Februar 2018 – Zackelschaf – Walachenschaf

Zackelschafherde – Yasmin Groß

Das Zackelschaf

Geschichte:

Der Ursprung aller Zackelschafe geht auf das Wildschaf Urial, welches im südwestasiatischen Raum domestiziert wurde, zurück und dürfte es seit ca. 5000 Jahren geben. Das heutige ungarische Zackelschaf entstand vermutlich vor ca. 1100 Jahren durch die Vermischung einiger Karpatenrassen. Damals gab es in Südost Europa eine Vielfalt von verschiedenen lokalen Rasseschlägen, von denen aber nur wenige erhalten geblieben sind. Anfang des 19.ten Jahrhunderts galten Zackelschafe vom Aussterben bedroht und nach dem zweiten Weltkrieg waren auch von dieser Rasse nur noch eine geringe Zahl von Tieren erhalten geblieben. Durch intensive Zuchtbemühungen in Deutschland und Ungarn beträgt der gesamte Bestand der   ungarischen Zackelschafe derzeit ca. 3500 Tiere.

Rassebeschreibung:

Das bekannteste und sichtbarste Merkmal dieser mittelgroßen, robusten und sehr widerstandsfähigen Tiere sind die korkenzieherförmig gedrehten Hörner. Die V-förmig abstehenden Hörner sind bei dieser Rasse nicht nur bei den Böcken anzutreffen, sondern ebenfalls auch bei den weiblichen Tieren. Sie werden bei den Auen bis zu 40cm lang und bei den Böcken können sie bis zu einem Meter Länge erreichen. Das Zuchtziel dem ungarischen Rasseschlag ist, dass die Hörner in einem Winkel von 90 Grad auseinander stehen. Es gibt aber häufig Tiere, bei denen sie auch weiter auseinander stehen.
Zackelschafe sind nicht nur äußerst genügsam was den Futteranspruch angeht, sondern auch sehr lebhafte und wachsame Tiere, die schnell flüchten. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen und selten trifft man auf sehr zutrauliche Tiere.
Die Rasse gilt als mäßig fruchtbar und ist streng saisonal brunftig. Die Auen bekommen im zeitigen Frühjahr meist nur ein Lamm, welches sie fürsorglich aufziehen.

Es gibt Zackelschafe in einem dunklen und einem hellen Farbschlag. Während die Lämmer des dunklen Farbschlages mit seidig schwarz glänzenden Locken auf die Welt kommen und im Laufe der Jahre immer mehr ergrauen, haben die Lämmer des hellen Farbschlages zu Beginn eine rötlichbraune Färbung, die mit der Zeit immer stärker aufhellt.
Als wirtschaftlicher Fleischlieferant gilt diese Rasse nicht. Die Auen werden meist 35-50kg schwer und die Böcke können ein Gewicht von ca. 55-75kg erreichen. Besonders hervorstechen diese Schafe durch ihre gute Resistenz gegen Klauenerkrankungen wie Moderhinke.

Viele Menschen sprechen bei Zackelschafe von sehr eleganten Schafe. Wer einmal eine Gruppe dieser Tiere beobachten durfte, wie sie mit hoheitsvoll gehobenen Kopf und den beeindruckenden Hörnern laufen, weiß genau was damit gemeint ist.

Zackelschafrauen – Foto Yasmin Gross

Walachenschaf:

Geschichte

Das Walachenschaf wurde vor ca. 300 Jahren mit dem Stamm der Walachen in die mährischen Beskiden, Tschechien, eingeführt und dort als genügsames Milchschaf gehalten. Daher stammt auch der Beiname mährisches Zackelschaf. In diesen drei Jahrhunderten entwickelte sich so in Tschechien, der Slowakei und Südpolen eine eigenständige Rasse.
Leider wurde dieser Typ durch Einkreuzungen von Milch- und Fleischschafen in den frühen 1980zigern wirtschaftlicher gemacht und zu den Rassen Valaskaschaf und Cakiel umgezüchtet.
Nur eine sehr kleine reinrassige Restpopulation konnte erhalten werden und bildet den Ursprung der gesamten heutigen Population. Der deutsche Bestand geht auf zwei Böcke und sechs Auen zurück.
Und auch heute sind in Tschechien und Deutschland nur noch jeweils ca. 250 Muttertiere und rund 50 Zuchtböcke verzeichnet. Diese geringe Zahl macht einen bewusst wie selten diese Tiere sind.

Rassebeschreibung

Diese Schafe aus der Gruppe der Zackelschafe ist ebenfalls mittelgroß und feingliedrig. Im Gegensatz zu den ungarischen Zackelschafen ist hier oft nur der Bock gehörnt. Diese haben ausgeprägte, spiralförmig gedrehten Hörner, welche seitlich abstehen und sind bis zu 50cm lang werden. Die weiblichen Tiere hingegen sind nicht immer gehörnt, aber wenn sie es sind, dann sind die Hörner meist wesentlich kürzer und weniger gewunden. Die Tiere sind am Körper weiß bewollt, lediglich der Kopf ist häufig dunkel gesprenkelt oder gefleckt. Früher gab es oft auch dunkle Tiere in braun oder grau, aber erst langsam gibt es wieder ein paar dunkle Schafe in den heutigen Zuchten. Der Charakter der Tiere zeichnet sich durch ihre temperamentvolle und ebenfalls sehr wachsame und scheue Art aus. Sie sind genügsame und widerstandsfähige Landschafe eignen sich besonders gut zur Landschaftspflege auf extensiven, trockenen Flächen.

Die Altböcke haben eine Schulterhöhe von ca. 70cm und können zwischen 65-75kg schwer werden. Die Auen bleiben oft 10-15cm kleiner und sind mit einem Körpergewicht von 40-55kg leichter.

Zackelschafherde – Foto Julius Richter

 

Wolle:

Die Wolle beider Rassen ist mischwollig und zählt zu den groben Wollsorten. Vor allen Walachenschafwolle ist oft mit Wolle von Schnucken zu vergleichen. Aus diesem Grund ist die Wolle, ebenso wie die Schnuckenwolle, häufig als Abfallprodukt angesehen.

Zackelschafwolle filzt so gut, sodass sie oft schon am Schaf verfilzt und das Vlies an einem Stück vom Schaf geschoren wird.

Beide Rassen haben sehr lange Grannen (Meist bis zu 30cm), die je nach Tier mehr oder weniger lockig am Körper herabfallen. Über den Durchmesser der Wollsorten ist wenig zu finden. Die Unterwolle der Zackelschafe hat einen Durchmesser von 16-30 mic und die Grannenhaare 40-60mic. Allein diese Spanne zeigt wie unterschiedlich die Wolle dieser Rasse ist.

Der Wollertrag liegt meist bei:

Zackelschaf:  Altböcke – 3-4kg, Mutterschafe –  1-2kg
Walachenschaf: Altböcke 4- 5kg, Mutterschafe –  2kg

Text Yasmin Gross

Zackelschafwolle – Foto Margit Röhm

Filzeigenschaften der Wolle vom Zackelschaf

Wolleigenschaften und Besonderheit

Lockere Zackelschafwolle aus Frühjahrsschur nicht verfilzt

Bevor wir uns mit den Filzeigenschaften der Wolle beschäftigen, möchte ich die Wolle erst einmal eingängig betrachten. Wenn wir Zackelschafwolle  von verschiedenen Tieren haben, dann stellen wir fest, dass diese nicht nur eine breite Farbvielfalt aufweisen, auch die Haptik und die Lockenform können stark variieren. Zackelschafwolle gibt es in fast schwarz bis weiß in allen grau-Silberschattierungen. Teilweise finden wir an einem einzigen Schaf Schattierungen von schwarz bis silbergrau.

vollständig verfilztes Vlies aus später Frühjahrsschur

Außerdem sind die Locken teils stark gekräuselt und teilweise fast glatt. Und genau so verhält es sich auch mit der Feinheit der Wolle. Natürlich hat das einerseits mit dem Alter der Tiere zu tun und Wolle vom Bock ist oft gröber wie die der Schafe, tatsächlich entwickelt aber jedes einzelne Tier seine charakteristische Wolle und Farbe. Beim Einkauf ist also dringend dazu zu raten, die Wolle anzusehen.

Eine weitere Eigenschaft der Zackelschafwolle sollte dringend berücksichtigt werden, Zackelschafe werden teilweise zwei  Mal im Jahr geschoren. Dabei ist die Qualität der beiden Schuren komplett anders. Während die Wolle der Frühjahrsschur sehr viel Unterwolle aufweist  und ein schönes zusammenhängendes, teilweise verfilztes Vlies bildet, lassen sich bei der Herbstschur nur einzelne Locken, nicht aber ein zusammenhängendes Vlies finden. Die Verarbeitung der Herbstschur ist deshalb ganz anders, als das der Frühjahrsschur.

Eine letzte Eigenheit der Wolle läßt sich zwar bei vielen Schafrassen beobachten, beim Zackelschaf kommt es aber leider sehr häufig zu diesem Phänomen. „Die Dreigeteilte Wolle“

Ich habe hier das Vlies eines etwas in die Jahre gekommenen Zackelschafbockes, das sich im Rückenbereich zu einem brettharten Stück  Fell verfilzt hat. Wenn ich  nun einen Stapel der Wolle losreiße, so stelle ich fest, dass die dickste Stelle nicht wie zu vermuten an der Schnittkante liegt, sondern ca. 2cm davor. Wir haben also die langen Locken, dann einen dicken Bereich Unterwolle und danach wieder nur die Grannenhaare mit nur sehr wenig Unterwollhaaren.

Die Erklärung ist dabei sehr einfach: Das Zackelschaf gehört zu den eher ursprünglichen Schafrassen, die bei der ersten Hitzewelle des Jahres die Unterwolle verlieren. Da die langen Haare aber nicht mit ausgehen, bleibt die Unterwolle im Fell hängen. Die langen Haare wachsen, mit ein wenig Sommerunterwolle weiter und bilden das Sommerfell. Wenn die Schafe jetzt nicht bald geschoren werden können, so verfilzt die lose Unterwolle zwischen den Granenhaaren zu einem dicken festen Filz. Leider hatten wir in den vergangenen Jahren häufiger eine kurze Hitzeperiode schon im April und dann einen sehr kühlen und nassen Mai, so dass die Schafe teilweise erst im Juni geschoren wurden. Die Wolle war dann schon ca. 2cm nachgewachsen und das führt zu dieser Dreiteilung der Wolle. Deutlicher ist dieses Phänomen bei der Moorschnuckenwolle zu sehen, bei der allerdings die Unterwolle nicht zu Verfilzungen neigt.

Die Verarbeitung einer solchen Wolle ist extrem schwer, was die Qualität extrem mindert.

 

Filzeigenschaften

Nach dieser etwas längeren Betrachtung der Wolleigenschaften, müssen wir dies auch bei den Filzversuchen berücksichtigen. Wir haben also einerseits normal geschorene Frühjahrswolle mit viel Unterwolle und langen Locken, außerdem die deutlich kürzere Zweitschur mit wenig Unterwolle und zum Schluss möchte ich versuchen die reinen Locken des verfilzten Vlieses abzuschneiden und zu verfilzen.

Nachdem die Wolle sehr locker und auch erstaunlich sauber vorliegt, ist das Auslegen erstaunlich einfach. Nur bei den abgeschnittenen Locken müssen die einzelnen Stapel mit etwas mehr Sorgfalt auseinandergezupft werden.

Auch beim Nässen zeigt sich die Wolle erstaunlich kooperativ und es bedarf nicht sonderlich viel Seife, um sie nass zu bekommen. Es ist auch schon bei der vorherigen Betrachtung aufgefallen, dass Zackelschafwolle nicht sonderlich viel Wollfett aufweist.

Erstaunlich ist schon beim Anfilzen, dass sich alle drei Flächen ganz ähnlich verhalten. Auch erstes Reiben zeigt sehr schnell gute Filzerfolge. Bis die Flächen allerdings schrumpfen und einen festen, belastbaren Filz ergeben, bedarf es einige Zeit. Die Ergebnisse betätigen dann aber endgültig, dass  bei der Zackelschafwolle nicht nur die Unterwolle gute Filzeigenschaften aufweist sondern auch die langen Locken. Es handelt sich dabei also streng genommen nicht um Granenhaare, sondern um lange Wolllocken.

Diese besondere Eigenschaft der Zackelwolle macht uns deshalb das Filzen eines schönen Filzfelles deutlich schwerer, als wir es z.B. von der Heidschnucke kennen. Wer beim Filzen nicht gut aufpasst, dem kann es durchaus passieren, dass die Locken mit einfilzen und nur eine dicke Filzfläche entsteht.

Da wir aber die Wolle nicht dachziegelartig auslegen sondern senkrecht auf die Unterlage stellen, ist diese durch etwas Sorgfalt und zeitweises Lösen der Locken auch leicht zu vermeiden.

Fazit:

Zackelschafwolle ist zwar etwas zickig und nicht so sehr weich, bietet aber durch seine Varietät so viele Möglichkeiten, dass sie sich wie kaum eine zweite für besondere Fell- und Lockeneffekte eignet. Die Farbliche Vielfalt und auch die unterschiedlichen Locken lassen die unterschiedlichsten Fellstrukturen entstehen. Allerdings ist der Einkauf von Zackelschafwolle  mit Vorsicht zu genießen, da die Qualität, Farbe und Weichheit von jedem Vlies extra bewertet werden muss und von Jahr zu Jahr stark variiert.

Die Länge des vorliegenden Textes mag den interessieten Lesern aber zeigen, dass sowohl Yasmin, als auch ich vollkommen verliebt in diese Wolle sind und sie immer wieder mit großer Leidenschaft verarbeiten.

Text und Fotos – Margit Röhm

27. Dezember

Der erste Feiertagsschwung liegt nun hinter uns und dennoch will noch nicht wirklich Alltag einkehren. So kurz vor dem Jahreswechsel geht alles dann doch etwas geruhsamer – oder etwa nicht?

Manch eine ruht sich von den anstrengenden Märkten aus. Manchmal müssen wir uns auch von der Weihnachtstagen ausruhen. Es gab so viel zu erzählen und nicht viel weniger zu essen und das eine oder andere auszupacken 🙂

Und damit ihr mal langsam wieder ans Filzen erinnert werdet und euch so gaaanz behutsam auf das neue Jahr einstellen könnt, zeigen wir euch noch ein paar Tage lang Arbeiten von Filzerinnen aus dem Netzwerk, die Filzlaune über den Adventskalender hinaus machen sollen.

Heute sehr ihr Arbeiten von Delia Grimm, Helge Stoffel und Doris Kunz!

Filzige Aussichten

Ab Morgen wollen wir wieder mit unserem gefilzten Adventskalender einen Einblicke in die handwerklichen und künstlerischen Werkräume unserer Mitglieder gewähren. Es soll für jeden Tag etwas zum Anschauen dabei sein, zum Innehalten und Pause machen anregen und Euch ein Lächeln auf’s Gesicht zaubern!

Doch zuvor möchten wir unbedingt noch auf zwei Termine aufmerksam machen, die uns im kommenden Jahr viel Filzglück bescheren werden:

Im März kommenden Jahres treffen wir uns vom 15. bis 18.03.18 zur 23. Filzbegegnung in Detmold/Lippe. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir uns wieder einmal persönlich begegnen könnten. Einfach nachfolgenden Flyer anklicken und die Einezelheiten studieren – es finden auch noch ein paar Kurse im Anschluss statt, die unabhängig gebucht werden können! Außerdem findet in diesen Tagen auch wieder eine freiwillige Qualitätssicherung statt!

Filzen-Flyer-WEB 2018 Anmeldung zur 23. Filzbegegnung

Und dann wird es ab dem 20. Juli 2018 wieder unser Filz-Kolleg geben. Wir haben uns wieder für das felto in Soltau als einem bewährten und anregenden Veranstaltungsort entschieden!

Mit von der Partie sind

Kathrin Bauerrichter – „Filz-Skulpturen“ 23./24.Juli
Christiane Claren – „Oberflächenlabor“ 24. bis 27.Juli – täglicher Beginn möglich
Barbara Eichhorn – „Jacken, nahtlos gefilzt“ 20. bis 22. Juli
Stefanie Hofmann – „geflochten und gefilzt“ Einführung und Tasche 22. /23. und 24./25.Juli
Petra Nasdal – „Kugeliges – innen hohl außen spannend“ 26. bis 28. Juli
Petra Sommer – „Stoffe filzen“ und „Kleidung nähen“ 25./26. und 27.29.Juli
Barbara Westerrath – „Filz als Landschaft“ und „Zwillingsblüten“ 23./24. und 25.Juli
Ulrike Wieland – „Körbe mit Holzgriffen“ 26. bis 28. Juli

Mehr Infos und die Buchungshinweise folgen in aller Kürze!

So – und jetzt warten wir auf den Advent – Bis Morgen!

Inspirierende Symbiose – ein kleiner Bericht

Verschmelzung zweier Fachbereiche zu einer effektiven Einheit

Ich möchte mich kurz vorstellen und Ihnen von einer erfolgreichen Zusammenarbeit berichten.
Mein Name ist Maria Radewahn und ich bin gelernte Produktdesignerin. Ich setze mich mit verschiedenen traditionellen Handwerkskünsten und Materialien auseinander.
Mein Schwerpunkt  liegt in der Verarbeitung von Schafwolle. Letztes Jahr, während meiner Abschussarbeit, entfachte die Leidenschaft für das Material und deren Weiterverarbeitung zu Filz. Mir liegt es am Herzen, dass das Material einen Platz im Alltag der Menschen wiederfindet. Es ist ein nachhaltiges Material und zukünftig für Mensch und Natur unverzichtbar. Daher ist es wichtig das Handwerk und das Material zu aktualisieren und es überzeugend in das zukünftige Leben zu integrieren.
Dies gelingt, wenn von Beginn an ein aussagekräftiges und überzeugendes Image entsteht.
Mittels  Produkte,  welche wir für das alltägliche Leben benötigen, möchte ich das Ziel erreichen.
Doch gelingt die Überzeugung nicht nur mit einem wirkungsvollen Design und einer verständlichen Kommunikation, sondern auch mit einer qualitativ hochwertigen Entwicklung und Fertigung der Produkte.
In Zusammenarbeit mit zwei ausgebildeten Filzerinnen, Ulrike Wieland und Susanne Breuling, entstand ein werthaltiger Austausch.
Ihr detailliertes Fachwissen über das Material und die Fertigung sind eine bereichernde Ergänzung meiner Arbeit. Die Entwicklung der neuen Produkte, wie auch die Fertigung, ermöglichen eine strukturierte Vorgehensweise. Daraus folgen optimale Ergebnisse.
Die entstandenen Produkte spiegeln die fundierte Arbeit in jedem Detail wieder.
In unserer gemeinsamen Arbeit entstehen gegenwärtig zwei verschiedene Produkte.
Wenn Sie neugierig sind besuchen Sie mich gern an den ersten beiden Adventswochenenden auf dem Markt in Potsdam im Garten der Kolonie Alexandrowka. Dort können Sie die Produkte von Ulrike, Susanne und mir mit eigenen Augen bestaunen.

Baldauf, Monika

Warum begeistert mich das Filzen?
Wolle ist ein wunderbares Naturprodukt.

Über das Spinnen bin ich dann später auch zum Filzen gelangt.
Ich wollte natürliches Material mit Schönheit und Farbenvielfalt verbinden.
Das Filzen ermöglicht mir all das.
An diesem Material kann ich ständig wachsen und mich weiter entwickeln.
Beim Filzen kann ich planvoll vorgehen und doch gleichzeitig intuitiv arbeiten.
Und so steckt praktisch in jedem meiner Filzartikel viel Freude, Liebe und Inspiration durch die Natur.

Ebenso beim Bären fertigen, welches ich vor vielen Jahren angefangen habe.
Am Anfang stand der Wunsch, meinen Kindern einen ganz besonderen, unbedenklichen Teddybären zu schaffen.   Viele der Bären sind mit den Kindern und mittlerweile den Enkeln ihren eigenen Weg gegangen.
Aber der Grundgedanke steckt auch heute noch in den gefertigten Bären.

Das Schöne daran ist, dass unter meinen Händen Dinge entstehen, oder sich verändern, die anderen Menschen viel Freude bereiten.

http://www.mobaan.de

https://www.facebook.com/pages/mobaan-Handgefertigte-Accessoires/294658573998041

Gefilzte Pilzhäuser

Gefilzte Pilzhäuser –  Ohne Hut geht auch ein Pilz nicht vor die Türe!

Egal ob braun, rot mit weißen Punkten oder gar grün mit blauen Tupfen – den Pilzhüten aus der Filzwerkstatt sind gestalterische keine Grenzen gesetzt.

Wir filzen im Verlauf der beiden Kurstage Pilzhäuser, die dekorativ, robust und bespielbar sind. Diese können später von freundlichen Wesen bewohnt werden oder einfach nur einen Raum schmücken.

Wir erarbeiten mit verschiedenen Wollsorten, Schablonen und ganz viel Phantasie den individuellen Pilz in der Nassfilz-Technik. Man braucht etwas Geduld mit sich und der Wolle, etwas Kraft, 2 1/2 Tage Zeit und Muße und eine Prise Gestaltungsfreude. Alles andere stellen wir zur Verfügung.

Wir beginnen Freitags um 17.00 Uhr und beenden unser gemütliches Filzwochenende am Sonntag gegen 14.30Uhr!

Kosten 160 Euro,  zzgl. Material ca. 10 Euro       Max. 8 Pers  Alter: ab 14 Jahren

Filz-Kolleg Düsseldorf

 

Herzlich Willkommen zur Vorschau auf das Filz-Kolleg 2017, das im August vom 21. bis 25. in der

Freizeitstätte Garath, Fritz-Erler Straße 21 in 40595 Düsseldorf, durchgeführt wird.

Rahmenbedingungen:

  1. Teilnahmegebühr pro Tag für Mitglieder 60 Euro, für Externe 80 Euro
  2.  Anmeldungen erfolgen formlos per Post oder per Mail! Adressen siehe hier
  3. Die Anmeldungen sind wirksam sobald die Kursgebühr – nach Rechnungserhalt – beglichen wurde.
  4. Eventuell anfallende Materialkosten sind vor Ort zu entrichten
  5.  Die Kolleg-Tage beginnen jeweils um 09.00 Uhr und enden um 17.00 Uhr
  6.  Getränke während der Kurszeiten sind in der Teilnahmegebühr enthalten
  7. Pausenzeiten werden mit den Kursleiterinnen besprochen
  8. Vor Ort wird Material zum Kauf angeboten werden
  9. Es kann eine Liste mit Übernachtungsmöglichkeiten angefordert werden

Und nun die Inhalte des Filz-Kollegs im Einzelnen:

Start  Inhalte der Kolleg-Tage und Dozentin
21.08. „Marionetten“ mit Sandra Struck-Germann
Marionetten verführen mit ihrer Leichtigkeit und spielerischen Eleganz. In diesem Kurs lassen wir eine fantasievolle Marionette entstehen. Nach der Ideenfindung und den ersten Entwürfen eines Wesens an Fäden werden die einzelnen Gliemaßen, Körper und Gelenke  gefilzt und zu einer einmaligen Figur zusammengefügt. Ein passendes Spielkreuz wird mit einfacher Methode hergestellt und die Marionette kann aufgebunden werden – fertig ist ein wunderbares Wesen 🙂 Für Anfänger und Fortgeschrittene, Dauer 2 Tage
21.08. „Filzformen in 3D“ mit Sigrid BannierDas ‚Zauberwort‘ in diesem Workshop heißt Filzen mit mehreren aufeinander genähten Schablonen. So entstehen Formen, die durch eine einfache Schablone nicht zu erreichen sind. Man kann diese Formen planen oder aber sich überraschen lassen, indem man jeder Schablone eine andere Form gibt. Geeignet für Neueinsteiger und solche mit Vorkenntnissen, Dauer 2 Tage

21.08. „Filz trifft Floristik“ mit Steffi Holzgräwe
Tolle Dekorationen oder Geschenkideen aus der Kombination Filz und Floristik. Wir filzen, drahten, wickeln, binden, sind kreativ für Haus und Garten. Grundkenntnisse im Filzen sind hilfreich, mitzubringen sind Spaß am Materialmix und Lust am kreativen Arbeiten. Für Anfänger und Fortgeschrittene, Dauer 2 Tage
21.08. „Ballonkleid“ mit Monika DerrixWer träumt nicht davon ein umschmeichelndes Filzkleid zu entwerfen und zu arbeiten?!? Das Ballonkleid ist die Lösung! Durch die spezielle Schnittführung des 3dimensionalen Schnittes mit 7 Teilen (ja wirklich!! ) ist so was möglich und gut berechenbar und dadurch an einem Stück filzbar.  Nach einem verständlichen Theorieteil  😉 , wird Schritt für Schritt , von der Probe bis zum Schnittentwurf und dem Filzen alles erarbeitet und begleitet . Vorerfahrung beim Kleidungsfilzen erwünscht.  Dauer 3 Tage

22.8.  „Taschenglück“ mit Susanne Breuling
Taschen begleiten uns auf unseren alltäglichen Wegen. Und so individuell die Trägerin ist , so individuell darf auch ihre Tasche sein. Durch die Oberflächengestaltung mit Rohwollvliesen lassen sich solche einzigartigen Taschen gestalten – ob rund oder eckig, als Shopper oder Abendtäschchen, mit Klappe oder raffiniertem Verschluss. Lassen Sie sich von der wundervollen Rohwolle inspirieren und gestalten Sie Ihre ganz persönliche Tasche. Vorkenntnisse erwünscht! Dauer 2 Tage
23.08. LockenKragen und passende Stulpen mit Jeannette von Itter
Die Grundlage hierfür ist feine Merinowolle.
 Darauf kommen Locken vom Wensleydale oder einem anderen Schaf.
 Diese sind noch ungewaschen und kommen frisch vom Schaf. Echtes Fell, aber unsere Schafe leben noch! Wer möchte, kann seine neuen Filzaccessoires am nächsten Tag färben.Bitte separat zum Färbekurs anmeldenDauer 1 Tag
23.08. „Filzen mit Rohwolle- vom Schaf zum Sitz Fell“ mit Heike GiesbertWir filzen zusammen runde Sitz Felle mit einem maximalen Durchmesser von 40 cm oder 50 cm aus unbehandelter Locken-Rohwolle in Verbindung mit Bergschafvlies. Jeder Teilnehmer kann 1-2 Sitz Felle schaffen, je nach Filz-Erfahrung und eigenem Arbeitstempo. Die Rohwolle sowie auch das Bergschafvlies (weiß, hellgrau und braun) kann im Workshop käuflich erworben werden. Anfänger und Erfahrene, Dauer 1 Tag

23.08. Oberflächenstrukturen in Nuno, 3-d, Relief und Schichten mit Annemie Koenen
Wir werden neben der Wolle mit vielen  verschiedenen Materialien nach ihren Entwürfen arbeiten und viele verschiedene Techniken einsetzen. Ihre Arbeit kann ein Objekt sein, ein Armband, ein Hut, eine Tasche, Kragen oder was immer ihnen liegt. Größe und Umfang  Ihrer Arbeit hängt von Ihren eigenen Erfahrungen und dem eigenen Arbeitstempo ab und kann nach eigener Wahl mit Stickereien  und/oder  Flecht-und Webtechniken  aus Zentralasien verziert werden.  Dauer 3 Tage
24.08. „Färbeküche 1“ mit Jeannette von ItterIn diesem Kurs können unsere gefilzten LockenKragen, Ballonkleider, Sitzfelle und Rohwolltaschen gefärbt werden. Jeannette färbt mit Säurefarben und gibt dazu eine Anleitung. Je nach Teilnehmerzahl besteht auch die Möglichkeit andere Wolle und Fasern zu färben. Für Anfänger und Fortgeschrittene, Dauer 1 Tag

24.08. „Vom Foto zum Filz in Pop-Art“ mit Sandra Struck-GermannFotos auf Filz übertragen – meine Technik ermöglicht eine einfache und, dank der Eigenschaften des Filzens, überraschend effektvolle Methode, Fotos pop-art-ähnlich auf Filz zu übertragen. Es ist eine besondere Art des Malens mit Wolle. Ihr Foto wird am Computer bearbeitet und dient als weitere Vorlage für das Filzbild. Wir arbeiten eine kleine Serie von 2-4 Bildern mit unterschiedlicher Hintergrundfarbe. Für Neueinsteiger und solche mit Vorkenntnissen, Dauer 2 Tage

 25.08. „Färbeküche 2“ mit Jeannette von ItterIn diesem Kurs können unsere gefilzten LockenKragen, Ballonkleider, Sitzfelle und Rohwolltaschen gefärbt werden. Jeannette färbt mit Säurefarben und gibt dazu eine Anleitung. Je nach Teilnehmerzahl besteht auch die Möglichkeit andere Wolle und Fasern zu färben. Für Anfänger und Fortgeschrittene, Dauer 1 Tag

 

 

Von Zipfel bis Lamelle

Wandgestaltungen mit unterschiedlichsten Oberflächenstrukturen laden ein zum Experimentieren.

Faszintion Steine

„Nicht Hammerschläge, sondern der Tanz des Wassers rundet den Kiesel zur Schönheit.“ (Tagore)

Die Faszination der Kieselsteine kennen wir alle. Das Auge verliert sich in der Vielfalt, denn keiner ist dem anderen gleich. Unser Blick wird angezogen von einem ganz bestimmten Stein, den wir dann – wenn er nicht zu groß ist – als Erinnerung an einen Ort, eine Begebenheit, eine Person und die damit verbundene Stimmung mitnehmen, um uns etwas davon zu bewahren.

Man findet sie als Handschmeichler in Hosentaschen, zur Dekoration auf dem Fenstersims oder im Garten, einzeln oder in Gruppen wieder.

Diese Vielfalt greifen wir im Filz auf und gebe sie auch durch unterschiedlichste Materialauswahl wieder, wodurch auch hier die Vielfalt der Steine erhalten bleibt.

Taschen mit Barbara Eichhorn

Taschen oder Kissenhülle im Patchworkstil
Mittwoch, 21.6. 9 Uhr bis 20 Uhr
Wir filzen größere Filzstücke mit kreativen Oberflächengestaltungen. Diese
teilen wir untereinander und jeder TN fertigt daraus eine einzigartige Tasche
oder Kissenhülle im Patchworkstil.
Kosten: 98€/TN inkl. veget.Mittagessen und Kaffee/Kuchen
plus Material nach Verbrauch
Filzerfahrung vorteilhaft