Filz und Draußen 33

zweimal hinschauen lohnt sich auch bei diesen zauberhaften Objekten von Marianne Seibold. Was es dazu zu sagen gibt, sagt sie Euch am besten selbst.

AUF DEM WEG ZUM URWALD VON MORGEN. Gemäß dem Motto “Natur Natur sein lassen” verbleiben im Nationalpark auch tote oder durch Windwurf gestürzte Bäume im natürlichen Umfeld und somit werden hier natürliche Prozesse des Werdens und Vergehens im Waldökosystem zugelassen. Totes Holz ist oft erstaunlich lebendig. Bäume keimen, wachsen, altern, sterben und werden dann von Moosen, Flechten, Pilzen überzogen und einer Vielzahl von Mikroorganismen zersetzt. Dieses Totholz bildet die Lebensgrundlage für das gesamte Ökosystem Wald mit seiner Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt. Es schafft  ein Nährstoffreservoir und geeignete Lebensbedingungen für die sich verbreitenden Samenund bietet Lebensraum für unzählige Kleinstlebewesen.

Filz und Draußen 32

Ein wunderbares, sentimentales Werk schickt uns Maria Sagurna. “ich und du”, zwei farbenfrohe Filzkugeln, die in trauter Zweisamkeit auf einer Schwelle liegen. Zwei Bälle, farbenfroh und standhaft – wie eine neue Freundschaft.

Aber mit den Jahren verblassen Beziehungen, wie diese beiden Bälle, gehen manche Freundschaften aus der Form. Seit 4 Jahren sind diese beiden jetzt schon der Witterung und den Jahreszeiten ausgesetzt, es haben sich andere zu ihnen gesellt, die Farben und Konturen sind vergangen, aber sie vergehen nie ganz, etwas erinnert immer an die Alten Zeiten an “Ich und Du”

Filz und Draußen 31

bei diesen Stelen von Karin Scheidt habe ich mir spontan gedacht – das ist mal eine Augenweide – diese Stelen wurden von der Verein für artenvielfalt.nrw hergestellt und aufgestellt und Karin Scheidt hat sie mit den Filzmützen versehen. Als Regenschutz für die Bruthöhlen und als dekorativer Abschluss. Eine wunderbare Idee, die diese allein schon schönen Objekte nochmal aufwertet.

Filz und Draußen 30

Das Werk von Delia Grimm von der Filzwerkstatt Augentrost trägt den Titel “Im Dorf oder stille Post” und bringt uns die Stille eines sommerlichen Dorfes in Niederbayern nahe. In ihrem Werk findet sich dieses Dorf dann auch in der verarbeiteten Wolle wieder, von der Wiese direkt weiterverarbeitet und im Dorf plaziert. Eine wunderschöne Nadelfilzarbeit mit sehr viel Flair

Filz und Draußen 29

Filzerische Fundstücke am Ostseestrand schickt uns Anke Güttler. Urlaubsgrüße für die Einen, Heimatgefühle für die Anderen, in jedem Fall fügen sich diese Filzobjekte in die Landschaft, als wären sie nie wo anders gewesen.