1.1.21

Ein gutes neues Jahr für alle, die mit dem Filz verbunden sind!

Gesundheit, Freiheit, Kreativität und positive Kraft wünschen wir alle allen Mitgliedern, Freunden und Besuchern von Herzen!

und natürlich immer genug Wolle unter den Händen!

24. Dezember

Anke Güttler, Christine Rusch, Delia Grimm, Susanne Weber und Claudia Hecker sind die Engelskünstlerinnen. Diese Engel und mit ihnen alle Mitwirkenden an diesem Adventskalender wünschen Euch

Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

23. Dezember

Wir hatten 23 Tage angefüllt mit Inspirationen, Gedanken und wunderbaren Arbeiten aus dem Kreis der Filz-Netzwerk-Frauen. Ich habe dieses Filzbild von Ulrike Wieland aufgehoben für den letzten Tag vor Heilig Abend, weil ich mich bedanken wollte für die Fülle und das positive Feedback auf unseren Adventskalender. Das farben- und lebensfrohe Bild bringt auf ganz besondere Weise die Farbigkeit, die Freude am gemeinsamen Tun und die Begeisterung für gemeinsame Treffen zum Ausdruck, die unsere Gemeinschaft ausmachen und auszeichnen. Ich bin froh, ein Teil dieses Netzwerks sein zu können.

DANKE an alle, die mitgefilzt, mitgelesen, mitgeschrieben, mit fotografiert und für uns Collagen zusammen gesetzt haben. Es war wie immer ein besonderes Erlebnis!

22. Dezember

Yasmin Groß hat Schafe und diese Schafe liefern Wolle, die Yasmin Groß dann verarbeitet. Das klingt erst einmal normal, es hat fast etwas Selbstverständliches. So selbstverständlich ist das aber gar nicht, denn die meisten Filzerinnen beziehen ihre Wolle von Händlern. Fertig “zubereitet”, gefärbt gekämmt und abgepackt. Daran ist weder etwas Ungebührliches noch ist es verwerflich.

Wir können nicht alles können und für so manchen Arbeitsschritt fehlt einem der Raum oder die Zeit. Wolle ist nicht gleich Wolle und deshalb ist es auch immer gut, wenn man für verschiedene Projekte verschiedene Wollsorten zur Verfügung hat, sie aus aller Welt beziehen kann. Unsere Lieferanten leben von Island bis Feuerland und von Lüneburg bis nach Afrika und noch weiter. Jede Rasse braucht anderes Klima und anderes Futter. Also macht es Sinn, sich gut auszusuchen, was zu einem passt oder zum geplanten Werk gut ansteht.  

Es ist ja nicht nur bei der Wolle so, wir leben in einer Welt der Arbeitsteilung und des weltweiten Vertriebs. Das bringt Vielfalt und eine Menge anderer Vorteile – und es schafft Abhängigkeiten und manchmal sogar unsinniges hin und her Transportieren.  Was mich viel mehr bewegt, ist der verlorengegangene Respekt. Wir sehen oft weder die Arbeit noch die Anstrengungen für Mensch, Tier und Natur. Wir nehmen bei einer Holzleiste, die wir im Baumarkt kaufen, überhaupt nicht mehr, wie, wo und wie lange der Baum wachsen musste. Wir ahnen ni8chts von dem Stress, den das Fällen der Bäume bereitet, welche Arbeitsschritte notwendig sind, um uns mit einer Leiste zu versorgen. Vom Frühstücksbrötchen bis zum Schlafanzug, vom Computerbildschirm bis zur Milch. Wir nehmen so vieles als selbstverständlich an und verlieren langsam die Wertschätzung aus den Augen.

Eine gute Freundin hat sich auf einem Hof vom Scheren der Schafe bis zum Filzen und Spinnen der Garne eine Woche lang durch die Herstellungsschritte gearbeitet. Sie war so begeistert und bereichert – vielleicht sollten wir alle uns wieder mehr auf die Ursprünge besinnen.  Es könnte den Respekt stärken.  

21. Dezember

Carola Zeiger hat sich mir heimischer Wolle auseinander gesetzt und Moorschnucke – Heidschnucke verarbeitet.

Könnte man auf den ersten Blick denken. Aber nein, es sind in erster Linie die Farben, die uns in diese Richtung lenken. Und die Weihnachtszeit ist nicht mehr weit, wir denken schon ab und zu daran, planen mit der Familie und besorgen das eine oder andere Geschenk.

Diese Besonderheiten, wie den kleinen Wandteppich, bekommen wir in der Filzwerkstatt oder auf dem Kunsthandwerkermarkt. Das ist in diesem besonderen Jahr nicht einfach, aber auch nicht unmöglich.

Dieses Filzunikat ist in der ganz besonderen, sehr ruhigen, gleichzeitig aufregenden Zeit im April entstanden. Es war Zeit, etwas auszuprobieren, den außer in der Werkstatt oder auch im Garten zu filzen, gab es für Filzgestalter nicht viele Möglichkeiten. Kein Arbeiten in der Schule, keine Kurse und Märkte.

So habe ich mir einen Sack Rohwolle genommen, die schönen widerspenstigen Locken der Moorschnucke oder auch Heidschnucke und diese mit der angenehmen, gut filzenden Merinowolle zusammen verarbeitet.

Dieses ansprechende Objekt und noch viele andere kleine Teppiche und auch Sitzkissen sind bei dieser Aktion entstanden, die ich aus unterschiedlichen Gründen nicht vergessen werden.