3. Filzkolleg 2018 in Düsseldorf

Herzlich Willkommen zur Vorschau auf das Filz-Kolleg 2018,
das vom 21.-24. August  in der
Freizeitstätte Garath, Fritz-Erler Straße 21 in 40595 Düsseldorf,
durchgeführt wird.

Rahmenbedingungen:

  1. Teilnahmegebühr pro Tag für Mitglieder 60 Euro, für Externe 80 Euro
  2. Anmeldungen erfolgen formlos per Post oder per Mail!
Adressen:
Sandra Struck-Germann, Silcherstraße 20, 40593 Düsseldorf – info@filzwerkstatt.info
Jeannette von Itter, Am Straußenkreuz 73, 40229 Düsseldorf – anmeldung@filz-woll-lust.de
  1. Die Anmeldungen sind wirksam sobald die Kursgebühr – nach Rechnungserhalt – beglichen wurde.
  2. Eventuell anfallende Materialkosten sind vor Ort zu entrichten
  3. Die Kolleg-Tage beginnen jeweils um 09.30 Uhr und enden um 17.00 Uhr
  4. Pausenzeiten werden mit den Kursleiterinnen besprochen
  5. Es kann eine Liste mit Übernachtungsmöglichkeiten angefordert werden
  6.  Bei Stornierung 8 Wochen vor Veranstaltungsbeginn werden 90% der Kursgebühren erstattet. Bei Stornierungen zu einem späteren Zeitpunkt kann die Kursgebühr nicht mehr erstattet werden.

Und nun die Inhalte des Filz-Kollegs im Einzelnen:

Workshops mit einem Tag Filzzeit

21. August Tiere filzen wie in der Natur

Elisabeth Grates

Alle, die gerne plastisch filzen, erleben in diesem Kurs wie spannend es ist, ein Tier aufzubauen, zu gestalten und so zu formen, dass es von dem echten kaum zu unterscheiden ist.

Es macht Freude zu erfahren, wie sich das Tier unter der Händearbeit verändert, „lebendig“ wird und schließlich sein eigenes Wesen ausstrahlt.

In diesem Kurs können diese Tiere gefilzt werden:
Erdmännchen – Nashorn –
Papageientaucher – Feuersalamander

Grundkenntnisse erwünscht

22.08.18 Hüte filzen

Karola Nordt (Dipl. Designerin)

Gestalten Sie sich unter fachlicher Anleitung Ihren ganz persönlichen Hut: klassisch, romantisch oder extravagant – inspiriert  durch viele Hüte in unterschiedlichen Farben und Formen.

Grundkenntnisse erwünscht

23.08.18 Kleinodien – Besondere Kapselminiaturen

Ricarda Aßmann

  In diesem Workshop zaubern Sie eine Serie kleiner, ausdrucksstarker Kapselminiaturen. Interessante Oberflächentechniken, aber auch die Verwendung zwei-, bzw. dreidimensionaler Schablonen verleihen den Objekten eine außergewöhnliche Optik. Die erlernten Methoden können später sowohl in anderen Größen als auch auf andere Werkstücke umgesetzt werden.

Den Teilnehmenden sollten mit der Hohlformtechnik und dünnem Auslegen von Wolle vertraut sein.

24.08.18 Feinsliebchen – Objektschmuck mit Mixed Media Elementen

Ricarda Aßmann

  In diesem Workshop werden eigens gefertigte Vorfilze während des Filzprozesses so manipuliert, dass ein aussergewöhnliches, dreidimensionales Oberflächendesign entsteht.

Eingearbeitete Elemente in Relief- und Reserviertechniken, das Einarbeiten kleinerer Fremdmaterialien und Fundstücke – all dies macht die Stücke zu echten Unikaten.

24.08.18 Effektgarne/ ArtYarns mit dem Spinnrad spinnen

Sabine Tietze

Für SpinnerInnen, die einmal etwas anderes spinnen wollen als immer nur geradeaus.Ein Kurs für den Einstieg in die Welt der wilden Garne.

Wie kann ich Garne, die nicht mehr gefallen, wieder zu Leben erwecken? Was steckt hinter den Begriffen Corespinning, Coils und anderen und wie werden sie gesponnen? Sogenannte Coregarne bieten eine Vielfalt von Möglichkeiten Garne neu zu gestalten. Die dabei entstehenden einzigartigen Garne lassen sich auf mannigfache Weise weiter verarbeiten. Ob eingefilzt, gewebt, gestrickt oder als Schmuckstück oder einfach nur zur Freude und zum kuscheln.

Workshops mit 2 Tagen Filzzeit

21.-22. August 3-D-Bilder

mit Sandra Struck-Germann

Aus Wolle wird zuerst der Hintergrund für ein Bild ausgelegt. In dieses Bild wird eine Grundform des Tieres mit Wolle aufgebaut, mit Wasser und Seife angefilzt und mit im weiteren Verlauf mit dem Hintergrund verfilzt. Während des Filzens und Walkens wird die eigendlichen Formen und der Ausdruck des Tieres herausgearbeitet. In allen Farbschattierungen ist so jede erdenkliche Form möglich: von fein bis grob, von winzig bis groß, von naturgetreu bis fantastisch. Es entstehen Bilder z.B. mit hervorstehenden Tierköpfen, Beinen oder den Ohren.
21.-22. August Reste, Reste, Reste…

mit Sigrid Bannier

Reste sind Teil unseres Lebens. Es gibt sie überall und so auch beim Filzen: z.B. wenn uns ein Teil nicht wie geplant gelungen ist – oder wenn wir etwas abschneiden müssen  – oder wenn wir ein altes Teil ‘umverwenden’ wollen … Vor allem ist es die Nähmaschine, mit der wir den Filzresten einen völlig neuen Auftritt verschaffen können. Man kann also Flächen zusammenfügen, stapeln, nacheinander auf einem Untergrund befestigen, überfärben u.s.w.    Außerdem geht es in diesem Workshop auch um Vorfilz- und Wollreste, die im Laufe unseres ‘Filzerdaseins’ entstehen/übrig bleiben und die uns oft jahrelang aus Kisten und Kartons schräg anschauen. Man kann sie ganz sicher verwenden. Zum einen kann man sie zu Filzbällen verarbeiten und auf vielerlei Art einsetzen,  z.B. als Sitz, als Lampenfußdekoration, als Massagematte. Zum Anderen ergeben Vorfilz- und Wollreste (ob Vlies oder Kammzug) zu Konfetti zerschnibbelt, ganz andere, ganz neuartige Gestaltungen. Merken wir uns: Wolle bleibt Wolle und damit ein natürlicher Rohstoff, der zum Wegwerfen zu schade ist. In diesem Workshop biete ich zum Einen eine Vielzahl an Optionen an, setze aber andererseits auch darauf, dass in der Gruppe eine eigene kreative Dynamik entsteht, aus der jede wiederum etwas Neues mitnehmen kann.
23.-24. August 4²plus

mit Jeannette von Itter

Aus vielen einzeln Schablonen entsteht ein einzigartiges Objekt. Abstrakt, rund oder in Form eines Setzkastens.
23.-24. August Ein Rock fürs Leben

mit Sabine Pfuhler

Nach genauer Größen- und Schnittberechnung wird mit hochfeiner 16 micron Wolle und Seidenstoffen ein unverwechselbarer Rock in deiner Lieblingsfarbe designt und gefilzt.
Handgefärbte Wolle und Seidenstoffen können im Kurs erworben werden.
Filzerfahrung von Vorteil
23.-24. August Filzen und Buchbinderei

mit Karen Bruinsma

Aus im Kurs hergestellten bunten Vorfilzen, gerne mit mitgebrachten Stoffen und anderen tollen Schätzen gestaltet, wird eine große Fläche für einen Buchumschlag gefilzt und mit schönen Garnen bestickt. Als Vorbereitung für den Verschluss des Buches wird schon direkt ein Magnetverschluss passend eingefilzt.
Am zweiten Tag wird , nach einer Probe mit Papier, nach klassischer Methode aus der Filzfläche ein Bucheinband vorbereitet und mit einem Buchblock, der schon in einem Kloster extra vorbereitet wurde, zu einem schönen Buch mit Leseband gebunden.

Workshops mit 3 Tagen Filzzeit

21.-23. August

 

Weste filzen und färben mit Mediumprint

mit Olga Kazanskaya

  Der Kurs ist sehr experimentell. Wir werden eine ungewöhnliche Schablone (Profil-Schablone) benutzen und hauchdünne Filze mit usbekischer Margellan-Seide und Wolle kreieren. Und dann addieren wir ein wunderschönes florales Muster mit Hilfe von Naturpflanzen und synthetischen Farben. Die Technik heisst Mediumprint und ist sehr schnell und eindrucksvoll. Als Finish werden wir mit Hilfe von Siebdruck Kalligrafie-Muster auftragen.

 

 

Filz-Kolleg 2018 – Soltau

Das dritte Filz-Kolleg findet im Jahr 2018 wieder im Felto-Filzmuseum Soltau statt. Das Kolleg beginnt am 20. Juli 2018 und endet am 29.07.2018. Wie jedes Jahr berechnen wir pro Workshop-Tag 60 Euro für Mitglieder und 80 Euro für Nicht-Mitglieder. Wir freuen uns auf ihre Anmeldungen, die ab sofort per Email an vorstand@filznetzwerk.de gerichtet werden können.

Barbara Eichhorn – 20.- 22.Juli
Wendejacke nach Wunsch mit Taschen und Kragen
Nach genauer Berechnung arbeiten wir feine, leichte Jacken die nach Wunsch beidseitig tragbar sind. Es können Taschen eingefügt werden, ebenso ein einfacher Kragen. Außerdem können spannende Oberflächengestaltungen (Patchwork, Reservierungen, Strukturen) entstehen. Die Kleidung wird passgenau und ohne Naht in Mono- oder Nunofilztechnik, voll- oder teilbefilzt gefertigt. Es sollte Erfahrung im Legen von feinen Filzen vorhanden sein. Filzerfahrung erforderlich
Susanne Schächter-Heil – 21. und 22.Juli
“Belebte Bilder”
In diesem Workshop „malen“ wir mit der Wolle und arbeiten uns behutsam, mit Hilfe der Aufbautechnik, in die dritte Dimension. Und wer Lust und Energie verspürt kann zu seinem Bild noch Tiere oder Figuren filzen. So kann sich der Ausdruck der Arbeit immer wieder neu gestalten lassen.  Es entsteht ein lebendiges Bild, das auch Kinder zum Spielen einlädt!
Kathrin Bauerrichter – 23. und 24. Juli – „Dreidimensionale Filzskulpturen“
Mittels Schablonentechnik werden wir dreidimensionale Formen filzen: mit einfachen bis zu komplexen 3 oder mehrlagigen Schablonen kann man quadratische, muschelähnliche oder pflanzenförmige Formen entwickeln.
Durch das Bearbeiten, ziehen in verschiedene Ausformungen und Falten/ Kniffen entstehen aus der gleichen Schablone unterschiedliche Objekte.
Stefanie Hofmann – 23. und 24. Juli –
„Geflochten und gefilzt “ eine Einführung
Planung und Entwurf, Herstellung und Schneiden von Vorfilzen, Herstellung von Schablonen und spezielle Flechttechnik für dreidimensionale eckige Körper sind Inhalt dieses Kurses. Gemeinsam filzen wir einen ersten Würfel in drei Farben. Ausgehend davon kann am zweiten Kurstag ein kleiner eigener Entwurf dreidimensional und geflochten umgesetzt werden.
Barbara Westerrath – 23. und 24. Juli – “Landschaften”Gemeinsam können wir eine viel größere Vielfalt an verschiedenen „Grünflächen“ zusammentragen, um Landschaften zu gestalten.  Wir patchen uns eine Welt von oben oder eine Phantasiewelt für eine Spielfläche, einen Wandbehang oder einen Teppich.Wir benötigen möglichst viele Grün- Beige- und Brauntöne ob als Vlies oder Kammzug.
Christiane Claren – 24. bis 27. Juli –
“Offenes Oberflächenlabor”
Dieses Oberflächenlabor ist ein doppeltes Experimentierfeld. Die offene Form ermöglicht es ihnen die unterschiedlichsten Oberflächenexperimente unter fachkundiger Anleitung durchzuführen. Sie haben die Möglichkeit die Anzahl der Labortage frei zu wählen. Das heißt, sie können jeden Tag einsteigen und auch selbst das Ende der Experimente bestimmen. So stellen Sie ihr ganz individuelles Oberflächenlabor zusammen.
Stefanie Hofmann  – 25. und 26. Juli –
„Geflochten und gefilzt “ für Fortgeschrittene
  Die Technik des dreidimensionalen Flechten und Filzens eignet sich gut für die Herstellung grösserer Taschen – gemeinsam entwerfen, planen und fertigen wir eine individuelle Einkaufs- oder Handtasche, vom eigens hergestellten Vorfilz bis zum fertigen Objekt.
Barbara Westerrath – 25. Juli –
“Doppelblüten”

Das perfekte Design ist die Kugel. Aus dieser Form kann man viele verschiedene Modelle von Blüten entwickeln ohne Abfall zu produziern oder ansetzen zu müssen. Die Natur ist ja auch das perfekte Vorbild für Sparsamkeit und Verschwendung zugleich
Mit Sandwichtechnik können wir dabei sogar zwei Blüten auf einmal herstellen. Das erlaubt uns farbgleich, gleichdick und klein zu arbeiten. Besonders geeignet sind dafür Gänseblümchen, Calendula, Mohn, Rudbekie, Sonnenhut, aber auch Vergissmeinnicht, Herbstanemone oder schwarzäugige Susanne.

Petra Sommer – 25. und 26.
“Nunofilz herstellen”
Aus feinen Wollfasern, Seidenstoffen, Wolletamine, Leinen und /oder Nadelfilzen entstehen Nunufilzstoffe zur Weiterverarbeitung. Sie entwerfen ihre eigenen Muster, wobei ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Aus den Stoffen können dann im Workshop “Modetrend nähen” eigene Kleidungsstücke hergestellt werden. Erfahrung im Filzen ist hilfreich.
Petra Nasdal – 26. – 28.07.
“Kugeln in allen Variationen”
Aus kurzfasriger, sehr feiner Kapmerinowolle entstehen in diesem Workshop Kugelobjekte in unterschiedlichen Größen und Variationen. Ziel ist es, die Kugeln so stabil zu erarbeiten, dass sie u.A. als Leuchtobjekte dienen können. Desweiteren können verschiedenste Materialien in die Oberfläche eingearbeitet werden, um spannende Optiken zu erhalten. Besondere Werkstoffe sind im Workshop vorrätig.
Petra Sommer – 27. bis 29.
“Modetrend nähen”
Mit selbstgefilzten Stoffen entsteht in diesem Workshop Ihr individuelles Kleidungsstück. Wir entwickeln den Schnitt, schneiden zu, nähen und erarbeiten so ein selbstentworfenes Lieblingsstück! Ihrem Geschick und ihren Wünschen setzt nur das Material Grenzen. Auch ist ist Erfahrung im Nähen vorteilhaft.
Ulrike Wieland – 26. bis 28. Juli –
“Filzkörbe mit handgeschliffenen Kiefernholzgriffen”
Aus tiroler Bergschaf entstehen stabile Körbe für den täglichen Einkauf oder zur Aufbewahrung von Strickzeug oder Zeitungen.
Fortgeschrittene können auch einen Korb mit 4 Fächern filzen, der sich als Flaschenkorb hervorrangend eignet.
Der Griff wird aus Kiefernholz gefertigt, d.h. der Griff wird geschält und geschliffen, gebohrt und angenäht. Dem Design sind keine Grenzen gesetzt, er kann schlicht gehalten werden, mit Rohwolle verziert oder auch knallbunt sein.

 

 

 

Dobler, Marisa

Marisa Dobler ist der kreative Kopf des Unternehmens “Wizard-Wool”, Staldenstraße 27 in 6890 Lustenau – Österreich .

Als Kindergartenpädagogin bringt sie viel Erfahrung beim kreativen Gestalten mit. Marisa steht in direktem Kontakt mit den Kunden, kümmert sich um den Versand unserer Produkte und gibt ihre kreativen Ideen gerne in Kursen weiter. Mit unseren Kunden kommuniziert sie über Website und Facebook, wo sie regelmäßig ihre Fotos von neuen, kreativen Ideen postet.

 

Kontakt
T: 0043 (0) 699 1141 0972
office@wizardwool.at
www.wizardwool.at

 

Schulze, Ruthild

Heilpraktikerin und Dozentin für Chinesische Medizin

…ich lebe in Berlin, und schätze mich glücklich, das Filzen und Printen gefunden zu haben
–   absolut begeisterte Hobbyfilzerin !
… mein Herz hüpft, wenn ich kreativ mit Fasern umgehen darf….
danke an alle meine tollen Lehrerinnen und Filz-Färb-freundinnen!

 

23. Filzbegegnung des Filz-Netzwerk e.V.

  1. Filzbegegnung des Filz-Netzwerk e.V.

 Das 23. Deutschsprachige Filzertreffen findet im kommenden Jahr in Detmold/ Lippe statt.

  1. Do 15.3. – So 18.3.2018 oder
  2. 16.3. – So 18.3.2018
DJHB Detmold
Schirrmannstr. 49
32756 Detmold
Fon 05231-24739
Spannende und entspannende Momente werden an diesem Wochenende unter den Augen des „Herrmann“,
bei „ Jack the Lipper“ und einem besonderem Ort der Stille in der Abtei Marienmünster erlebt.
An diesem modernen Kraftort wird die Ausstellung „Gehalten und Getragen“ eröffnet.
Diese wird von den Mitgliedern des Filznetzwerks gestaltet und ist bis Anfang Mai zu besichtigen.
Wir wollen besonders unsere Gemeinschaft fördern, uns ungestört austauschen und filzen!
Am Freitag wird Helene Weinold zwei Workshops anbieten.
Damit wir mal über den „Filz-Tellerrand“ schauen, wird sie uns in die Herstellung von Posamentenknöpfen einführen.
Von Sonntagnachmittag bis Dienstag, dem 20.3.2018 werden Nachkurse angeboten (siehe Beschreibung auf den folgenden Seiten).
Planung und Kreativteam:
Stefanie Holzgräwe und Kathrin Bauerrichter
Bei Fragen: capokaba@web.de oder 0176-81652244

 Programmablauf

Donnerstag, 15. März
Anreise ab 16 Uhr
18:00 Abendessen
Anschließend „Meet and greet“
Freitag, 16. März
Nach dem leckeren Frühstück:
Filzprojekt, lasst Euch überraschen!
Workshop „Knopf trifft Filz 1“ (2 Stunden)
Mittagessen
Filzprojekt und Workshop „Knopf trifft Filz 2“ (2 Stunden)
Abendessen
Stadtführung: „Jack the Lipper“
Gemütlicher Ausklang
 Samstag, 17. März
Frühstück
9:30- max. 12.00 Mitgliederversammlung des Filznetzwerks e.V.
Mittagessen
14:00 Abfahrt nach Marienmünster zur Ausstellungeröffnung und Führung durch das Klosterareal
19:00 Abendessen in Detmold
Gemütlicher Ausklang
Sonntag, 18. März
Frühstück
Filzprojekt vorstellen und Ausklang
Abreise nach dem Mittagessen oder Nachkurse
Information zum Workshop „Knopf trifft Filz“
Posamentenknöpfe, in 200 Jahre alter Handwerkstechnik gefertigt, zieren
damals wie heute Jacken und Westen, lassen sich aber auch zu Schmuck
verarbeiten und für viele Filzprojekte als Tüpfelchen aus dem i einsetzen.
In diesem Workshop wird gezeigt, wie die kleinen Kunstwerke aus Holzrohlingen
und farbigen Garnen entstehen. Material kann vor Ort erworben werden.
Für den zweistündigen Workshop berechnen wir 10,- Euro Gebühr.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Also bitte auch mit anmelden.
Referentin: Helene Weinold, zertifizierte Knopfmacherin

 

Übernachtung:

Variante 1: Do 15.3- So 18.3.2018

Drei-, Vier- oder Sechsbettzimmer     190,00 €

Variante 2: Fr. 16.3.- So 18.3.2018

Drei-, Vier- oder Sechsbettzimmer      155,00 €

Nicht-Mitglieder zahlen 40,00 € Aufpreis.

Die Anmeldung schriftlich per Post oder Mail an

Stefanie Holzgräwe

Waldwinkel 4, 32805 Horn- Bad Meinberg;

per Fax an 05265-7595;

oder per Mail an capokaba@web.de

 

Die Platz- und Zimmervergabe erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldung.

Bei Absage bis 8 Wochen vor der Filzbegegnung werden 10 € Bearbeitungsgebühr fällig. Danach müssen wir leider den vollen Betrag berechnen, es sei denn, eine Ersatzperson wird benannt.

Nachkurse

  1. Kapuzenschal
Beim Spaziergang kann der Wind einem mächtig um die Ohren wehen. Da ist es gut, wenn man einen Kapuzenschal hat, der einen wärmt und schützt. Wir werden in diesem Kurs aus Chiffonseide und extrafeiner Wolle einen Kapuzenschal filzen, der von seiner Form in verschiedenen Variationen hergestellt werden kann. Auch passende Armstulpen können dazu gefertigt werden.
Referentin: Susanne Breuling, Textilgestalterin im Handwerk, Fachrichtung Filzen
  1. Filzen mit natürlichen Materialien
In diesem Kurs wollen wir Wolle mit natürlichen Materialien kombinieren. Wir filzen ein, was die Faser trägt. Entstehen sollen Objekte, die der Natur nahekommen. Als Vorlage dient uns das, was wir bei unseren täglichen Spaziergängen draußen finden: Ranken, Blätter, Moose, Flechten…! Ein Jeder kann sammeln und mitbringen, was er gefunden hat. Als Wolle eignen sich alle groben und gut filzenden Sorten, wie Bergschaf, Mongolisch Karakul etc. Es werden aber auch ausreichend Materialien vor Ort zur Verfügung stehen und können bei Bedarf erworben werden. Die Tage sollen ganz dem Experimentieren dienen. Die Ideen entstehen beim Werken!
Referentin: Gaby Wehrmeyer, zertifizierte Filzgestalterin
  1. Marionetten aus Filz
Marionetten verführen mit ihrer Leichtigkeit und spielerischen Eleganz. In diesem Kurs lassen wir eine fantasievolle Marionette entstehen. Nach der Ideenfindung und den ersten Entwürfen eines Wesens an Fäden werden die einzelnen Gliedmaßen, Körper und Gelenke gefilzt und zu einer einmaligen Figur zusammengefügt. Ein passendes Spielkreuz wird mit einfacher Methode hergestellt und die Marionette kann aufgebunden werden- fertig ist ein wunderbares Wesen:-) Für Anfänger geeignet
Referentin: Sandra Struck- German, freie Dozentin
  1. Sommerliche Mode-Accessoires
Der Nunofilz bietet uns eine gute Möglichkeit leichte, luftige Modeaccessoires herzustellen, ob sommerliche Loops aus Crinkle- Chiffon, verspielte „blütige“ Schals auf Pongee oder Chiffon, farblich abgestimmte Möbiuskragen. Aber auch ein Schal mit Gittertechnik ist möglich. So entstehen an dem Tag das passende Modeaccessoires zu dem gewünschten Outfit; als Hingucker oder einfach zur Ergänzung.
Referentin: Stefanie Holzgräwe, zertifizierte Filzgestalterin
 
Kurs 1:        Mo 19.3.- Di 20.3.2018
                     Montag von 8:30 -12:30 und 14:00- 18:00 Uhr
                     Dienstag von 8:30- 12:30 Uhr
                     Kursgebühr 115,00 €; 130,00 € für Nichtmitglieder
Kurs 2 + 3:   So 18.3.- Mo 19.3.2018
                     Sonntag von 15- 19:00 Uhr
                     Montag von 8:30- 12:30 und 14:00- 18:00 Uhr
                      Kursgebühr 115,00 €; 130,00 € für Nichtmitglieder
Kurs 4:           Di 20.3.2018
                      Dienstag von 8:30- 12:30 und 14:00 bis 18:00 Uhr
                      Kursgebühr 70,00 €; 80,00 € für Nichtmitglieder
 Für die Übernachtung und Vollpension fallen für 1 Nacht 35,00 €
und für 2 Nächte 70,00 € im Mehrbettzimmer an. Die Abreise kann auch am Mittwoch erfolgen (105,00 €)

Leipzig im Wollerausch…

…. und das Filz-Netzwerk mitten drin!

So kann es auf dem Leipziger Messegelände aussehen – dann so

und irgendwann dann so und so…

und wir waren glücklich hier:

Wir sind kaum zum Fotografieren gekommen, denn es gab tolle Gespräche, viele positive Kontakte, interessierte Fragen, unglaublich großes Interesse an Rohwolle und fleißige Workshopteilnehmerinnen. Wir sind ganz sicher: “Wir kommen wieder im Jahr 2019. Termin 13. und 14.04.19”

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Christine Manitz, die das Wollefest organisiert und “im Zaum” hält. Ganz große Klasse! Und wir bedanken uns bei allen, die uns unterstützt, ermutigt und besucht haben!

Dabei waren: Petra Ueberfeld, Barbara Steffen-Munsberg, Sabine Reichert-Kassube, Barbara Müller und Susnne Schächter-Heil

Filz-Netzwerk auf dem Leipziger Wollefest

Wir treffen uns auf dem Leipziger Wollefest  am 3. und 4. März 2018

www.leipziger-wollefest.de

Ihr findet unseren Stand auf der oberen Ebene der Glashalle!

Wir bieten hier auch Kurz-Workshops an:

Workshops am 3.3.18

11.00 Uhr bis 12.00 Uhr – Timpelfaxe – kleine gefilzte Wichtel mit Susanne Schächter-Heil – 10, 00 Euro

In diesem Workshop entstehen kleine, lustige Gesellen, die das Kinderspiel bereichern können oder als Glücksbringer willkommen sind. Die kleinen Timpelfaxe entstehen in Nassfilztechnik. Sie werden auch mit der Filznadel und der Reservierungstechnik Bekanntschaft machen und so, um eine kleine Filzerfahrung reicher, mit einem freundlichen Begleiter ins Wollefest-Getümmel zurückkehren.

13.30 Uhr bis 15.00 Uhr – Gefilzte Avatare mit Petra Ueberfeld – 15,00

In diesem Workshop werden Sie zarte Gebilde filzen, die sich fast wie von selbst in der Luft halten können. Sie arbeiten mit verschiedenen Wollen und einer speziellen Technik, die Ihnen Petra Ueberfeld gerne vermittelt. Die hier erprobte Technik lässt sich dann zu Hause in verschiedenen Größen umsetzen.  Die Teilnehmerinnen sollten etwas Filzerfahrung mitbringen.

15.30 Uhr bis 16.30 Uhr – Filz-Schmuck mit Barbara Steffen-Munsberg – 15,00 Euro

In diesem Workshop erleben Sie, wie aus schlichten Formen und mit Hilfe kleiner Tricks ein schönes Schmuckstück gefilzt werden kann. Für den Hals oder das Handgelenk kann in dieser Workshop-Zeit eine Filzarbeit entstehen, die mit Hilfe von Schablonentechnik und zeitversetzten Filzprozessen spannende Erkenntnisse ermöglicht. Mit neuen Filzideen inspiriert kann dann in der heimischen Filzerstube vieles Schönes entstehen. Ein wenig Filzerfahrung ist von Vorteil.

Workshops am 4.3.18

10.30 Uhr bis 11.30 Uhr – Timpelfaxe – kleine gefilzte Wichtel mit Susanne Schächter-Heil – 10, 00 Euro

In diesem Workshop entstehen kleine, lustige Gesellen, die das Kinderspiel bereichern können oder als Glücksbringer willkommen sind. Die kleinen Timpelfaxe entstehen in Nassfilztechnik. Sie werden auch mit der Filznadel und der Reservierungstechnik Bekanntschaft machen und so, um eine kleine Filzerfahrung reicher, mit einem freundlichen Begleiter ins Wollefest-Getümmel zurückkehren.

12.00 Uhr bis 13.30 Uhr –  Avatare mit Petra Ueberfeld – 15,00 Euro

In diesem Workshop werden Sie zarte Gebilde filzen, die sich fast wie von selbst in der Luft halten können. Sie arbeiten mit verschiedenen Wollen und einer speziellen Technik, die Ihnen Petra Ueberfeld gerne vermittelt. Die hier erprobte Technik lässt sich dann zu Hause in verschiedenen Größen umsetzen.  Die Teilnehmerinnen sollten etwas Filzerfahrung mitbringen.

14.00 Uhr bis 15.30 Uhr – Handschmeichler, Nadelkissen und mehr

mit Barbara Steffen-Munsberg 15,00 Euro

In Aufbautechnik können in diesem Workshop stabil gefilzte Fantasieformen je nach Lust und Laune entstehen. Hierbei können die vielfältigen Eindrücke vom Wollefest-Besuch farblich und in Formen verarbeitet werden. Sie können die entspannende und belebende Wirkung des Nassfilzens spüren und sich ein nützliches selbstgefilztes Kunststückchen mit nach Hause nehmen. Hier kann es dann noch bestickt werden und viele Freunde bekommen.

 

 

 

Filz-Netzwerk beim Leipziger Wollefest

11. Leipziger Wolle-Fest & Stoffmesse 3. und 4. März 2018
Am 3. und 4. März sind wir auf dem Leipziger Wollefest mit einem Stand und einem Work-Shop-Angebot vertreten!
Das ist eine tolle Gelegenheit uns kennen zu lernen, sich beim Filzen auch mal hinzusetzen und vom Trubel zu erholen, Erfahrungen auszutauschen oder überhaupt mit dem Filzen in Kontakt zu kommen! Und außerdem kann Frau den ganzen Tag rund um die Wolle alles bestaunen, was das Herz begehrt – Dank Christine Manitz vom “Leipziger Kreativ- und Strick-Café”

Ihr findet uns im 1. Stock der Glashalle! Wir freuen uns auf diese neue Erfahrung und auf all die filzbegeisterten Gespräche!

Unser Workshopangebot findet ihr hier leipziger-wollefest.de/workshopangebote

und hier: filznetzwerk.de/index.php/event/filz-netzwerk-auf-dem-leipziger-wollefest/

Wir sehen uns!

 

Februar 2018 – Zackelschaf – Walachenschaf

Zackelschafherde – Yasmin Groß

Das Zackelschaf

Geschichte:

Der Ursprung aller Zackelschafe geht auf das Wildschaf Urial, welches im südwestasiatischen Raum domestiziert wurde, zurück und dürfte es seit ca. 5000 Jahren geben. Das heutige ungarische Zackelschaf entstand vermutlich vor ca. 1100 Jahren durch die Vermischung einiger Karpatenrassen. Damals gab es in Südost Europa eine Vielfalt von verschiedenen lokalen Rasseschlägen, von denen aber nur wenige erhalten geblieben sind. Anfang des 19.ten Jahrhunderts galten Zackelschafe vom Aussterben bedroht und nach dem zweiten Weltkrieg waren auch von dieser Rasse nur noch eine geringe Zahl von Tieren erhalten geblieben. Durch intensive Zuchtbemühungen in Deutschland und Ungarn beträgt der gesamte Bestand der   ungarischen Zackelschafe derzeit ca. 3500 Tiere.

Rassebeschreibung:

Das bekannteste und sichtbarste Merkmal dieser mittelgroßen, robusten und sehr widerstandsfähigen Tiere sind die korkenzieherförmig gedrehten Hörner. Die V-förmig abstehenden Hörner sind bei dieser Rasse nicht nur bei den Böcken anzutreffen, sondern ebenfalls auch bei den weiblichen Tieren. Sie werden bei den Auen bis zu 40cm lang und bei den Böcken können sie bis zu einem Meter Länge erreichen. Das Zuchtziel dem ungarischen Rasseschlag ist, dass die Hörner in einem Winkel von 90 Grad auseinander stehen. Es gibt aber häufig Tiere, bei denen sie auch weiter auseinander stehen.
Zackelschafe sind nicht nur äußerst genügsam was den Futteranspruch angeht, sondern auch sehr lebhafte und wachsame Tiere, die schnell flüchten. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen und selten trifft man auf sehr zutrauliche Tiere.
Die Rasse gilt als mäßig fruchtbar und ist streng saisonal brunftig. Die Auen bekommen im zeitigen Frühjahr meist nur ein Lamm, welches sie fürsorglich aufziehen.

Es gibt Zackelschafe in einem dunklen und einem hellen Farbschlag. Während die Lämmer des dunklen Farbschlages mit seidig schwarz glänzenden Locken auf die Welt kommen und im Laufe der Jahre immer mehr ergrauen, haben die Lämmer des hellen Farbschlages zu Beginn eine rötlichbraune Färbung, die mit der Zeit immer stärker aufhellt.
Als wirtschaftlicher Fleischlieferant gilt diese Rasse nicht. Die Auen werden meist 35-50kg schwer und die Böcke können ein Gewicht von ca. 55-75kg erreichen. Besonders hervorstechen diese Schafe durch ihre gute Resistenz gegen Klauenerkrankungen wie Moderhinke.

Viele Menschen sprechen bei Zackelschafe von sehr eleganten Schafe. Wer einmal eine Gruppe dieser Tiere beobachten durfte, wie sie mit hoheitsvoll gehobenen Kopf und den beeindruckenden Hörnern laufen, weiß genau was damit gemeint ist.

Zackelschafrauen – Foto Yasmin Gross

Walachenschaf:

Geschichte

Das Walachenschaf wurde vor ca. 300 Jahren mit dem Stamm der Walachen in die mährischen Beskiden, Tschechien, eingeführt und dort als genügsames Milchschaf gehalten. Daher stammt auch der Beiname mährisches Zackelschaf. In diesen drei Jahrhunderten entwickelte sich so in Tschechien, der Slowakei und Südpolen eine eigenständige Rasse.
Leider wurde dieser Typ durch Einkreuzungen von Milch- und Fleischschafen in den frühen 1980zigern wirtschaftlicher gemacht und zu den Rassen Valaskaschaf und Cakiel umgezüchtet.
Nur eine sehr kleine reinrassige Restpopulation konnte erhalten werden und bildet den Ursprung der gesamten heutigen Population. Der deutsche Bestand geht auf zwei Böcke und sechs Auen zurück.
Und auch heute sind in Tschechien und Deutschland nur noch jeweils ca. 250 Muttertiere und rund 50 Zuchtböcke verzeichnet. Diese geringe Zahl macht einen bewusst wie selten diese Tiere sind.

Rassebeschreibung

Diese Schafe aus der Gruppe der Zackelschafe ist ebenfalls mittelgroß und feingliedrig. Im Gegensatz zu den ungarischen Zackelschafen ist hier oft nur der Bock gehörnt. Diese haben ausgeprägte, spiralförmig gedrehten Hörner, welche seitlich abstehen und sind bis zu 50cm lang werden. Die weiblichen Tiere hingegen sind nicht immer gehörnt, aber wenn sie es sind, dann sind die Hörner meist wesentlich kürzer und weniger gewunden. Die Tiere sind am Körper weiß bewollt, lediglich der Kopf ist häufig dunkel gesprenkelt oder gefleckt. Früher gab es oft auch dunkle Tiere in braun oder grau, aber erst langsam gibt es wieder ein paar dunkle Schafe in den heutigen Zuchten. Der Charakter der Tiere zeichnet sich durch ihre temperamentvolle und ebenfalls sehr wachsame und scheue Art aus. Sie sind genügsame und widerstandsfähige Landschafe eignen sich besonders gut zur Landschaftspflege auf extensiven, trockenen Flächen.

Die Altböcke haben eine Schulterhöhe von ca. 70cm und können zwischen 65-75kg schwer werden. Die Auen bleiben oft 10-15cm kleiner und sind mit einem Körpergewicht von 40-55kg leichter.

Zackelschafherde – Foto Julius Richter

 

Wolle:

Die Wolle beider Rassen ist mischwollig und zählt zu den groben Wollsorten. Vor allen Walachenschafwolle ist oft mit Wolle von Schnucken zu vergleichen. Aus diesem Grund ist die Wolle, ebenso wie die Schnuckenwolle, häufig als Abfallprodukt angesehen.

Zackelschafwolle filzt so gut, sodass sie oft schon am Schaf verfilzt und das Vlies an einem Stück vom Schaf geschoren wird.

Beide Rassen haben sehr lange Grannen (Meist bis zu 30cm), die je nach Tier mehr oder weniger lockig am Körper herabfallen. Über den Durchmesser der Wollsorten ist wenig zu finden. Die Unterwolle der Zackelschafe hat einen Durchmesser von 16-30 mic und die Grannenhaare 40-60mic. Allein diese Spanne zeigt wie unterschiedlich die Wolle dieser Rasse ist.

Der Wollertrag liegt meist bei:

Zackelschaf:  Altböcke – 3-4kg, Mutterschafe –  1-2kg
Walachenschaf: Altböcke 4- 5kg, Mutterschafe –  2kg

Text Yasmin Gross

Zackelschafwolle – Foto Margit Röhm

Filzeigenschaften der Wolle vom Zackelschaf

Wolleigenschaften und Besonderheit

Lockere Zackelschafwolle aus Frühjahrsschur nicht verfilzt

Bevor wir uns mit den Filzeigenschaften der Wolle beschäftigen, möchte ich die Wolle erst einmal eingängig betrachten. Wenn wir Zackelschafwolle  von verschiedenen Tieren haben, dann stellen wir fest, dass diese nicht nur eine breite Farbvielfalt aufweisen, auch die Haptik und die Lockenform können stark variieren. Zackelschafwolle gibt es in fast schwarz bis weiß in allen grau-Silberschattierungen. Teilweise finden wir an einem einzigen Schaf Schattierungen von schwarz bis silbergrau.

vollständig verfilztes Vlies aus später Frühjahrsschur

Außerdem sind die Locken teils stark gekräuselt und teilweise fast glatt. Und genau so verhält es sich auch mit der Feinheit der Wolle. Natürlich hat das einerseits mit dem Alter der Tiere zu tun und Wolle vom Bock ist oft gröber wie die der Schafe, tatsächlich entwickelt aber jedes einzelne Tier seine charakteristische Wolle und Farbe. Beim Einkauf ist also dringend dazu zu raten, die Wolle anzusehen.

Eine weitere Eigenschaft der Zackelschafwolle sollte dringend berücksichtigt werden, Zackelschafe werden teilweise zwei  Mal im Jahr geschoren. Dabei ist die Qualität der beiden Schuren komplett anders. Während die Wolle der Frühjahrsschur sehr viel Unterwolle aufweist  und ein schönes zusammenhängendes, teilweise verfilztes Vlies bildet, lassen sich bei der Herbstschur nur einzelne Locken, nicht aber ein zusammenhängendes Vlies finden. Die Verarbeitung der Herbstschur ist deshalb ganz anders, als das der Frühjahrsschur.

Eine letzte Eigenheit der Wolle läßt sich zwar bei vielen Schafrassen beobachten, beim Zackelschaf kommt es aber leider sehr häufig zu diesem Phänomen. „Die Dreigeteilte Wolle“

Ich habe hier das Vlies eines etwas in die Jahre gekommenen Zackelschafbockes, das sich im Rückenbereich zu einem brettharten Stück  Fell verfilzt hat. Wenn ich  nun einen Stapel der Wolle losreiße, so stelle ich fest, dass die dickste Stelle nicht wie zu vermuten an der Schnittkante liegt, sondern ca. 2cm davor. Wir haben also die langen Locken, dann einen dicken Bereich Unterwolle und danach wieder nur die Grannenhaare mit nur sehr wenig Unterwollhaaren.

Die Erklärung ist dabei sehr einfach: Das Zackelschaf gehört zu den eher ursprünglichen Schafrassen, die bei der ersten Hitzewelle des Jahres die Unterwolle verlieren. Da die langen Haare aber nicht mit ausgehen, bleibt die Unterwolle im Fell hängen. Die langen Haare wachsen, mit ein wenig Sommerunterwolle weiter und bilden das Sommerfell. Wenn die Schafe jetzt nicht bald geschoren werden können, so verfilzt die lose Unterwolle zwischen den Granenhaaren zu einem dicken festen Filz. Leider hatten wir in den vergangenen Jahren häufiger eine kurze Hitzeperiode schon im April und dann einen sehr kühlen und nassen Mai, so dass die Schafe teilweise erst im Juni geschoren wurden. Die Wolle war dann schon ca. 2cm nachgewachsen und das führt zu dieser Dreiteilung der Wolle. Deutlicher ist dieses Phänomen bei der Moorschnuckenwolle zu sehen, bei der allerdings die Unterwolle nicht zu Verfilzungen neigt.

Die Verarbeitung einer solchen Wolle ist extrem schwer, was die Qualität extrem mindert.

 

Filzeigenschaften

Nach dieser etwas längeren Betrachtung der Wolleigenschaften, müssen wir dies auch bei den Filzversuchen berücksichtigen. Wir haben also einerseits normal geschorene Frühjahrswolle mit viel Unterwolle und langen Locken, außerdem die deutlich kürzere Zweitschur mit wenig Unterwolle und zum Schluss möchte ich versuchen die reinen Locken des verfilzten Vlieses abzuschneiden und zu verfilzen.

Nachdem die Wolle sehr locker und auch erstaunlich sauber vorliegt, ist das Auslegen erstaunlich einfach. Nur bei den abgeschnittenen Locken müssen die einzelnen Stapel mit etwas mehr Sorgfalt auseinandergezupft werden.

Auch beim Nässen zeigt sich die Wolle erstaunlich kooperativ und es bedarf nicht sonderlich viel Seife, um sie nass zu bekommen. Es ist auch schon bei der vorherigen Betrachtung aufgefallen, dass Zackelschafwolle nicht sonderlich viel Wollfett aufweist.

Erstaunlich ist schon beim Anfilzen, dass sich alle drei Flächen ganz ähnlich verhalten. Auch erstes Reiben zeigt sehr schnell gute Filzerfolge. Bis die Flächen allerdings schrumpfen und einen festen, belastbaren Filz ergeben, bedarf es einige Zeit. Die Ergebnisse betätigen dann aber endgültig, dass  bei der Zackelschafwolle nicht nur die Unterwolle gute Filzeigenschaften aufweist sondern auch die langen Locken. Es handelt sich dabei also streng genommen nicht um Granenhaare, sondern um lange Wolllocken.

Diese besondere Eigenschaft der Zackelwolle macht uns deshalb das Filzen eines schönen Filzfelles deutlich schwerer, als wir es z.B. von der Heidschnucke kennen. Wer beim Filzen nicht gut aufpasst, dem kann es durchaus passieren, dass die Locken mit einfilzen und nur eine dicke Filzfläche entsteht.

Da wir aber die Wolle nicht dachziegelartig auslegen sondern senkrecht auf die Unterlage stellen, ist diese durch etwas Sorgfalt und zeitweises Lösen der Locken auch leicht zu vermeiden.

Fazit:

Zackelschafwolle ist zwar etwas zickig und nicht so sehr weich, bietet aber durch seine Varietät so viele Möglichkeiten, dass sie sich wie kaum eine zweite für besondere Fell- und Lockeneffekte eignet. Die Farbliche Vielfalt und auch die unterschiedlichen Locken lassen die unterschiedlichsten Fellstrukturen entstehen. Allerdings ist der Einkauf von Zackelschafwolle  mit Vorsicht zu genießen, da die Qualität, Farbe und Weichheit von jedem Vlies extra bewertet werden muss und von Jahr zu Jahr stark variiert.

Die Länge des vorliegenden Textes mag den interessieten Lesern aber zeigen, dass sowohl Yasmin, als auch ich vollkommen verliebt in diese Wolle sind und sie immer wieder mit großer Leidenschaft verarbeiten.

Text und Fotos – Margit Röhm