und ein wunderbares Iglu. Ein ganz großartiges Spielaccessoire, das mit viel Liebe zum Detail gefertigt wurde.

Spielteppich von Christine Rusch gefilzt und bestickt

Dem steht auch der traumhafte Südpol von Petra Nasdal in nichts nach. Sie hat uns ein gefilztes Keilrahmenbild aus handgefärbter Wolle mit Glitzersteinchen und Effektseide gemacht, das uns auf sehr zarte Weise in das Eismeer mitnimmt.

Südpol – Keilrahmenbild von Petra Nasdal

Der Pingiun träumt aber von den bunten Wiesen und er hat sie bekommen. Ein buntes Wiesenbild von Tanja Schäffler, so bunt und vielfältig wie eine saftige Wiese, ist auch die Vielfalt ihrer Materialien und Techniken, die sie in gekonnter Weise in einem sehr dekorativen Bild vereint hat. Handgesponnene Garne verbinden sich hier mit Woll- und Seidenfasern. Gestickte Einzelheiten geben dem Bild den letzten Schliff.

Keilrahmenbild Blumenwiese von Tanje Schäffler

Und das war noch lange nicht alles.

Sehr viel Zeit hat auch Susanne Lehrke-Schramm investiert und hat uns eine hypnotisierende Schlage genadelt. Betörend präsentiert sie sich auf einer Baumscheibe in vielen wunderschönen Einzelheiten. Dabei mag sie so gar nicht gefährlich scheinen.

Nadelgefilzte Schlange von Susanne Lehrke-Schramm auf einer Baumscheibe

Im Paket, das mich von Birthe Bahde erreicht hat, warteten ein paar Überraschungen auf mich, die auch ich nicht auf den ersten Blick erkannte.
Ein Korb voller Kleepflanzen, und dann waren da noch kleine Fliegen, alles sehr exakt und hochwertig verarbeitet, mit loser Wolle als Pflanzerde. Eine traumhafte Kombination. Damit aber nicht genug, jeder einzelne Kleestengel und jeder Grashalm ist nicht nur dekoratives Objekt, nein, es handelt sich um Stiftüberzieher. Eine wunderbare Idee und gekonnte Umsetzung.

Leider konnte ich mit diesen Fotos weder den begeisternden Ideen noch dem filzerischen Können der Einsenderinnen gerecht werden. Dazu fehlt mir momentan die Zeit und Gelegenheit. Das gilt vor allem für das größte Objekt, den Walteppich, den die Regionalgruppe Nord erstellt hat. So ein großes Objekt, mit so vielen liebevollen Einzelheiten läßt sich nur in schöner Umgebung zur Geltung bringen. Ich kann mir die Arbeit und Kraft, die es den Beteiligten abverlangt hat gut vorstellen und war vom Ergebnis vollkommen geplättet. Ein wares Meisterstück das Ihr uns da gemacht habt.

Riesiger Walteppich angefertigt von der Regionalgruppe Nord in der Werkstatt von Heike Spiekerman. Beteiligt: Heike Spiekerman, Claudia Ries, Katja Wigbers, Petra Nasdal und Bärbel Theilen

Es mag sein, das noch so manche Hürde zu nehmen sein wird, bevor wir eine Spende an die GEH e.V. übergeben können. Es mag sein, dass sich noch nicht alle trauen, etwas beizutragen. Ich persönlich sehe  in jedem einzelnen Beitrag das Potential, das in der Filzer-Gemeinschaft vorhanden ist und das wir unbedingt pflegen sollten. So vielfältig unser Material ist, so vielfältig sind auch unsere Techniken und so vielfältig sind unsere Ideen. Das zeigt sich in diesen Arbeiten wie auch in denen, die ich Euch schon im Oktober vorgestellt habe und wird sich bestimmt auch noch in denen zeigen, die ich bis März noch von Euch bekommen – da bin ich mir ganz sicher.

Im Namen des Filz-Netzwerks möchte ich, Margit Röhm, mich schon jetzt bei Euch dafür bedanken.

Inspiriert?

18. Dezember

An einem Stück gefilzt – eigentlich Eins – und dann doch vier…

Diese Arbeit kommt von Ulrike Wieland und passt für mich  aus mehreren Gründen in die 4. Adventswoche. Offensichtlich die Zahl 4. Vier Höhlen, 4 Öffnungen, 4 Einladungen, als wär es ein Reihenhaus für Eichhörnchen. Getrennnt, zusammen, nahe beieinander, sich aus dem Weg gehen … mir fallen immer mehr Worte ein, die zu dieser Filzarbeit passen könnten. Es ist schon beeindruckend, welche Sprünge unser Gehirn macht, wenn das “Informationsangebot” schlicht und zurückhaltend bleibt. Unser Kopf sucht ununterbrochen nach Antworten, nach Sicherheiten und Zuverlässigkeiten und wenn es die nur spärlich bekommt, dann macht er sich eine Antwort, mit der leben kann. Das ist manchmal gut und beruhigt. Und manchmal sind unsere Synapsen viel zu schnell mit ihren Antworten und Erklärungen, die sie sich selbst geben. Wenn uns das auffällt, dann hilft es bestimmt, 3 Schritte zurück zu gehen und sich das alles noch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Und da war doch noch etwas. Irgendwie hat mich dieses Vierelemente-Projekt daran erinnert, dass so ein Tag, dass eine Woche… in viele kleine Abschnitte unterteilt zu sein scheint. Wir führen To-Do-Listen, haken ab und wenden uns dem nächsten, scheinbar unabhängigen Abschnitt des Lebens zu. Das würde bestimmt prima klappen, müssten wir uns nicht überall selbst mit hinnehmen. Wenn ich aus der einen “Abteilung” komme, kann ich weder die Eindrücke zurück lassen, die ich dort gesammelt habe noch die Zeit mitnehmen, die dort vergangen ist. Jeder Tag hinterlässt Spuren, jeder Abschnitt bereichert uns und nimmt uns gleichzeitig etwas von unserer Energie. Und so ist untrennbar verbunden, was getrennt erscheint, einfach nur, weil jeder von uns die Verbindung ist für die Zeit, den Raum und all das, was mit uns lebt.

Ach so, ihr habt heute (wenn ihr von 8 Stunden Schlaf ausgeht) 96 Gelegenheiten, 10 Minuten Pause zu machen. Da wird sich doch der eine oder andere Energieauftank-Abschnitt finden lassen. Kommt gut in diese so erwartungsfrohe Woche!

Psst! 96 geteilt durch 4 ist 24 – mehr Advent geht nicht 🙂

15. Dezember

Die Arbeit von Elisabeth Grates hat mich heute morgen daran erinnert, dass Weihnachten ja nicht nur in unseren Breiten gefeiert wird, sondern es rund um die Welt die unterschiedlichsten Weihnachtsbräuche gibt. Könnt ihr euch vorstellen, unter Palmen Weihnachten zu feiern? Es ist schon faszinierend, dass ein Ereignis, dass vor über 2000 Jahren in einem sehr warmen und eher trockenen Land statt gefunden hat, heute in vielen Köpfen mit Schnee und Kaminromatik verbunden ist. Könnt ihr euch vorstellen, einen Nikolauslauf unter australischer Sonne mitzumachen?

Was verbindet ihr mit dem Fest? Was braucht ihr unbedingt, damit Weihnachten Weihnachten ist  und worauf könntet ihr verzichten?

Also auf keinen Fall auf die kleine Pause! Die bleibt euch auch in den kommenden Tagen erhalten!