Coburger Fuchsschaf

Geschichte  

Das Coburger Fuchsschaf ist es eine jahrhundertlang bodenständige Landschafrasse der Mittelgebirge über nationale Grenzen hinaus und nicht nur in Deutschland. Tiere dieses Typs sind auch in Nordafrika und Nordamerika nachweisbar. Charakterisiert sind die “Füchse“ durch die rotbraune Färbung von Kopf und Beinen und durch die zumeist melierte Wolle, das sogenannte “Goldene Vlies”.

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts waren 60% des Schafbestandes in der Provinz Coburg fuchsköpfige, schlichtwollige Schafe, daher der heutige Name.

Foto Susanne Breuling
Foto Susanne Breuling

Das Zuchtziel bei den Coburger Füchsen ist zwar nicht ein Vlies aus Gold, aber die Schafe sollen eine Wolle mit goldenem Farbton und viel Glanz tragen; dabei gibt es bei den verschiedenen regionalen Schlägen eine große Bandbreite des Farbtons vom hellen Grundton bis zum dunklen Goldton.

(Quelle: AG Fuchsschaf)

 

Rassebeschreibung

Das Coburger Fuchsschaf ist eine alte Landschafrasse, die ursprünglich in vielen Mittelgebirgsregionen beheimatet war, z. B. Eifeler und Hunsrücker Rotköpfe, Westerwälder, Eisfelder und Oberpfälzer Füchse, Coburger Fuchsschafe. Als Coburger Fuchsschaf wurden diese Fuchsschaftypen 1966 von der DLG als Rasse anerkannt.

Foto Susanne Breuling

Das Coburger Fuchsschaf ist ein mittelgroßes, edles Schaf, mit hornlosem, schmalem Kopf, der bis hinter die Ohren unbewollt ist, von goldgelber bis rotbrauner Farbe. Eine leichte Ramsnase ist möglich. Die Beine sind fein- bis mittelknochig, unbewollt und von gleicher Farbe wie der Kopf; trockenes Fundament und feste Fesseln.

Das Vlies der Lämmer ist rotbraun und hellt mit zunehmendem Alter auf, wobei das charakteristische rotbraune Stichelhaar bleibt. Das Vlies der erwachsenen Tiere hat einen deutlichen

Foto Klaus Sauter – Wutachschaf

Glanz, der Farbton erstreckt sich vom hellen Grundton bis zum dunklen Goldton („Goldenes Vlies“).

(Quelle: AG Fuchsschaf)

Foto Klaus Sauter – Wutachschaf
Die rotbraunen Stichelhaare sind im Vlies gut erkennbar
verbleibende Stichelhaare in der Filzprobe

 

 

Wolle

Wollertrag:
Böcke 4 – 5 kg
Mutterschafe 3 – 4 kg

Feinheit: 32 – 36 Mikron, mittelfeine Kräuselung

Stapellänge: 10 – 17 cm bei einer Schur im Jahr auch bis 20 cm

 

Filzeigenschaften

Für die Filzproben wurden zwei verschiedene Wollpartien genommen. Eine feine vom Rücken (li.) und eine grobe vom Bauch (re.)
Von Jeder Wollpartie wurden einmal 3 g und 10 g ungewaschenes Material verwendet und immer auf einer Fläche von 20 x 20 cm ausgelegt.

Ergebnis nach dem Anfertigen der Proben

Bauchpartie

Größe vor dem Filzen 3g 20 cm x 20 cm
10g 20 cm x 20 cm
Größe nach dem Filzen 3g 7 cm x 7 cm
10g 11 cm x 11 cm
Gewicht nach dem Filzen 3g 2,4 g
10g 7,9 g
Schrumpf nach dem Filzen 3g 2,85
10g 1,81

Rückenpartie

Größe vor dem Filzen 3g 20 cm x 20 cm
10g 20 cm x 20 cm
Größe nach dem Filzen 3g 6 cm x 6 cm
10g 11 cm x 11 cm
Gewicht nach dem Filzen 3g 2 g
10g 7 g
Schrumpf nach dem Filzen 3g 3,3
10g 1,81

Fazit

Die Feinheit der Wolle des Coburger Fuchsschafes liegt im mittleren Bereich. Sie lässt sich gut verdichten, braucht allerdings sehr lange zum Anfilzen. Viele Stichelhaare stehen nach dem Filzen ab und das Filzstück fühlt sich dadurch eher rau und kratzig an.

Die Oberfläche lässt sich aber gut rasieren. Die Wolle lässt sich auch gut verspinnen und weben. Daraus ergibt sich der Einsatzbereich für Bekleidung (z. Bsp. Jacken, Westen, Socken).Ebenso kann sie gut für Hausschuhe und Teppiche verwendet werden. Das verfilzen zu einem Fellchen funktioniert sehr gut. Die gewaschene Wolle lässt sich auch gut mit Pflanzenfarben und Säurefarben anfärben

Text und Fotos Susanne Breuling