5. Dezember

Im Märchen von den Wichtelmännern kommen zwei Wichtel zu einem Schster und helfen ihm aus der Not. Jede Nacht nähen sie ihm Schuhe von so wunderbarer Qualität, dass es ihm bald besser geht. Zum Ende der kleinen Geschichte näht die Schsutersfrau den Helferlein neue Kleider.

Ich denke, in der Vorweihnachtszeit hätten wir alle gerne Besuch von solch kleinen Kerlen in der Werkstatt oder im Atelier. Dann würden sie, wir, uns sicherlich die Erlaubnis geben, sich jeden Tag den Freiraum für eine ruhige Pausenzeit zu nehmen! 😉 Oder etwa nicht?

Der kleine Wicht auf dem Foto stammt von Rotraud Reinhard, ist perfekt angezogen und gut ausgerüstet für den Schnee, der hie und da schon liegt!

Habt eine erholsame Nikolausnacht!

4. Dezember

Als mir Delia Grimm dieses Foto zuschickte, fiel mir neben der liebevollen Filzarbeit sofort der Titel ins Auge. “Warten” stand da unter dem Bild. Wenn ihr gerade Pause macht, dann wartet ihr hoffentlich nicht darauf, dass sie zu Ende geht. Na ja, es kann ja sein, dass ihr noch auf die Pause wartet oder auf den Feierabend. Manch eine von uns wartet vielleicht heute schon auf das Wochenende und die Kinder ganz sicher auf den Nikolaus. Und irgendwie warten wir alle auf die Weihnacht.

Was machen wir eigentlich mit der Wartezeit, mit der an der Haltestelle, mit der beim Arzt oder vor dem Bürgerbüro… ? Wer schafft es, diese Zeit als Ruhezeit umzudeuten? Neue Kraft in sich zu suchen, so wie die beiden Pflänzchen in der Hülle und nicht voreilig das Ziel anzuvisieren? Warten kann so wunderbar sein und uns mit Eigenzeit beschenken, die wir uns sonst nie nehmen würden.

 

3. Dezember

3. Dezember und erster Adventssonntag. Zeit für die erste Kerze am Adventskranz. Was eine Filzerin, die ihre handwerklichen Kenntnisse gerne weiter geben möchte, so alles erlebt mit einem Adventskranz, das erzählt euch heute Christine Rusch.

 

Für einen Kurs Ende November hatte ich das Thema “Advents- und Türkränze” gewählt. Wegen schleppender Anmeldungen wollte der Veranstalter ein aussagekräftiges Foto von einem Adventskranz haben – für  Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.
An und für sich kein Problem, wir leben auf der Schwäbischen Alb und ausser den typischen Buchenwäldern gibt es hier natürlich auch Tannen und Fichten.
ABER – es war der WonnemonatMai! Die Nadelbäume hatten dank des warmen Wetters bereits kräftig ausgetrieben. Ich rüstete mich trotzdem mit Rebschere aus und verschwand im finstersten Tann auf der Nordseite unseres Hausberg. 
Es gab keinen einzigen Zweig ohne frisches Grün!
Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich einen Adventskranz mit Maigrün gebunden habe. 😀
Christine Rusch

In der Zeit gedanklich hin und her zu springen, ist etwas, was uns allen im Zusammenhang mit der Advents- und Weihnachtszeit geschehen kann. Ein kluger Mann hat mal gesagt, dass das was wir wahrnehmen, eigentlich schon Vergangenheit ist. Vielleicht träumen wir uns deshalb so gerne in die Zukunft. Ob im Mai oder im Dezember! Wer weiß das schon!

Vielleicht habt ihr heute Zeit, mit Familie oder Freunden zusammen zu sein oder ihr schmückt einen Weihnachtsmarkt mit eurer Anwesenheit, eure kreativen Arbeit und den Gedanken, die ihr euch das ganze Jahr über gemacht habt. Genießt die Geschichte, die Idee und habt einen friedvollen Adventssonntag!

2. Dezember

Dieses kleine Glücksschäfchen von Annemie Koenen kommt so bescheiden wie kunstvoll daher. Es schaut gar nicht direkt zu uns her, es ist einfach da. Vielleicht ist es ja das, was es manchmal so schwer macht, das Glück, welches uns umgibt, zu sehen. Es ist leise, zurückhaltend und abwartend. Die Vögel im Garten kann ich nur sehen, wenn ich einen Augenblick inne halte und mir die Zeit nehme, sie zu beobachten. Der kleine glückliche Moment kann nur kommen, wenn wir ihm den Weg öffnen.

Ach ja, heute schon Pause gemacht und mal aus dem Fenster geschaut?

1. Dezember

Eigentlich ist es ja ein Tag wie jeder Andere. Ein Freitag, der uns auf das Wochenende einstimmt, der für viele der “letzte Arbeitstag der Woche” ist. Und doch ist der Tag heute ein klein Wenig besonders. Er eröffnet den letzten Monat des Jahres, bringt uns den Advent – eine Zeit im Jahr, die uns alle als die “besinnliche” bekannt ist. Vielleicht wird uns gerade heute klar, dass es nur noch 23. Tage bis zum Weihnachtsfest sind und schon kommt Betriebsamkeit auf, bei manchem sogar Hektik.

Nimm Dir einen Tee und 10 Minuten Zeit – deine ganz persönliche Zeit! Ab heute, jeden Tag 10 Minuten für Dich selbst. Egal ob beim Blick aus dem Fenster oder mit geschlossenen Augen. Dies ist ein Gutschein für “Deine 10 Minuten”! Vielleicht hilft Dir ja das gefilzte Bild von Annette Prüße ein wenig zu träumen, die Gedanken ziehen zu lassen, wie ein Schiff vor dem Wind! Mal nicht sofort ankommen müssen, sich treiben lassen … wir kommen darauf zurück.

Habt eine gute Adventszeit!