Frieden und Freundschaft

Liebe Wollbegeisterte,

Besondere Zeiten rufen nach besonderen Aktionen!

Für uns alle sind es schwierige Zeiten, auch wenn natürlich jedermann sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Auch wir, vom Verein Wollmodus, wollen etwas dazu beitragen, um diese Ausnahmesituation und ihre Auswirkungen für Betroffene etwas abzumildern. Wir haben uns daher überlegt, ein gemeinsames Projekt ins Leben zu rufen, um die Verbindung und den Zusammenhalt zwischen uns Kunstschaffenden sichtbar zu machen.

Projekt: Frieden und Freundschaft

Die Idee: Wie immer bei uns, dreht sich natürlich auch diesmal alles um das Filzen und um die Schafwolle. Das ist eben unsere Sprache, unsere Technik und unser Material, um unsere Solidarität, unsere länderübergreifende Gemeinschaft und unser kreatives Miteinander auszudrücken und bildhaft zu gestalten.

So laden wir alle Menschen ein, zu filzen: Lasst Euch von der Situation inspirieren und schickt uns ein selbst gestaltetes, selbst gefilztes, kleines Bild – mit den Abmessungen 10X10cm – und nutzt dafür bitte die Farbe Blau, in allen verfügbaren Schattierungen und Nuancen – als Farbe des Himmels und des Meeres, als Farbe der Sehnsucht, der Hoffnung,der klaren Gedanken und der Beständigkeit.

Schickt uns Eure Arbeit(en) bis 31. August 2020 und wir setzen die Einzelwerke dann zu einem großen Bild zusammen und präsentieren es so dann am 7. und 8. November – bei der  Veranstaltung: „Kunst im Handwerk“ – auf der Burg Perchtoldsdorf einem großen, kunsthandwerksbegeisterten Publikum. In diesem Rahmen wird es auch zum Verkauf angeboten und der Erlös anschließend zur Gänze an coronabedingt in Not geratene Menschen „von Nebenan“ gespendet.

Vorschläge und Ideen zur Umsetzung werden von uns gerne angenommen und in Betracht gezogen. Bitte um Kontaktaufnahme unter sawatoum@yahoo.de bzw. TEL +43 676 5429543

Einreichungszeitraum: jetzt bis 31. August 2020

Versandadresse: Sawatou Mouratidou, Felixgasse 101,1130 Wien

 

Lasst uns also jede(r) für sich, und doch gemeinsam kreativ werden und zusammen etwas bewirken!

Wir freuen uns auf Euren Beitrag!

Sawatou & Barbara & Barbara

Ostermontag

Mit diesen wunderschönen, gefilzten Ostereiern von Christine Rusch schmücken wir den Ostermontag

Das Osterei

Hei, juchhei! Kommt herbei!
Suchen wir das Osterei!
Immerfort, hier und dort
Und an jedem Ort!
Ist es noch so gut versteckt,

Endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei! dort ein Ei!
Bald sind’s zwei und drei.
Wer nicht blind, der gewinnt
Einen schönen Fund geschwind.

Eier blau, roth und grau
Kommen bald zur Schau.
Und ich sag’s, es bleibt dabei,
Gern such’ ich ein Osterei:
Zu gering ist kein Ding,

Selbst kein Pfifferling.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Das war unser Osterkalender 2020 – es war uns ein Vergnügen

Ostersonntag

Haseninspirationen von Beate Bossert, Bettina Caspari,Margrit Feil-Müller, Elisabeth Grates und Claudia Hecker

Nun geht die Fastenzeit zu Ende und auch unser Vorrat an Bildern neigt sich seinem Ende zu. Die Gedanken, die uns im Kopf herumschwirren, die Überlegungen, die wir anstellen, die Pläne, die wir machen – die gehen uns zum Glück nicht so schnell aus. Ostern ist solch ein hoffnungsvolles Fest, ein Fest der Zusicherung und des Aufbruchs. In den vergangenen Wochen ist mir so bewußt geworden, wie schnell man verzagen kann, am liebsten den Kopf in den Sand stecken würde, nichts mehr sehen und hören will. Vielleicht haben wir uns gemeinsam durch diese Fastenzeit getragen, eure Inspirationen, eure wundervollen Filzarbeiten, eure Kraft so Vieles durchzustehen und dabei den Mut nicht zu verlieren haben es mir leicht Gedanken zu formulieren, die euch etwas zurückgeben sollten. Ich wünsche mir sehr, dass wir es schaffen, diesen Weg gemeinsam weiter zu gehen. Mir ist gerade in dieser nicht ganz leichten Zeit sehr klar geworden, wie wichtig Kooperation ist. Eigene Wege zu gehen ist wichtig um sich zu zentrieren oder den Gedanken einmal “frei zu geben”, verrückt sein zu dürfen – doch ohne Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung würden so viele wunderbare Ideen auf der Strecke bleiben. Deshalb will ich an dieser Stelle noch einmal allen für ihre Beiträge danken und vor allem Margit Röhm für ihre Klarheit, Tatkraft und die inspirierenden Telefonate! DANKE

Frohe und gesegnete Ostern wünschen wir euch allen!

noch 1 Tag

Der geheimnisvolle Garten von Annemie Koenen!

Annemie schrieb mir dieser Tage, dass sie sich wie in einem geheimnisvollen Garten fühlt. Gewissheiten sind keine mehr. Doch wer Mut hat und sich im geheimnisvollen Garten umschaut, der ist eingeladen neue Wege zu gehen.

Wir alle sind gerade auf der Suche nach neuen, alternativen, zusätzlichen Wegen. Und so haben wir uns entschieden, euch heute Experimente vorzustellen. Diese Experimente sollen den Auftakt darstellen für Kursformen, die wir im Netz anbieten können. Es gibt so vielfältige Ansätze, die erprobt und ausgearbeitet werden wollen – wir beginnen erst. Doch sobald wir Sicherheiten gewonnen haben, werden wir die Mitglieder des Filz-Netzwerks mitnehmen auf die neuen Wege.

Annemie bietet nach Ostern eine Stickkurs per Internet an – hier klicken und mehr Informationen bekommen – der Kurs beginnt am 16.04.2020

Dann hat sich Stefanie Hofmann für ihre Kinder-Filz-Gruppe eine kontaktlose Filzanleitung überlegt.

Und Susanne hat sich an einem Anleitungsvideo für eine kleine Spiellandschaft zu Ostern versucht.

Es gibt sicherlich noch eine Menge anderer Ansätze, wir sammeln noch und hoffen, dass so etwas Positives aus den Kontaktbeschränkungen entstehen kann. Mir ist klar geworden, dass diese Art von Arbeit nur einen Teil der Wahrheit darstellen kann. Doch es ist auf alle Fälle eine wirklich gute Gelegenheit, sich selbst und seine Methoden zu überprüfen – denn wie hat Annemie Koenen gesagt: “ich muss sehen, ob mir das überhaupt liegt”.

Kommt gut durch die Osternacht!

noch 2 Tage

“Ein steiniger Weg” von Stefanie Hofmann

Karfreitag gehört zu den höchsten Feiertagen im Kirchenjahr. Man kann ihn verdrängen, wie seinen Anlass, den Tod, man kann ihn feierlich und nach innen gewandt begehen oder man kann sich künstlerisch damit auseinandersetzen. Stefanie Hofmann hat sich in einer umfangreichen Arbeit mit dem „Kreuzweg“ befasst und ihre Gedanken dazu in Wort und Filz festgehalten. Einen Auszug aus den Vorbereitungen, Impulsen und Überlegungen zu ihrer Arbeit möchte ich euch in Absprache mit Stefanie heute mitgeben auf dem Weg durch den Tag. Wer mehr über die Werke und Gedanken erfahren möchte setzt sich bitte mit Stefanie direkt in Verbindung. Ihre Führung durch den Kreuzweg ist lesens- und sehenswert!  

Auszug aus: Ein gefilzter Kreuzweg
von Stefanie Hofmann
Mancher, der in der Ausstellung meine gefilzten
Kreuzwegstationen gesehen hat, mag sich vielleicht fragen,
wie man sich ausgerechnet mit diesem Thema auseinander
setzen, sich damit filzend beschäftigen kann.
Für mich hat die Auseinandersetzung mit dem Kreuzweg zwei
Dimensionen – zum einen die religiöse, zum anderen aber
auch eine kunsthistorische. Und ganz klar kann ich die beiden
nicht trennen. Wie komme ich denn nun aber auf den
Kreuzweg?
Zum einen gibt es in unserer Familie so eine Art Tradition
immer wieder Kreuzwege (also die, die sich oft vom
Dorf/Ort/Stadt zu einer Kapelle hochziehen) zu begehen,
gerne auch tatsächlich am Karfreitag, der ja der “richtige” Tag für so etwas ist.

Wichtig für uns – vor allem auch mit den Kindern – war immer:
das Leiden Jesu gehört zur zentralen Botschaft des
Christentums: erst durch das Leiden und Sterben kann Jesus
auferstehen und so für uns auf dem Weg des Heils
vorangehen. Ob das theologisch korrekt formuliert ist, kann
ich nicht beurteilen, aber so habe ich es verstanden. Dabei ist
das “auf den Berg steigen” durchaus hilfreich: einer der von
uns häufiger begangenen Kreuzwege liegt zwischen
Gansingen und Hottwil, man muss da zuerst mal ein ganzes
Stück den Berg hoch laufen um an den Startpunkt zu
kommen, den eine kleine Mariengrotte bildet. Danach geht es
steil den Berg hinauf, begleitet von eher kargen
Kreuzwegstationen aus Stein. Oben angekommen, so
ungefähr bei Station 13, tritt man aus dem Wald auf eine im
Idealfall besonnte Wiese, auf der eine kleine Kapelle mit der
14. Station steht. Hier gibt es dann auf der
Karfreitagswanderung ein schönes Picknick. Gerade als die
Kinder noch kleiner waren, denke ich, wurde so die
Ostergeschichte ein wenig erfahrbarer gemacht.

Wer weiter lesen und vor allem schauen möchte ist herzlich eingeladen Stefanie eine Mail zu senden. Stefanies Mail-Adresse findet ihr hier