Regionaltreffen

Der nächtes Termin für die Berlin/Brandenburg-Regionalgruppe findet am 9. Juni statt.

Wir treffen uns wieder in Werder in den Räumen der orphée werk kunst akademie wie gewohnt um 10.00 Uhr! Da am gleichen Tag die brandenburger Landpartie statt findet, haben wir uns gedacht, wir feiern mal unsere Materiallieferanten!

“Schaf trifft Filz” – wie ihr wollt!

Wir können mit Rohwolle arbeiten, Hohlkörper oder Skulpturen erarbeiten – eben wie ihr wollt…

Wir freuen uns auf einen wertschätzenden Blick auf das Schaf!

Wir können mit Rohwolle arbeiten, Hohlkörper oder Skulpturen erarbeiten – eben wie ihr wollt…

Für Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Für Nicht-Mitglieder gilt eine Kostenbeteiligung bei 10,00 Euro! Wenn vorhanden, bitte die eigene Filzausrüstung mitbringen. Ansonsten bei der Anmeldung bitte mitteilen, was benötigt wird :-). Ach ja, und bringt eine Kleinigkeit zum Essen mit. Filzen macht hungrig!

Herzlichen Gruß

 

Februar 2018 – Zackelschaf – Walachenschaf

Zackelschafherde – Yasmin Groß

Das Zackelschaf

Geschichte:

Der Ursprung aller Zackelschafe geht auf das Wildschaf Urial, welches im südwestasiatischen Raum domestiziert wurde, zurück und dürfte es seit ca. 5000 Jahren geben. Das heutige ungarische Zackelschaf entstand vermutlich vor ca. 1100 Jahren durch die Vermischung einiger Karpatenrassen. Damals gab es in Südost Europa eine Vielfalt von verschiedenen lokalen Rasseschlägen, von denen aber nur wenige erhalten geblieben sind. Anfang des 19.ten Jahrhunderts galten Zackelschafe vom Aussterben bedroht und nach dem zweiten Weltkrieg waren auch von dieser Rasse nur noch eine geringe Zahl von Tieren erhalten geblieben. Durch intensive Zuchtbemühungen in Deutschland und Ungarn beträgt der gesamte Bestand der   ungarischen Zackelschafe derzeit ca. 3500 Tiere.

Rassebeschreibung:

Das bekannteste und sichtbarste Merkmal dieser mittelgroßen, robusten und sehr widerstandsfähigen Tiere sind die korkenzieherförmig gedrehten Hörner. Die V-förmig abstehenden Hörner sind bei dieser Rasse nicht nur bei den Böcken anzutreffen, sondern ebenfalls auch bei den weiblichen Tieren. Sie werden bei den Auen bis zu 40cm lang und bei den Böcken können sie bis zu einem Meter Länge erreichen. Das Zuchtziel dem ungarischen Rasseschlag ist, dass die Hörner in einem Winkel von 90 Grad auseinander stehen. Es gibt aber häufig Tiere, bei denen sie auch weiter auseinander stehen.
Zackelschafe sind nicht nur äußerst genügsam was den Futteranspruch angeht, sondern auch sehr lebhafte und wachsame Tiere, die schnell flüchten. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen und selten trifft man auf sehr zutrauliche Tiere.
Die Rasse gilt als mäßig fruchtbar und ist streng saisonal brunftig. Die Auen bekommen im zeitigen Frühjahr meist nur ein Lamm, welches sie fürsorglich aufziehen.

Es gibt Zackelschafe in einem dunklen und einem hellen Farbschlag. Während die Lämmer des dunklen Farbschlages mit seidig schwarz glänzenden Locken auf die Welt kommen und im Laufe der Jahre immer mehr ergrauen, haben die Lämmer des hellen Farbschlages zu Beginn eine rötlichbraune Färbung, die mit der Zeit immer stärker aufhellt.
Als wirtschaftlicher Fleischlieferant gilt diese Rasse nicht. Die Auen werden meist 35-50kg schwer und die Böcke können ein Gewicht von ca. 55-75kg erreichen. Besonders hervorstechen diese Schafe durch ihre gute Resistenz gegen Klauenerkrankungen wie Moderhinke.

Viele Menschen sprechen bei Zackelschafe von sehr eleganten Schafe. Wer einmal eine Gruppe dieser Tiere beobachten durfte, wie sie mit hoheitsvoll gehobenen Kopf und den beeindruckenden Hörnern laufen, weiß genau was damit gemeint ist.

Zackelschafrauen – Foto Yasmin Gross

Walachenschaf:

Geschichte

Das Walachenschaf wurde vor ca. 300 Jahren mit dem Stamm der Walachen in die mährischen Beskiden, Tschechien, eingeführt und dort als genügsames Milchschaf gehalten. Daher stammt auch der Beiname mährisches Zackelschaf. In diesen drei Jahrhunderten entwickelte sich so in Tschechien, der Slowakei und Südpolen eine eigenständige Rasse.
Leider wurde dieser Typ durch Einkreuzungen von Milch- und Fleischschafen in den frühen 1980zigern wirtschaftlicher gemacht und zu den Rassen Valaskaschaf und Cakiel umgezüchtet.
Nur eine sehr kleine reinrassige Restpopulation konnte erhalten werden und bildet den Ursprung der gesamten heutigen Population. Der deutsche Bestand geht auf zwei Böcke und sechs Auen zurück.
Und auch heute sind in Tschechien und Deutschland nur noch jeweils ca. 250 Muttertiere und rund 50 Zuchtböcke verzeichnet. Diese geringe Zahl macht einen bewusst wie selten diese Tiere sind.

Rassebeschreibung

Diese Schafe aus der Gruppe der Zackelschafe ist ebenfalls mittelgroß und feingliedrig. Im Gegensatz zu den ungarischen Zackelschafen ist hier oft nur der Bock gehörnt. Diese haben ausgeprägte, spiralförmig gedrehten Hörner, welche seitlich abstehen und sind bis zu 50cm lang werden. Die weiblichen Tiere hingegen sind nicht immer gehörnt, aber wenn sie es sind, dann sind die Hörner meist wesentlich kürzer und weniger gewunden. Die Tiere sind am Körper weiß bewollt, lediglich der Kopf ist häufig dunkel gesprenkelt oder gefleckt. Früher gab es oft auch dunkle Tiere in braun oder grau, aber erst langsam gibt es wieder ein paar dunkle Schafe in den heutigen Zuchten. Der Charakter der Tiere zeichnet sich durch ihre temperamentvolle und ebenfalls sehr wachsame und scheue Art aus. Sie sind genügsame und widerstandsfähige Landschafe eignen sich besonders gut zur Landschaftspflege auf extensiven, trockenen Flächen.

Die Altböcke haben eine Schulterhöhe von ca. 70cm und können zwischen 65-75kg schwer werden. Die Auen bleiben oft 10-15cm kleiner und sind mit einem Körpergewicht von 40-55kg leichter.

Zackelschafherde – Foto Julius Richter

 

Wolle:

Die Wolle beider Rassen ist mischwollig und zählt zu den groben Wollsorten. Vor allen Walachenschafwolle ist oft mit Wolle von Schnucken zu vergleichen. Aus diesem Grund ist die Wolle, ebenso wie die Schnuckenwolle, häufig als Abfallprodukt angesehen.

Zackelschafwolle filzt so gut, sodass sie oft schon am Schaf verfilzt und das Vlies an einem Stück vom Schaf geschoren wird.

Beide Rassen haben sehr lange Grannen (Meist bis zu 30cm), die je nach Tier mehr oder weniger lockig am Körper herabfallen. Über den Durchmesser der Wollsorten ist wenig zu finden. Die Unterwolle der Zackelschafe hat einen Durchmesser von 16-30 mic und die Grannenhaare 40-60mic. Allein diese Spanne zeigt wie unterschiedlich die Wolle dieser Rasse ist.

Der Wollertrag liegt meist bei:

Zackelschaf:  Altböcke – 3-4kg, Mutterschafe –  1-2kg
Walachenschaf: Altböcke 4- 5kg, Mutterschafe –  2kg

Text Yasmin Gross

Zackelschafwolle – Foto Margit Röhm

Filzeigenschaften der Wolle vom Zackelschaf

Wolleigenschaften und Besonderheit

Lockere Zackelschafwolle aus Frühjahrsschur nicht verfilzt

Bevor wir uns mit den Filzeigenschaften der Wolle beschäftigen, möchte ich die Wolle erst einmal eingängig betrachten. Wenn wir Zackelschafwolle  von verschiedenen Tieren haben, dann stellen wir fest, dass diese nicht nur eine breite Farbvielfalt aufweisen, auch die Haptik und die Lockenform können stark variieren. Zackelschafwolle gibt es in fast schwarz bis weiß in allen grau-Silberschattierungen. Teilweise finden wir an einem einzigen Schaf Schattierungen von schwarz bis silbergrau.

vollständig verfilztes Vlies aus später Frühjahrsschur

Außerdem sind die Locken teils stark gekräuselt und teilweise fast glatt. Und genau so verhält es sich auch mit der Feinheit der Wolle. Natürlich hat das einerseits mit dem Alter der Tiere zu tun und Wolle vom Bock ist oft gröber wie die der Schafe, tatsächlich entwickelt aber jedes einzelne Tier seine charakteristische Wolle und Farbe. Beim Einkauf ist also dringend dazu zu raten, die Wolle anzusehen.

Eine weitere Eigenschaft der Zackelschafwolle sollte dringend berücksichtigt werden, Zackelschafe werden teilweise zwei  Mal im Jahr geschoren. Dabei ist die Qualität der beiden Schuren komplett anders. Während die Wolle der Frühjahrsschur sehr viel Unterwolle aufweist  und ein schönes zusammenhängendes, teilweise verfilztes Vlies bildet, lassen sich bei der Herbstschur nur einzelne Locken, nicht aber ein zusammenhängendes Vlies finden. Die Verarbeitung der Herbstschur ist deshalb ganz anders, als das der Frühjahrsschur.

Eine letzte Eigenheit der Wolle läßt sich zwar bei vielen Schafrassen beobachten, beim Zackelschaf kommt es aber leider sehr häufig zu diesem Phänomen. „Die Dreigeteilte Wolle“

Ich habe hier das Vlies eines etwas in die Jahre gekommenen Zackelschafbockes, das sich im Rückenbereich zu einem brettharten Stück  Fell verfilzt hat. Wenn ich  nun einen Stapel der Wolle losreiße, so stelle ich fest, dass die dickste Stelle nicht wie zu vermuten an der Schnittkante liegt, sondern ca. 2cm davor. Wir haben also die langen Locken, dann einen dicken Bereich Unterwolle und danach wieder nur die Grannenhaare mit nur sehr wenig Unterwollhaaren.

Die Erklärung ist dabei sehr einfach: Das Zackelschaf gehört zu den eher ursprünglichen Schafrassen, die bei der ersten Hitzewelle des Jahres die Unterwolle verlieren. Da die langen Haare aber nicht mit ausgehen, bleibt die Unterwolle im Fell hängen. Die langen Haare wachsen, mit ein wenig Sommerunterwolle weiter und bilden das Sommerfell. Wenn die Schafe jetzt nicht bald geschoren werden können, so verfilzt die lose Unterwolle zwischen den Granenhaaren zu einem dicken festen Filz. Leider hatten wir in den vergangenen Jahren häufiger eine kurze Hitzeperiode schon im April und dann einen sehr kühlen und nassen Mai, so dass die Schafe teilweise erst im Juni geschoren wurden. Die Wolle war dann schon ca. 2cm nachgewachsen und das führt zu dieser Dreiteilung der Wolle. Deutlicher ist dieses Phänomen bei der Moorschnuckenwolle zu sehen, bei der allerdings die Unterwolle nicht zu Verfilzungen neigt.

Die Verarbeitung einer solchen Wolle ist extrem schwer, was die Qualität extrem mindert.

 

Filzeigenschaften

Nach dieser etwas längeren Betrachtung der Wolleigenschaften, müssen wir dies auch bei den Filzversuchen berücksichtigen. Wir haben also einerseits normal geschorene Frühjahrswolle mit viel Unterwolle und langen Locken, außerdem die deutlich kürzere Zweitschur mit wenig Unterwolle und zum Schluss möchte ich versuchen die reinen Locken des verfilzten Vlieses abzuschneiden und zu verfilzen.

Nachdem die Wolle sehr locker und auch erstaunlich sauber vorliegt, ist das Auslegen erstaunlich einfach. Nur bei den abgeschnittenen Locken müssen die einzelnen Stapel mit etwas mehr Sorgfalt auseinandergezupft werden.

Auch beim Nässen zeigt sich die Wolle erstaunlich kooperativ und es bedarf nicht sonderlich viel Seife, um sie nass zu bekommen. Es ist auch schon bei der vorherigen Betrachtung aufgefallen, dass Zackelschafwolle nicht sonderlich viel Wollfett aufweist.

Erstaunlich ist schon beim Anfilzen, dass sich alle drei Flächen ganz ähnlich verhalten. Auch erstes Reiben zeigt sehr schnell gute Filzerfolge. Bis die Flächen allerdings schrumpfen und einen festen, belastbaren Filz ergeben, bedarf es einige Zeit. Die Ergebnisse betätigen dann aber endgültig, dass  bei der Zackelschafwolle nicht nur die Unterwolle gute Filzeigenschaften aufweist sondern auch die langen Locken. Es handelt sich dabei also streng genommen nicht um Granenhaare, sondern um lange Wolllocken.

Diese besondere Eigenschaft der Zackelwolle macht uns deshalb das Filzen eines schönen Filzfelles deutlich schwerer, als wir es z.B. von der Heidschnucke kennen. Wer beim Filzen nicht gut aufpasst, dem kann es durchaus passieren, dass die Locken mit einfilzen und nur eine dicke Filzfläche entsteht.

Da wir aber die Wolle nicht dachziegelartig auslegen sondern senkrecht auf die Unterlage stellen, ist diese durch etwas Sorgfalt und zeitweises Lösen der Locken auch leicht zu vermeiden.

Fazit:

Zackelschafwolle ist zwar etwas zickig und nicht so sehr weich, bietet aber durch seine Varietät so viele Möglichkeiten, dass sie sich wie kaum eine zweite für besondere Fell- und Lockeneffekte eignet. Die Farbliche Vielfalt und auch die unterschiedlichen Locken lassen die unterschiedlichsten Fellstrukturen entstehen. Allerdings ist der Einkauf von Zackelschafwolle  mit Vorsicht zu genießen, da die Qualität, Farbe und Weichheit von jedem Vlies extra bewertet werden muss und von Jahr zu Jahr stark variiert.

Die Länge des vorliegenden Textes mag den interessieten Lesern aber zeigen, dass sowohl Yasmin, als auch ich vollkommen verliebt in diese Wolle sind und sie immer wieder mit großer Leidenschaft verarbeiten.

Text und Fotos – Margit Röhm

13.Dezember – Das Adventskalender-Schaf

Das Schaf des Monats Dezember 2017

Mit diesem kleinen Schäfchen von Sandra Struck-Germann wünschen wir euch nicht nur einen adventlichen Tag sondern auch eine informative Pause mit den Zeilen von Margit Röhm.

Historisches oder welches Schaf stand an der Krippe?

Mufflon – Foto Tierpark Sababurg

Wenn wir uns über Schafrassen Gedanken machen, so sollten wir uns fragen, woher kommen denn unsere gezüchteten Schafrassen, wann begann das mit der Domestizierung überhaupt. Wir lesen schon in der Weihnachtsgeschichte von den Hirten und ihren Schafen, die Schafhaltung und Zucht muss also deutlich mehr als 2000 Jahre alt sein.

Könnten wir herausfinden, wie die Schafe ausgesehen haben könnten, die das Jesuskind im Stall besucht haben??

Zunächst lässt sich einigermaßen zuverlässig feststellen, dass die Tierhaltung der Menschen bereits vor ca. 10.000 Jahren begann. Nur der Hund als Jagdbegleiter scheint schon vorher vom Menschen domestiziert worden zu sein. Dabei waren die Menschen von Zucht und Auslese bestimmter Eigenschaften aber noch Jahrtausende entfernt.
Erst seit etwa 5000 Jahren werden Schafe auch wegen Ihrer Wolle gehalten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt beginnt die systematische Auswahl und somit Zucht bestimmter Eigenschaften.
Lange war sich die Wissenschaft nicht einig, auf welche Wildschafe unsere Haustierrassen zurückgehen. So wurde lange angenommen, dass sowohl das Mufflon als auch das Urial zu den Stammvätern der domestizierten Schafrassen zählten.  Momentan gilt aber allgemein, dass alle Hausschafrassen vom Mufflon abstammen.

Es vergingen also noch weitere 3000 Jahre, bis zur Krippe im Stall zu Bethlehem und es lassen sich viele Nachweise für Schafhaltung und Zucht in der Geschichte finden.

Für das Zweistromland ist bereits in altbabylonischer Zeit (19.-16. Jh. v. Chr.) unter Rim-Sin Larsa und Hammurabi eine Schafhaltung im großen Stil bezeugt, da über den Tierbestand sorgfältig Buch geführt und bes. im Zusammenhang mit der Schur die Bestandsaufnahme jeweils aktualisiert wurde. In einem Briefwechsel wird von mehr als 1000 Arbeitskräften gesprochen, die zur Schur gebraucht wurden. Auf jeden Fall war das Wollgeschäft nachweislich eine wesentliche Stütze königlicher Macht. Weber fertigten Gewänder für den Eigenbedarf und den Export an und Wolle war sogar darlehensfähig und wurde in Silber zurückgezahlt.

Im alten Griechenland läßt sich Viehwirtschaft ab dem 07. Jh v. Ch. nachweisen, dabei  begründet sich der Reichtum des Adels auf die Anzahlt der Vieherden.

In Ägypten hingegen war Schafhaltung erst ab dem 4. Jh.v.Ch bekannt. Die Ägypter scheinen auch die Wolle nicht zur Produktion von Kleidung verwendet zu haben sondern ausschließlich das Leder.

In all diesen Quellen ist aber nie von einer Schafrasse oder deren Bezeichnung die Rede, um uns also den Schafen an der Krippe zu nähern, bleiben uns nur archäologische Funde.

Hierfür gilt als wichtigster Fundort früher Schafzucht  die nördliche Region des heutigen Iraks.

Fettschwanzschafe – Usbekistan – foto Wikipedia

Ergebnis gezielter Züchtungen ist das im Nahen Osten weit verbreitete sog. Syrische Fettschwanzschaf. Der 4-10 Kilogramm schwere Schwanz konzentriert die Reserven des Schafes an einer Stelle, ähnlich wie der Höcker beim Kamel. Der Fettschwanz ist eine reichhaltige und daher begehrte Nahrung für den Menschen gewesen, was auch seine Kostbarkeit und seine davon abgeleitete kultische Funktion als Opfergabe mitbegründet. (Quelle www.bibelwissenschaften.de  )

Die Bezeichnung Fettschwanzschaf oder Fettsteißschaf scheint uns als Bezeichnung einer Schafrasse erst einmal fremd. Mir selbst war der Begriff zuvor auch noch nie begegnet. Die weitere Recherche ergab aber, dass wir zumindest eine Rasse dieser Gattung sehr gut kennen, das Karakulschaf ist der wohl bekannteste Vertreter der Fettschwanzschafe und zumindest dessen Wolle verarbeiten wir viel.

Aufgrund der Geschichte und der Archäologischen Funde können wir also davon ausgehen, dass die Hirten in Bethlehem eine Herde Fettschwanzschafe mit sich führten. Auch wenn wir das abschließend voraussichtlich nie beweisen können.

Text: Margit Röhm

(diesenmonatetwaswenigerwegenweihnachtsgeschäftundso)

November 2017 – Ostpreußische Skudde

Die Ostpreußische Skudde – Schaf des Jahres 2017

 Geschichte:

 Die Ostpreußische Skudde gehört zu den ältesten Hausschafrassen Europas und war vor allen in Ostpreußen und den baltischen Ländern angesiedelt. Sie zählt als kleinste deutsche Landschafrasse zu den nordischen kurzschwänzigen Heideschafen, diesen Schafstyp gibt es schon seit mindestens 3000 Jahren.

Bunte Skudden Foto Kirstin Piert

 

Nach dem ersten Weltkrieg verringerte sich der Bestand der Skudden zügig. Da sie zum „veredeln“(einkreuzen) nicht interessant waren, hielten sie der raschen landwirtschaftlichen Entwicklung nicht stand. Leider überlebten noch weniger Tiere den zweiten Weltkrieg. Aufgrund dessen gehört diese Rasse zu den von Aussterben bedrohten Nutztierrassen.

Der heutige deutsche Bestand geht im Wesentlichen auf wenige Tiere zurück, die 1941 vom Münchner Zoo gekauft worden waren. Ursprünglich gedacht zum Verfüttern an Tiger, aber einige Tiere wurden für die Zucht zurückgehalten. Und von dort aus fanden die Skudden ihren Weg in andere Tiergärten und später dann auch zu Einzelzüchter. Durch die wichtige Arbeit von Zoos, Tiergärten und inzwischen hauptsächlich Hobbyzüchtern bekommen Rassenbestände bedrohter Nutztiere, wie die der Skudde, die Möglichkeit sich wieder zu erholen.

 

Rassemerkmale:

Foto Kirstin Piert

Die Skudde ist ein sehr robustes, widerstandsfähiges und ursprüngliches Landschaf. Sie können das gesamte Jahr lang im Freien gehalten werden, sind standorttreu und kommen sehr gut auf mageren Weiden zurecht. Daher werden sie oft als Anfängerschaf empfohlen. Allerdings sind Skudden von Natur aus eher scheu, sehr lebhaft und ungeheuer aufmerksam. Berührungen weichen Skudden am liebsten aus und betrachten Ungewöhnliches aus sicherem Abstand. Sie haben ein ausgeprägtes soziales Wesen und fühlen sich erst ab einer Herdengröße von 8-10 Tieren wohl und sind ruhiger.

Die weiblichen Tiere (Aue oder Zibbe genannt) erreichen eine Widerristhöhe von maximal 50cm und ein Lebendgewicht von ca. 25-40kg. Die Böcke werden bis zu 60cm groß und 35-50kg schwer. Die Böcke haben meist ein beeindruckendes Schneckenförmiges Gehörn und eine regelrechte Mähne, wohingegen die Auen selten nur kleine Hörner haben, meist aber hornlos sind.

In den meisten Zuchtvereinen sind inzwischen 4 Farbschläge anerkannt: Weiß, Braun, Schwarz und seit kurzem auch Graue Tiere. Bei Hobbyhaltern werden aber auch bunte und gescheckte Skudden immer beliebter und auch die Nachfrage nach der Wolle ist stark gestiegen.

Skuddenlamm Foto Yasmin Gross

Die Wolle:

Farbschläge Foto Kirstin Piert

 Auch an der Wolle erkennt man, dass die Rasse sehr ursprünglich ist. Die Wolle der Skudden ist mischwollig, sie setzt sich also aus kurzen Stichelhaaren, feinen Wollhaaren und langen Grannenhaaren zusammen. Die Unterwolle der Skudden allein genommen ist sehr fein und weich, allerdings wird die Wolle in der Industrie nicht getrennt und vor allen die kurzen, borstigen Stichelhaare machen die Gesamtheit der Skuddenwolle nicht sonderlich beliebt. 

Einige Züchter achten inzwischen bei ihrer Zucht vermehrt auf weniger Stichelhaare im Wollvlies.

 Altböcke erreichen ein Vliesgewicht von 2-2,5kg Wolle und Mutterschafe ein Vliesgewicht von 1-2kg Wolle.

Text: Yasmin Groß

 

Erscheinungsbild Rohwolle Foto Margit Röhm

Filzbarkeit

Wie schon eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Skuddenwolle um Mischwolle. Diese stellt an die Verarbeitung besondere Ansprüche. In den nebenstehenden Fotos sind die  unterschiedlichen Fasern gut zu erkennen. Dabei ist auffällig, dass sich die Woll- und Grannenhaare in ihrer Länge nicht so deutlich unterscheiden, dass sich die Wolle trennen ließe. Es sei an dieser Stelle festgestellt, dass Grannenhaare sowie Stichelhaare dafür bekannt sind, dass sie nicht filzen. Ungeachtet dieser Tatsache, werde ich die Filzversuche trotzdem durchführen.

Flächenfilz:

Es zeigt sich schon beim Auslegen der Rohwolle, dass es beliebig schwer ist, diese unterschiedlichen Haarlängen und Strukturen in eine ordentliche Fläche auszulegen. Es ist folglich auch schwer möglich, die vorgegebenen Maße 10x10cm einzuhalten. Ein standarisiertes Vorgehen bleibe ich diesem Projekt also vorläufig weiter schuldig.  Angepasst an die vorliegende Haarlänge von ca. 22cm,  wird jetzt eine Fläche von ca. 4dm² (also 20x20cm) ausgelegt, mit drei dünnen Schichten auseinandergezupfter Rohwolle.

Versuch Flächenfilz 1: Ausgelegte Fläche – 2: genässte Wolle – 3. fertiger Filz

Schon beim Nässen der Wolle zeigt sich, dass sich die Grannenhaare wieder zusammenlegen und Strähnen bilden. Anschließendes vorsichtiges Reiben verstärkt diesen Effekt noch und führt zu deutlichen Strähnen im Filz. Es empfiehlt sich also, von reibenden Arbeitsschritten gänzlich abzusehen und den Filz ausschließlich zu rollen. Schon nach wenigen Minuten schrumpft die Fläche deutlich und verfestigt sich zusehens. Das gilt aber sichtlich nicht für alle Fasern. Es kann der gleiche Effekt beobachtet werden, wie beim Einfilzen nicht filzender Pflanzenfasern. Die Grannenhaare werden von den Wollhaaren zwar festgehalten und filzen so mit, es entsteht aber durch die vielen Störfasern kein fester Filz. Die eher lose im Filz festgehaltenen Grannen, könnten problemlos ausgezupft werden. Die Stichelhaare sind auf den ersten Blick nicht auszumachen, stehen aber bei genauer Betrachtung oft deutlich aus dem Filz hervor, was die Haptik des Filzes sehr negativ beeinflusst.

Fell-filz

Schnittfläche des Rohwollvlieses

In der Schnittfläche der Skuddenrohwolle ist noch einmal deutlich die Fasermischung zu erkennen. Wird diese auf eine gut filzende  Unterlage aufgebracht, verfilzt die Skuddenwolle sehr schnell zu einem schönen Filzfell.
Auffallend ist, dass ich auch hier sehr schnell Strähnen bilden, es scheint fast, als verfilzten die langen Locken miteinander.
Dieser Schein trügt aber.

Rohwolle auf Bergschafwolle aufgesetzt

Beim Auswaschen und vor allem beim anschließenden Schütteln des Probestückes zeigt sich die Qualität von Grannenhaaren. Sie verfilzen nicht nur nicht, sie sorgen auch dafür, dass die verbleibenden Haare nicht zu Stapeln zusammenfallen. Das Fell wird ganz ohne Kamm und Zupfen locker und wunderbar weich. Die leichten Locken der Grannen, bilden eine wunderbare Optik, die im Zusammenspiel mit der Farbvielfalt der Haare ein sehr effektvolles Fell ergeben.

 

Fertiges Filzfell Probestück

 

Schlussbilanz: (Kommentar)

Skuddenwolle als Filzwolle zu verwenden ist nur mäßig erfolgreich. Die Mischwolle ergibt niemals einen homogenen, festen Filz und macht zudem viel Arbeit. Wer aus der Wolle aber Felle filzen möchte oder sie als Effektwolle einsetzt, wird sie sehr schnell lieben lernen. Kaum eine andere Wolle hat solch eine Farbvielfalt. Dabei sind nicht nur die einzelnen Schafe sehr unterschiedlich im Farbschlag, auch die einzelnen Haare eines Vlieses zeigen sich sehr fassettenreich. Ein Filzfell aus Skuddenwolle ist auf eine sehr natürliche Art meliert und gehört deshalb zu den beliebtesten Fellen überhaupt.

Text Margit Röhm

Filzfell graue Skudde Foto: Margit Röhm

 

Oktober 2017 – Merino-Landschaf

Das Schaf des Monats Oktober 2017

Merino-Landschaf

Herde Merino-Lanschaf Bild Lisa Maria Lorenz

Geschichte:

Das ursprüngliche Merinoschaf, das wir heut als Lieferant für feine Merinowolle kennen, stammt aus Nordafrika und kam im 14. Jahrhundert nach Spanien. Schon dort wurde es mit anderen Schafrassen gekreuzt. Die Wolle war damals an Feinheit nicht zu überbieten, weshalb es unter Todesstrafe verboten war, das Merinoschaf in andere Länder auszuführen.
Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts gelangen die Merino Feinwollschafe nach Deutschland. Da die Tiere hier aber vorzugsweise in Wanderschäfereien gehalten wurden und große Strecken zurücklegen mussten, wurden sie mit Landschafrassen gekreuzt. So entstanden die drei Hauptrassen:

Merino-Lanschaf Bild Lisa Maria Lorenz

Merino-Landschaf
Merino Wollschaf
Merino Fleischschaf

Das Merino Landschaf hat zunehmend an Bedeutung gewonnen und stellt heut ca. 30% des Bestandes in Deutschland.

Rassemerkmale:

Das moderne Merinolandschaf ist hornlos, mittelgroß, hat weiße bewollte und behaarte Körperteile. Es hat einen mittellangen  und nicht zu breiter Kopf. Lange, breite, leicht schräg nach vorn hängende Ohren.  Einen bewollten,  straffen, breiten Rücken. Gute Brust- und Flankentiefe sowie ausgeprägte Bemuskelung der Außen- und Innenkeule. Das Merino-Landschaf zeichnet sich durch seine Robustheit aus und ist deshalb vor allem für den Landschaftsschutz und die Wanderschäferei gut geeignet. Der Fleischertrag und die Fruchtbarkeit erklären zusätzlich seinen Erfolg.

Die Wolle:

Fakten:
Wollleistung:   Bock:                      6 – 7,5  kg Rohwolle
                       Mutterschaf             4 – 5     kg Rohwolle
Stapellänge      ca. 6-9cm
Feinheit            24-28µm

Die Merinowolle zeichnet sich vor allem durch das vollkommene Fehlen von Grannhaaren aus, was sie sehr weich und gleichmäßig macht. Auch so genannte Spickel- oder Kurzhaare fehlen. Merinowolle fühlt sich deshalb auf der Haut angenehm an und kratzt nicht oder sehr wenig.

Rohwolle:

Rohwollerscheinung Oberseite – oben rechts Einzelstapel ungewaschen – Unten rechts Einzelstapel Waschprobe

Merino-Landschafwolle wird üblicherweise im späten Frühjahr geschoren. Teilweise auch im Winter, soweit die Schafe eingestallt werden. Leider kommt es bei der Einstallung zu starker Verunreinigung der Wolle durch Stroh und Heu. Vor allem im Nacken- und Rückenbereich findet sich teilweise starkes Einstreu durch Heu, die durch Raufenfütterung hervorgerufen wird. Das läßt sich nur durch ganzjährige Weidenhaltung vermeiden, was vor allem in Süddeutschland nicht möglich ist. Merino-Landschafwolle neigt aber nicht zu Verfilzungen am Tier, so dass sich Einstreu in den allermeisten Fällen auszupfen läßt. Die Wolle steht im Vlies in sehr dichten Stapeln, so dringen auch Schmutz und Erde selten in tiefere Schichten der Wolle vor. Das typische Erscheinungsbild einer Merino-Landschaf-Rohwolle zeigt sich deshalb häufig wie folgt: Schnittseite gelblich bis bernsteinfarben durch starken Wollfettüberzug, hier können sich auch kleine Wollfettklümpchen zeigen. Spitzen durch Erde und Kot verschmutzt, teilweise verkrustet. Vor allem im Bauch- und Pobereich muss die Wolle deshalb gut aussortiert werden.
Die Waschprobe zeigt aber, dass sich die übliche Verschmutzung leicht von der Wolle löst. Schon einfaches Reinigen mit Regenwasser reicht aus, um die Wolle oberflächlich zu Reinigen. Wollfett lässt sich dadurch natürlich nicht entfernen.
 

Detailansicht

Filzbarkeit

Merino-Landschafwolle hat eine feine Kräuselung, was gute Filzeigenschaften vermuten lässt. Ohne eine Filzprobe ließe sich die Filzbarkeit aber nur durch eingehende Mikroskopische Untersuchungen der Haaroberfläche ermitteln. Wir ziehen die praktische Methode des Versuches vor. (Eine standarisierte Filzprobenerstellung wird in den nächsten Monaten entwickelt und dann hier nachgereicht. Die sensorische Probe wird vorläufig einer wissenschaftlichen Methode vorgezogen)


Flächenfilz:

15g Rohwolle auf 1dm² in drei Schichten ausgelegt, Bearbeitungszeit ca.10  Minuten.

Dieser erste Filzversuch zeigt eine gute Filzeigenschaft der Wolle. Endgröße ca. 6x6cm, wobei die Probe nicht als ausgefilzt bezeichnet werden kann. Der entstandene Filz weist eine gute Belastbarkeit auf, neigt aber zu Oberflächenpilling. Anders als bei feinerer Merinowolle schließt sich die Oberfläche nicht so dicht, so dass der gesamte Filz etwas fluffig bleibt. Leider zeigt Merino-Landschafwolle sehr unterschiedliche Filzqualität, was (vermutlich) auf die Reinheit der Rasse zurückzuführen ist. Reinrassige Merino-Landschafwolle hat gute Filzeigenschaften.

Fell-filz

Jede Schafschurwolle lässt sich zum Filzfell verarbeiten, spätestens dann, wenn eine Deckschicht aus filzfähiger Wolle aufgelegt wird. Um vergleichbare Werte zu erzielen, wird hier in den Proben jeweils eine Schicht Bergschafwolle aufgelegt.

Merino-Landschafwolle zeigt bei der Verarbeitung zum Filzfell einige sehr vorteilhafte Eigenschaften. Erstens lassen sich die vergleichsweise gleichmäßig langen Stapel sehr leicht senkrecht auf die Arbeitsfläche stellen. Außerdem liefert die Schur ein zwar zusammenhängendes aber nicht verfilztes Vlies, das sich leicht sortieren lässt. Drittens  verfilzt die Wolle sehr zügig mit dem Untergrund, nicht aber die Haare unterenander, so dass sich zwischenzeitliches Lösen der Locken erübrigt. Es entsteht ein sehr gleichmäßiges, weiches Vlies, das sich als fertiges Fell sehr standfest erweist, auch wenn sich wieder Stapel bilden, die dem Felle eine eher rustikale Optik verleihen.

Merino-Landschaf Bild Lisa Maria Lorenz

Schlussbilanz: (Kommentar)

Merino-Landschafwolle gibt’s wie Sand am Meer und wird deshalb häufig verschenkt bzw. vernichtet. Sie hat einen eher begrenzten Charme und keine besonders herausstechenden Eigenschaften. Wie jede Wolle, hat sie aber ihre unbestreitbaren Vorzüge und sollte deshalb wertgeschätzt werden. Durch ihre guten Filzeigenschaften ist sie für jede Form des Gebrauchsfilzes gut geeignet und lässt sich nach eingehender Entfettung auch gut färben. Gegen ihre Feinwollige Verwandtschaft aus Australien, Neuseeland und Südamerika kommt sie natürlich nicht an, hat aber als heimische Rasse durchaus ihren Platz auf dem Filztisch verdient. Viele Vorteile bietet sie  in der Verarbeitung als Filzfell. Die typischen klimatisierenden Eigenschaften der Wolle zeigen sich beim Filzfell par Excellence. Wer schon einmal auf einem Fell aus Merino-Landschafwolle geschlafen hat, weiß diese Vorzüge zu schätzen. Dabei ist ein Fell aus Merino-Landschafwolle zwar weniger dekorativ als ein langhaariges oder lockiges Fell, übertrifft aber in seiner Standfestigkeit, Feuchtigkeitsregulierung und Weichheit jedes stylische Langhaar.

Landschaftspflege mit Merino Landschafherde Bild Lisa Maria Lorenz

 Text Margit Röhm

 

Echt toller Bericht und super Bilder.
Das 1. Foto mit dem Grashalm im Maul (fehlt nur noch eine Sonnenbrille) könnte gut den Titel haben:
„wool it´s cool man„

Mein Mann, Michael fiel dazu noch Folgendes ein:

In unseren Büchern finden wir immer wieder den Begriff „Merinolangwollschaf“ ist es das Gleiche wie „Merinowollschaf“ oder gibt es da noch eine Unterart?
Mit seinem 30%igen Anteil des Bestandes in Deutschland ist das Merinolandschaf somit auch schon zugleich die größte und bedeutendste, in Deutschland zu findende Rasse, die sich geografisch gesehen anteilmäßig mehr im Süden Deutschlands aufhält.

Im Buch „Das Wollprojekt / der Spinnergilde“ wird beschrieben, dass das Merinolandschaf zwar meistens weiße Wolle hat, dass es aber auch Ausnahmen von braunen Exemplaren gibt.

Es wird 2mal im Jahr geschoren.

Hier mal was zu den kleinen, süßen Lämmern, das wir auch sehr interessant finden:
Das Merinolandschaf (wissenschaftlicher Name: Ovis aries, es wird international auch oft „Württemberger„ genannt), hat eine ganzjährige Paarungsbereitschaft (asaisonale Brunst)
Das Erstlammalter ist in der Regel nach ca. 1,8 Jahren
Es gebärt im Durchschnitt 2,0 – 2,5 Lämmer pro Jahr mit einer Zwillingshäufigkeit von 60 %.
Wer mal live bei einer Zwillingsgeburt von Merinolandschafen dabei sein will findet hier einen
schönen Film dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=9QsE9pSeIls Herde von Steffi Regel aus Hainsfarth

LG Barbara + Michael Müller / FilzWerk