FILZNETZWERK e.V. – Regiogruppe Glücksfilz Baden-Württemberg

FILZNETZWERK e.V. – Regiogruppe Glücksfilz Baden-Württemberg

www.filznetzwerk.de

 Liebe Glücksfilzerinnen,

wir, Beate Mayer und Ina Daum, wollen Euch zum 3. Regiotreffen Glücksfilz herzlich einladen.

Unser Treffen wird am Samstag, den 16.07.2016 von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr in der Waldmühle Rußheim – http://www.waldmuehle-dettenheim.de/ stattfinden: Grabenerstr. 7 – 76706 Dettenheim – Rußheim

 unser Thema: „Flower Power im Mühlengarten“

Wir filzen Blüten aller Art: groß / klein, bunt / uni, einfach /kompliziert, Wolle / Nunofilz, usw. und sind schon gespannt auf Eure Techniken. Es wäre schön, wenn jeder ein paar blumige Exemplare zur gegenseitigen Inspiration mitbringen könnte. Filz-Neulinge sind aber auch herzlich willkommen.

Da wir gerne unsere „Spuren hinterlassen“ wollen, werden wir einige Werke im Mühlengarten „einpflanzen“. Mit dieser Aktion wollen wir auf unsere Gruppe und den Filz aufmerksam machen.

 Die unbändige Natur und der unübertreffliche Charme des Mühlengeländes werden uns sicherlich eine tolle Inspirationsquelle bieten!

 Bitte bringt Euer Filzequipment (Matte, Ballbrausen, Seife, Handtücher, …) + Wolle, Seide, Stoffe, Garne, …  mit. Denkt auch an Drähte oder Ähnliches, damit die Blüten z.B. in die Erde gesteckt werden können. Beate und ich werden zusätzlich einen kleinen Wollverkauf anbieten.

 Für unsere Planung

… Anmeldung

Tragt Euch bitte bis spätestens 08.07.2016 (ich weiß, es ist knapp… J)in folgende Doodle-Liste ein.

Am besten mit Namen + Wohnort, dann sieht man gleich, ob man Fahrgemeinschaften bilden kann. Die Kontaktdaten bekommt ihr dann über uns.  http://doodle.com/poll/xk4xrb2b5quatn2z

 … Versorgung – dieses Mal versorgen wir uns nicht selbst sondern werden vom Bienenhaus den ganzen Tag über kulinarisch verwöhnt. http://bienenhaus-dettenheim.de/index.php. Auf der website könnt Ihr Euch die Speisekarte anschauen, es wird für Jeden etwas dabei sein. Wir wollen um die Mittagszeit dann gemeinsam Essen. Vormittags stellen wir Kaffee und Kaltgetränke bereit – ein Kässchen auch.

 … Anfahrt – mit dem Zug: der nächstgelegene Bahnhof ist 76676 Graben-Neudorf (wir holen Euch gerne ab) oder wenn Ihr nach Karlsruhe an den Hauptbahnhof reist, müsst Ihr mit der Straßenbahn bis Linkenheim-Hochstetten (Haltestelle Grenzstraße) fahren – bitte zusätzlich ca. 45 Min. einrechnen – von wo wir Euch auch abholen können.

 … Übernachtung – bei Bedarf oder weiter Anreise dürft Ihr gerne bei uns übernachten (Freitag auf Samstag und / oder Sonntag).

 … Kosten –        

für Mitglieder des Filznetzwerk e.V.:  Keine Kosten  

für Nicht-Mitglieder:      5,00 Euro                                5.-

 

 

Bei Fragen einfach fragen! Wir freuen uns sehr auf Euch und einen tollen Tag!

 

Herzliche Grüße, Ina und Beate

ina   

 

 

Beate Mayer

Sohl 8

76356 Weingarten / Baden

buhmayer@web.de

 

 

Aktuelles vom 06.06.16

Regionaltreffen 716

Erstes Regionaltreffen Berlin-Brandenburg- Samstag den 02.07.16

Wir treffen uns um 10.00 Uhr in den Räumen der orphée werk kunst akademie, Mielestr. 2 | 14542 Werder / Havel

Unser Treffen steht unter dem Motto “ Wolle ist cool“. Wir werden leichte Sommerfilze erarbeiten – mit und ohne Seide!

Für Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Für Nicht-Mitglieder gilt eine Kostenbeteiligung bei 10,00 Euro! Wenn vorhanden, bitte die eigene Filzausrüstung mitbringen. 

Wir bitten um Anmeldung per Mail: vorstand@filznetzwerk.de

 

Aktuelles vom 4.6.2016

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Wieder Informationen zu einem Kolleg-Kurs: Filzröcke vom 16. bis 18.08.2016

Die Welt der Weiblichkeit oder die Vorteile des Rock tragens

Wenn man einen Rock und schöne Schuhe dazu trägt, verändert sich auch die Haltung und der Gang. Er wird augenblicklich weiblicher und eleganter, Frau bekommt dadurch auch ein völlig anderes Lebensgefühl. Ich kann nur aus erfahrung sprechen, da ich seit fast 20 Jahren ausschließlich Kleider oder Röcke trage.  Ganz im Sinne von: stilvolles entwickeln im selbstdesign! Lass’ Dich ein auf einen kreativen Prozess mit leichten Stoffen, leuchtenden Farben und feinster Merinowolle. Wir verschmelzen Pflanzenfasern mit Tierhaaren, ob gemustert oder uni, mit Spitzenstoffen oder Chiffon, dein Lieblingsrock entsteht. Gerne könnt ihr eure feinen Stoffe, die ihr einfilzen möchtet, mitbringen. Organzastoffe sind auch bei mir zu erwerben. Einen kleinen Einblick bekommt ihr auf meiner neuen Homepage: http://piechotka.jimdo.com 

Am   1. Tag entwerfen wir unseren Schnitt und legen unsere Farben und Muster fest. Der Rock wird auf dem Papier entworfen und gezeichnet. Nach dem Schnitt legen wir die Wolle für die Passe aus und gestalten mit der farbigen Wolle das gewünschte Muster in der Nunotechnik.

Am 2. Tag filzen wir unseren Rock fertig.

Am 3. Tag entwerfen wir unsere Schließe für den Rock und evt. noch ein passendes Schmuckstück dazu.

Bitte mitbringen: Filz-Equipment, Wolle, Papier für das Schnittmuster, Maßband, Buntstifte, Organza- oder Chiffonstoffe für euren Rock (ca. 2 bis 3 Meter), auch alte oder neue Spitzenstoffe könnt ihr mitbringen, Nadel und Faden, Luftpolsterfolie, Geschirrhandtuch.

marlies marlies2

Aktuelles vom 03.05.16

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Liebe Filz-Interessierte,
denkt dran, vom 16. – 19.August findet in Düsseldorf in der Freizeitstätte Garath das erste Filz-Kolleg vom Filz-Netzwerk e.V. statt mit 9 unterschiedlichen Kursen.

Hier ist für jeden Filzbegeisterten, egal ob Anfängerin oder Fortgeschrittene, bestimmt was dabei!

Wenn ihr die pdf-Dateien öffnet dann habt ihr sofort alle Kursangebote vor Euch und könnt nach Herzenslust wählen!

Filzkolleg-Flyer – innen Filzkolleg-Flyer – außen

Filzige Grüße

 

Aktuelles vom 28.04.16

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Gefilztes Origami
Origami, die japanische Technik des Papierfaltens, kennen wir alle. Und wir wissen, es ist nicht einfach. In diesem Kurs zeige ich Euch einen einfachen Weg zu einer ausgefallenen „Faltkette“. Wir arbeiten mit Nadelvlies, welches im Kurs gekauft oder auch mitgebracht werden kann.
Kurstermin 19. August 2016

FILZ-WOLL-LUST – Jeannette von Itter

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Aktuelles vom 22.04.16

Liebe Filzbegeisterte aus dem „Revier“ und Umgebung,

Ein zweites Treffen unseres Revier-Filzertreffens in diesem Jahr findet am 24.9.2016 statt.

Unter dem Motto: I love my Schaf ist wieder gemeinsames Filzen angesagt  –  von 11 bis 16 Uhr.

Wir wollen mit Rohwolle filzen, die wir zur Verfügung stellen. Außerdem: Erfahrungen austauschen, Neuigkeiten mitteilen, Ideen anregen, gute Laune mitbringen und die Sonne scheinen lassen!!!

Zwischendurch gibt´s leckeres Essen.

Bitte wieder mitbringen: eigene Filzutensilien und Wolle.

Beitrag  für Raummiete und Essen: ca. 25 € – wir hoffen, günstiger werden zu können 🙂

Mehrgenerationenhaus Hell-Ga

Ricarda-Huch-Str. 3
40595 Düsseldorf (Garath)
Anmeldung erforderlich: info@filz-woll-lust.de oder info@filzwerkstatt.info
Viele Grüße.

Es freuen sich auf euch:
Jeannette v. Itter und Sandra Struck-Germann

Aktuelles vom 12.04.16

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Ecoprint und Mediumprint (16. und 17.08.16).

Ecoprint oder Botanical Printing ist heute sehr beliebt. Die Abdrucke mit Pflanzen sind sehr schön und haben eine Magie  von „hier und jetzt“. Wie addiert man farbliche Hintergrunde zu Botanical Printing? Olga Kazanskaya teilt ihre Erfahrungen mit in einem 2-Tages Kurs. Zuerst werden wir uns mit Thema Ecoprint auf Wolle und Seide beschäftigen. Wir reden über Pflanzen, Beizen und testen viele kleine Techniken, die Ihre Ecoprints zur Perfektion bringen (zum Beispiel, wie kann man Schrumpffolie benutzen, um einen Super-Kontakt zwichen Pflanze und Stoff zu bekommen). Dann, explorieren wir die Möglichkeiten, um die Hintergründe zum Artwork zu machen. Die erste Möglichkeit ist Mediumprint-Technik die haben Olga Kazanskaya und Dina Ronina in ihrem Artikel in FUN (48) kurz beschrieben. Die Technik bietet natürlich viel mehr Möglichkeiten und Varianten. Es geht nicht um Vor- oder Nach-Färben, sondern um einen „1-Bath Prozess“mit synthetischen Farbstoffen. Die zweite Möglichkeit ist, die klassischen Färbepflanzen als Hintergrund zu benutzen (Krapp, Henna, Indigo usw). Heutzutage kann man auch fertige Extrakte kaufen und die nach CMYK (Cyan-Magenta-Yellow-blacK) Prinzip beliebig miteinander mischen oder natürlich den klassischen Metoden folgen. Wir reden darüber, und die Teilnemerinnen bekommen auch detaillirte Handouts.

Am ersten Tag haben wir die Möglichkeit, reichlich zu experiementieren. Wir testen unterschiedliche Stoffe und Pflanzen und verschiedene Wege, wie man Beize auftragen kann (Stoff vorbeizen, Pflanzen  einweichen, Beize mit Pinsel auftragen, „iron blanket“). Wir bereiten die Färbemischungen (syntethysche Farben) die mit Pflanzenabdrucken harmonieren und kreieren die farblichen Hintergrunde erst auf den Musterstücken. Wir wählen auch 1 Extrakt (zB Krapp) für die Experimente.

Der zweite Tag wird jeweils einem „reellen“ Projekt gewidmet. Wir analysieren die Ergebnisse vom ersten Tag und wählen die Pflanzen, Beizen und Hintergründe und machen eine Skizze. Dann färben wir die mitgebrachten gefilzten Sachen (1-2 Schals, Armstulpen) oder die fertigen Seidenschals bzw Seiden-oder Woll-Stoffe.

Olga Kazanskaya

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Aktuelles vom 11.04.16

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So, hier kommt die erste ausführlicher Kursbeschreibung – diesmal zum Kurs

Stempeldruck – in Wort und Filz (18. und 19. August)

Sprüche, Zitate, Gedichte… in Filz verewigt. Auf einem Sitzkissen, einer kleinen Tasche oder einer Buchhülle.

Am ersten Tag werden wir eigene Buchstabenstempel aus Moosgummi, Radierer oder Druckgummi-Platten herstellen, und den Vorfilz für den Druck vorbereiten. Anschließend wird der mitgebrachte oder vor Ort ausgewählte Text auf den Vorfilz gestempelt. Die Farbe kann dann gut über Nacht abtrocknen. Am zweiten Tag wird dann der Text fixiert und weiter mit Vlieswolle zu Ihrem Filzobjekt verfilzt.

Susanne Breuling

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Seife, Säure, Wasser (warmes, kaltes, flüssiges, gasförmiges)

Wir kennen zwei, sich grundsätzlich voneinander unterscheidende Arten der Filzherstellung. Das Trockenfilzen mit speziellen Nadeln und das Nassfilzen. nadelnBeim Trockenfilzen können alle biegeweichen Fasern verwendet werden.
Das Nassfilzen erfordert ganz spezielle Faseroberflächen wie wir sie nur bei natürlichen Haaren, vor allem der Wolle von Schafen, vorfinden.
Wir nennen dieses Verfahren „Nassfilzen“ weil der Filzvorgang unbedingt die Anwesenheit von Wasser erfordert.
Dabei spielt der Aggregatzustand des Wassers eine wesentliche Rolle. Zusätzlich können wir dem Wasser bestimmte Zusätze beigeben, die den Vorgang erleichtern.
Die Überschrift gibt einen Hinweis worauf es ankommen kann und wie sich die unterschiedlichen Zustände des Filzmediums auswirken.

Ihr findet hier zukünftig einzelne Kapitel zu den verschiedenen Themenbereichen.

 

1. Kapitel
SchafeWollfasern sind sogenannte tierische Textilfasern. Sie werden zur Herstellung von Textilien verwendet.
Die Fasern sind die komplexesten, also vielseitigsten Fasern überhaupt.HAARE01
Sie haben in der Natur sehr wichtige und interessante Aufgaben. Es gibt mehrere Haararten an ein und demselben Tier. Diese erfüllen jeweils spezielle Aufgaben. Wir nennen sie Wollhaare, Deckhaare, Leithaare und Borsten.

Uns interessieren hier nur die Wollhaare. Ihre Aufgabe in der Natur besteht darin die Hautoberfläche haare wollesowohl gegen Kälte als auch gegen große Wärme zu schützen. Der Bereich der Wollhaare ist die Klimazone, die sich den jeweiligen Gegebenheiten exakt anpasst. Wollhaare sind Saisonhaare, die mindesten zweimal im Jahr ausgetauscht werden. Bei Wärme fallen viele aus und es bleibt nur ein kleiner Teil auf dem Tier um gemeinsam mit den Deckhaaren die Haut zu beschatten. Bei Kälte wachsen sie intensiv und bilden unter den Deckhaaren ein wärmendes, isolierendes Polster.
Saisonhaare bestehen durch und durch aus Keratin, sie haben keinen Markstrang, der bei den Deckhaaren die Haare mit Nährstoffen versorgt. Deckhaare sind genau genommen ganz feine RöhrchenHaare deck. Das macht sie formstabil. Wollhaare sind ( abhängig von der Dicke ) sehr biegsam. Bei den allermeisten Schafrassen sind die Wollhaare gekräuselt. Und zwar als Wendel, sie bilden eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Schraubenstruktur. Man spricht meist von Bogigkeit, was aber speziell bei den feinen Haaren vom Merinotyp absolut falsch ist.Faserwendel 1

Diese  bilden immer eine Schraubenlinie. Das merken wir uns, das ist wichtig.Wollhaare sind meist sehr dünn, haben keinen Markstrang, sind sehr biegsam und schraubenförmig gekräuselt

Soweit das Äußere in Kürze!

Wichtiger ist der innere Aufbau von Wollhaaren! Dieser ist wie schon erwähnt sehr komplex. Er besteht aus mehreren Zonen. Wir beginnen innen im Kern und gehen schichtweise nach außen.
Dabei verzichten wir auf die Beschreibung der zwar wichtigen, aber sehr komplizierten chemischen Vorgänge.
Bei Haaren (im Gegensatz zu Wollen) ist in der Mitte der Faser der Markstrang. Von dort ab gleichen sich Verhältnisse
Den größten Teil der Faser, das Zentrum nennen wir Cortex. Dieser wird gebildet aus eng aneinander liegenden feinen Fibrillen (spindelförmige Stäbchen). Eingebettet sind sie in eine Art Zement.
Aus dem gleichen Werkstoff liegt eine dichte Haut um den Cortex. Wie ein Schlauch. In diese Zwischenmembran sind rundum und in ganzer Länge feine Schuppen eingebettet. Sie bilden eine Art Panzer. Sie sind jeweils an der Wurzelseite der Faser fest mit der Membran verwachsen. Etwa zwei Drittel einer Schuppe liegt frei an. Den Bereich der Schuppen nennen wir Cuticula. Nur diese sehen wir. Optisch gleicht die Oberfläche der Faser einem Fichtenzapfen bei dem die Schuppen fest anliegen.
Zusammenfassung: diesmal von außen nach innen.
Haare haben alle eine Cuticula, einen aus ziemlich harten Schuppen gebildeten Panzer.
Die Schuppspindelzelleen sind verwachsen in einer Zwischenmenbran. Diese umschließt den Innenbereich, den Cortex mit eine Art Schlauch.
Der Innenbereich, der Cortex besteht aus kurzen kristallinen Fibrillen, die ihrerseits in eine Masse eingelagert sind, die der Zwischenmembran entspricht.
Wenn innerhalb einer Masse eines Werkstoffes alle Moleküle wahllos, chaotisch durcheinander angeordnet sind. Nennen wir sie AMORPH (Ungerichtet)
KRISTALLIN nennen wir einen Stoff dann, wenn alle Moleküle in einer stabilen, fest ausgerichteten Anordnung liegen
Amorphe Bereich sind wenig stabil, dies sowohl chemisch als auch physisch.
Kristalline Bereiche sind, je nach der Strenge der Ausrichtung sehr stabil, sowohl chemisch als auch physisch.

2.Kapitel.

Thermoreg 1Die Thermoregulation und die Rolle des Haarkleides.

Ursprünglich gab es auf der Erde ausschließlich wechselwarme Lebewesen. Die Körpertemperatur entsprach der Umgebungstemperatur.

Vor etwa 70 Millionen Jahren entstanden, zunächst recht kleine, Lebewesen deren Nervensystem und Gehirne eine konstante Temperatur voraussetzten. Es entstanden die Warmblüter.

Um die Körperwärme gleichmäßig zu erhalten entwickelten sich Systeme, die sowohl Wärme abbauen, als auch Wärme hinzufügen können. Der Fachbegriff dafür ist Thermoregulation.

Sie fußt auf einer Fähigkeit durch Nahrungs-Verbrennung Energie für Arbeit aber auch zur Erwärmung bei Kälte zu erzeugen.

Bei Wärmeüberschuss schwitzt man. Der Körper scheidet im Schweiß Wasser ab, dieses verdampft auf der Hautoberfläche und kühlt sie.

Diese Tiere haben ein Haarkleid zur Isolierung, Wasseraufnahme, Wasserabgabe und – nicht zu vergessen – zum Schutz gegen Witterungseinflüsse.

Das Haarkleid setzt sich aus verschiedenen Haartypen zusammen: den Wollhaaren (Isolierung und Thermoregulation) den Deckhaaren  (Schutz des Tieres gegen Witterung und sonstige Störungen), den Leithaaren (sie geben dem Haarkleid die Struktur) und den Borsten (meistens als Tasthaare).

Uns interessieren nur die Wollhaare. Die Funktion: der Körper wird zu warm, er scheidet Wasser aus, dieses verdampft auf der Hautoberfläche und kühlt dadurch. Der Dampf wird von den Wollhaaren auf genommen und gespeichert.  Innerhalb der Faser kondensiert der Dampf zu flüssigem Wasser. Dieses Wasser wird chemisch sehr lose gebunden und ist erste einmal weg. Wollfasern können bis zu 30% ihres Körpervolumens an Wasser speichern. Ändern sich die Verhältnisse diffundiert dieses Wasser über eine Dampfphase wieder heraus und wird von der Umgebung aufgenommen.

 

Dieses System hat sich in Millionen von Jahren gebildet und optimiert. Es funktioniert optimal. Aber….  Nur wenn der Mensch nicht eingreift. Durch Zucht und Anpassung an die Wünsche der Menschen sind diese Systeme oft gestört, haben mache Fähigkeiten verloren oder so abgeändert, dass sie dem Menschen dienen. Oft auf Kosten der natürlichen Gegebenheiten.

Wschuppen trockenie die Wollhaare das machen lesen wir im nächsten Kapitel