Seife, Säure, Wasser (warmes, kaltes, flüssiges, gasförmiges)

Wir kennen zwei, sich grundsätzlich voneinander unterscheidende Arten der Filzherstellung. Das Trockenfilzen mit speziellen Nadeln und das Nassfilzen. nadelnBeim Trockenfilzen können alle biegeweichen Fasern verwendet werden.
Das Nassfilzen erfordert ganz spezielle Faseroberflächen wie wir sie nur bei natürlichen Haaren, vor allem der Wolle von Schafen, vorfinden.
Wir nennen dieses Verfahren „Nassfilzen“ weil der Filzvorgang unbedingt die Anwesenheit von Wasser erfordert.
Dabei spielt der Aggregatzustand des Wassers eine wesentliche Rolle. Zusätzlich können wir dem Wasser bestimmte Zusätze beigeben, die den Vorgang erleichtern.
Die Überschrift gibt einen Hinweis worauf es ankommen kann und wie sich die unterschiedlichen Zustände des Filzmediums auswirken.

Ihr findet hier zukünftig einzelne Kapitel zu den verschiedenen Themenbereichen.

 

1. Kapitel
SchafeWollfasern sind sogenannte tierische Textilfasern. Sie werden zur Herstellung von Textilien verwendet.
Die Fasern sind die komplexesten, also vielseitigsten Fasern überhaupt.HAARE01
Sie haben in der Natur sehr wichtige und interessante Aufgaben. Es gibt mehrere Haararten an ein und demselben Tier. Diese erfüllen jeweils spezielle Aufgaben. Wir nennen sie Wollhaare, Deckhaare, Leithaare und Borsten.

Uns interessieren hier nur die Wollhaare. Ihre Aufgabe in der Natur besteht darin die Hautoberfläche haare wollesowohl gegen Kälte als auch gegen große Wärme zu schützen. Der Bereich der Wollhaare ist die Klimazone, die sich den jeweiligen Gegebenheiten exakt anpasst. Wollhaare sind Saisonhaare, die mindesten zweimal im Jahr ausgetauscht werden. Bei Wärme fallen viele aus und es bleibt nur ein kleiner Teil auf dem Tier um gemeinsam mit den Deckhaaren die Haut zu beschatten. Bei Kälte wachsen sie intensiv und bilden unter den Deckhaaren ein wärmendes, isolierendes Polster.
Saisonhaare bestehen durch und durch aus Keratin, sie haben keinen Markstrang, der bei den Deckhaaren die Haare mit Nährstoffen versorgt. Deckhaare sind genau genommen ganz feine RöhrchenHaare deck. Das macht sie formstabil. Wollhaare sind ( abhängig von der Dicke ) sehr biegsam. Bei den allermeisten Schafrassen sind die Wollhaare gekräuselt. Und zwar als Wendel, sie bilden eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Schraubenstruktur. Man spricht meist von Bogigkeit, was aber speziell bei den feinen Haaren vom Merinotyp absolut falsch ist.Faserwendel 1

Diese  bilden immer eine Schraubenlinie. Das merken wir uns, das ist wichtig.Wollhaare sind meist sehr dünn, haben keinen Markstrang, sind sehr biegsam und schraubenförmig gekräuselt

Soweit das Äußere in Kürze!

Wichtiger ist der innere Aufbau von Wollhaaren! Dieser ist wie schon erwähnt sehr komplex. Er besteht aus mehreren Zonen. Wir beginnen innen im Kern und gehen schichtweise nach außen.
Dabei verzichten wir auf die Beschreibung der zwar wichtigen, aber sehr komplizierten chemischen Vorgänge.
Bei Haaren (im Gegensatz zu Wollen) ist in der Mitte der Faser der Markstrang. Von dort ab gleichen sich Verhältnisse
Den größten Teil der Faser, das Zentrum nennen wir Cortex. Dieser wird gebildet aus eng aneinander liegenden feinen Fibrillen (spindelförmige Stäbchen). Eingebettet sind sie in eine Art Zement.
Aus dem gleichen Werkstoff liegt eine dichte Haut um den Cortex. Wie ein Schlauch. In diese Zwischenmembran sind rundum und in ganzer Länge feine Schuppen eingebettet. Sie bilden eine Art Panzer. Sie sind jeweils an der Wurzelseite der Faser fest mit der Membran verwachsen. Etwa zwei Drittel einer Schuppe liegt frei an. Den Bereich der Schuppen nennen wir Cuticula. Nur diese sehen wir. Optisch gleicht die Oberfläche der Faser einem Fichtenzapfen bei dem die Schuppen fest anliegen.
Zusammenfassung: diesmal von außen nach innen.
Haare haben alle eine Cuticula, einen aus ziemlich harten Schuppen gebildeten Panzer.
Die Schuppspindelzelleen sind verwachsen in einer Zwischenmenbran. Diese umschließt den Innenbereich, den Cortex mit eine Art Schlauch.
Der Innenbereich, der Cortex besteht aus kurzen kristallinen Fibrillen, die ihrerseits in eine Masse eingelagert sind, die der Zwischenmembran entspricht.
Wenn innerhalb einer Masse eines Werkstoffes alle Moleküle wahllos, chaotisch durcheinander angeordnet sind. Nennen wir sie AMORPH (Ungerichtet)
KRISTALLIN nennen wir einen Stoff dann, wenn alle Moleküle in einer stabilen, fest ausgerichteten Anordnung liegen
Amorphe Bereich sind wenig stabil, dies sowohl chemisch als auch physisch.
Kristalline Bereiche sind, je nach der Strenge der Ausrichtung sehr stabil, sowohl chemisch als auch physisch.

2.Kapitel.

Thermoreg 1Die Thermoregulation und die Rolle des Haarkleides.

Ursprünglich gab es auf der Erde ausschließlich wechselwarme Lebewesen. Die Körpertemperatur entsprach der Umgebungstemperatur.

Vor etwa 70 Millionen Jahren entstanden, zunächst recht kleine, Lebewesen deren Nervensystem und Gehirne eine konstante Temperatur voraussetzten. Es entstanden die Warmblüter.

Um die Körperwärme gleichmäßig zu erhalten entwickelten sich Systeme, die sowohl Wärme abbauen, als auch Wärme hinzufügen können. Der Fachbegriff dafür ist Thermoregulation.

Sie fußt auf einer Fähigkeit durch Nahrungs-Verbrennung Energie für Arbeit aber auch zur Erwärmung bei Kälte zu erzeugen.

Bei Wärmeüberschuss schwitzt man. Der Körper scheidet im Schweiß Wasser ab, dieses verdampft auf der Hautoberfläche und kühlt sie.

Diese Tiere haben ein Haarkleid zur Isolierung, Wasseraufnahme, Wasserabgabe und – nicht zu vergessen – zum Schutz gegen Witterungseinflüsse.

Das Haarkleid setzt sich aus verschiedenen Haartypen zusammen: den Wollhaaren (Isolierung und Thermoregulation) den Deckhaaren  (Schutz des Tieres gegen Witterung und sonstige Störungen), den Leithaaren (sie geben dem Haarkleid die Struktur) und den Borsten (meistens als Tasthaare).

Uns interessieren nur die Wollhaare. Die Funktion: der Körper wird zu warm, er scheidet Wasser aus, dieses verdampft auf der Hautoberfläche und kühlt dadurch. Der Dampf wird von den Wollhaaren auf genommen und gespeichert.  Innerhalb der Faser kondensiert der Dampf zu flüssigem Wasser. Dieses Wasser wird chemisch sehr lose gebunden und ist erste einmal weg. Wollfasern können bis zu 30% ihres Körpervolumens an Wasser speichern. Ändern sich die Verhältnisse diffundiert dieses Wasser über eine Dampfphase wieder heraus und wird von der Umgebung aufgenommen.

 

Dieses System hat sich in Millionen von Jahren gebildet und optimiert. Es funktioniert optimal. Aber….  Nur wenn der Mensch nicht eingreift. Durch Zucht und Anpassung an die Wünsche der Menschen sind diese Systeme oft gestört, haben mache Fähigkeiten verloren oder so abgeändert, dass sie dem Menschen dienen. Oft auf Kosten der natürlichen Gegebenheiten.

Wschuppen trockenie die Wollhaare das machen lesen wir im nächsten Kapitel

Piechotka Marlies, eine Hommage an FRIDA KAHLO mit einer Vernissage bei CREA TIME

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Inspiriert vom Lebenswerk der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo (1907-1954) entwarfen Gabi und Marlies Piechotka Kleider aus Seide und Wolle und malten Gabriele Sättler-Döppner und Werner Döppner klein- und großformaige Bilder. Seit dem Besuch der Frida Kahlo-Retrospektive 2010 in Berlin im Martin-Gropius Bau hegt Marlies Piechotka den Wunsch, eine Hommage an Frida Kahlo im Rahmen einer Ausstellung zu präsentieren. Für dieses spannende Projekt konnte sie die Künstler Gabriele Sättler-Döppner und Werner Döppner mit Gemälden begeistern. Frida Kahlo hat es wie keine andere Künstlerin verstanden, biographische Aspekte in ihrer Kunst und Mode zum Ausdruck zu bringen. Eine Frida-Mode-Performance begleitet die Präsentation der Werke am 19.3. bei Crea Time in der Friedrichstraße 13 in der Zeit von 11 bis 17 Uhr.  Die Ausstellung mit den Bildern aus dem Atelier Sättler-Döppner ist bis zum 16.4. zu sehen. 

Das HR Fernseh-Team hat im Pförtnerhäuschen und im Geschäft Crea Time über unsere Ausstellung gedreht und dies wird am Freitag 18.3. im hr Fernsehen um 18:45 Uhr im Hessen Tip gesendet.

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Der sagenhafte Stoff: Seide

Satin, Brokat, Organza, Georgette, Pongée, Chiffon … Seidenfasern in Seifen zur Unterstützung der Griffigkeit, als Pulver in Kosmetika und vieles mehr. Wir tragen sie, wir stricken und weben mit Seide, wir filzen sie ein – wir benutzen sie auf vielfältigste Weise, jedoch wo kommt sie her und wie entsteht sie?

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Seide entsteht aus dem feinen Faden, mit der sich die Seidenraupe einspinnt. Seidenfasern haben manche mit der Wolle vergleichbare Eigenschaften: Wärmend im Winter sind sie eine strapazierfähig Proteinfaser, die ebenfalls bis zu 30% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen kann, darüber hinaus auch noch herrlich kühlend im Sommer, sehr leicht und extrem belastbar.

Einzig „Crêpe de Chine“ gibt einen Hinweis auf ein Ursprungsland der Seide. Archäologische Funde belegen, dass auch entlang des Indus bereits 2800 v. Chr. Seide gewonnen wurde. Dabei handelte es sich jedoch um eine Rohseide.
Von verschiedenen wildlebenden Seidenspinnern wird auch heute noch Seide gewonnen. Der Atlasspinner ist der größte unter ihnen, aus seinen Kokons wird die“ Fagara-Seide“ hergestellt, „Eri-Seide“ aus den Kokons des Götterbaumspinners, „Tussah-Seide“ (Wildseide) kommt vom Eichenbaumspinner und „Muga-Seide“ – die goldene – kommt vom Mugaseidenspinner, den es einzig in der Gegend von Assam gibt, denn nur dort wächst „sein“ Baum: der Soalu Baum.

1a Seidenfalter
Den Chinesen gelang es jedoch den Maulbeerseidenspinner (Bombyx mori)  zu domestizieren und dadurch eine wesentlich effektivere Seidenproduktion zu erreichen. So wurde die chinesische Seide zum begehrten Handelsgut und das Geheimnis der Zucht war streng geheim. Es war bei Todesstrafe verboten, die Raupen oder ihre Eier außer Landes zu bringen. Aber Werkspionage gab es bereits im Mittelalter: so soll es zwei persische Mönche um das Jahr 550 herum gelungen sein, Eier in ihren ausgehölten Pilgerstäben nach Konstantinopel zu schmuggeln. Zu allen Zeiten haben Herrscher verschiedenster Länder immer wieder versucht ihre eigene Seidenproduktion zu betreiben. So entstanden überall dort auch Maulbeerplantagen, da sich der Bombyx mori ausschließlich von den Blättern dieses Baumes ernährt. In Deutschland z. B. finden sich noch heute Überreste von Maulbeerbaumplantagen von Brandenburg (im 17. Jh. Erstmals durch Friedrich Wilhelm I. kultiviert) bis nach Baden-Württemberg (in Mannheim die Maulbeerinsel aus der Zeit der Großherzogin Stephanie von Baden (1789-1860), oder die Maulbeerallee in Aalen aus der Hitlerzeit).

Doch woher kommt meine eigene Faszination für Seide?
Im Jahr 2000 besuchte ich Renate Maile-Moskovitz in Washington D.C. Als wir ihre Küche betraten stand dort zu meinem Befremden ein Kistchen mit grünen Blättern auf denen fette weiße Würmer wuselten.

2 Ein Kistchen voller Würmer

Schnell wurde ich belehrt, dass es sich hierbei nicht um Delikatessen sondern um Seidenraupen handelt. Kein Wunder, dass sie auf Englisch „Silkworms“ – Seidenwürmer und nicht Seidenraupen heißen. Auf meine Frage hin begann Renate zu erzählen und vieles, was ich heute über die Gewinnung der Seidenfasern weiß, weiß ich von ihr. Darüber hinaus stammen auch die beiden Maulbeerbäume in meinem Garten für meine eigene kleine Zucht von Renate.

Heute weiß ich, dass die Raupen immer brav dort bleiben, wo sie Maulbeerblätter zu fressen bekommen und sich nicht selbstständig auf Nahrungssuche begeben. 3 Frischgeschlüpfte Raupen auf ihrem Weg zu den ersten Maulbeerblättern.

Das macht sie auch so perfekt für mich als Haustier für einen Monat. Heute stehen meine eigenen Kistchen irgendwo, wo eben gerade Platz ist, bis sich die Raupen dick- und rundgefuttert haben. Das dauert 4 -5 Wochen. Sie sind dann ungefähr fingerdick und fingerlang und wiegen das 10 000fache ihres Anfangsgewichtes.
Dann hören sie einfach auf zu fressen und suchen sich einen Platz, an dem sie sich gut einspinnen können (meist biete ich ihnen dafür Klorollen an, die sich wunderbar zu „Hochhäusern“ stapeln lassen). 3b Kistchen mit Hochhaus

Während dieser Zeit versuche ich auch viel da zu sein, da hin und wieder eine „auswandert“.

4 Raupe auf der Suche nach geeignetem Platz, dahinter fertiger und fast fertiger Kokon

Dafür biete ich den Raupen dann zusätzlich ein Geflecht aus den abgeernteten Maulbeerzweigen an. Bemerke ich es rechtzeitig, kann ich sie auch wieder zum „Hochhaus“ setzen.5 Zimmer frei

Hat sie bereits begonnen sich fest zu spinnen lasse ich ihr ihren Willen und pflücke den Kokon später ab.
Haben sie endlich ein ihnen genehmes Plätzchen gefunden, beginnen sie zuerst Haltefäden zu spinnen, in denen sie dann den Kokon in einer Endlos-8 zentrieren.

6 Raupe legt Haltefäden für ihren Kokon an
Zu Beginn ist die Raupe noch gut sichtbar und man kann ihre rotierenden Bewegungen noch lange beobachten, bis der Kokon zu einem festen undurchsichtigen Schutzmantel für die Metamorphose der Raupe zur Larve und dann zum Schmetterling gesponnen ist. 7 Raupe im noch transparenten Kokon 8 Raupe spinnt ihren Kokon

Bis der Kokon fertig ist dauert es 2 – 3 Tage. 9 Hoch hinaus

Der Seidenfaden, den sie bis dann gesponnen hat, hat eine Länge von bis zu 3 km! Er ist jedoch so fein, dass man ca. 3000 Kokons braucht um genug Material, z. B. für ein Kleid, zu bekommen. Dafür fressen diese Raupen ungefähr zwei ganze Maulbeerbäume leer! Meine beiden kleinen Bäumchen haben gerade so für meine kleine Population von ca. 400 Raupen gereicht!
Um den Faden abwickeln zu können dürfen die Schmetterlinge jedoch nicht schlüpfen, da sonst ein Loch im Kokon entsteht und der Faden somit in kürzere Stücke zerlegt wird. Um das Schlüpfen zu vermeiden werden die Kokons auf ca. 80°C erhitzt wodurch die Larven abgetötet werden.

Da ich die Kokons aus meiner Zucht nicht zur Fadenproduktion benötige, sondern eher Hankys, Silksheets oder Anderes daraus mache, dürfen viele der Schmetterlinge schlüpfen, denn es ist unglaublich spannend den gesamten Kreislauf des Wachstumsprozesses, das Wachsen der Raupe, das Einspinnen, das Schlüpfen, das Paaren bis hin zur Eiablage, zu beobachten.10 frisch geschlüpfter Seidenraupenfalter 11 Seidenfalter bei Paarung 11b Falter bei der Paarung 12 Seidenfalter bei der Eiablage
Die Schmetterlinge leben einzig für die Fortpflanzung. Sie fressen nichts. Die Männchen sterben kurz nach der Paarung und die Weibchen nach der Eiablage. Sie legen bis zu 400 Eier!

Aktuelles vom 18.02.16

Jetzt können alle, die nicht in Fulda dabei waren, ein paar Fotos betrachten – hier links nebenan in der Galerie! Man beachte die fröhlichen Gesichter! Filzen macht einfach glücklich und zusammen filzen macht Spaß!

Grüße aus Fulda, der Filzhauptstadt 2016!

Aktuelles vom 20.01.2016

Auch in diesem Jahr werden Arbeiten von Mitgliedern des Filz-Netzwerk e.V. in verschiedenen Ausstellungen zu sehen sein. Heute machen wir auf eine Ausstellung in den Niederlanden aufmerksam:

weit weg – nah dabei
Filzarbeiten von Annemie Koenen und Kunststücke aus der Zeit um 1920, die in einer Stickwerkstatt in Den Haag von Luciën Laudy erarbeitet wurden, sind vom 20.Februar bis zum 5.Juni 2016 im Stadtmuseum von Sittard zu bewundern. Auch viele Schätze aus Kyrgyzstan werden präsentiert werden! Hier stellen wir mal einen Link zum Ausstellungsort ein:
http://www.hetdomein.nl/home.html

und auf die Ausstellung einer Regionalgruppe des Filz-Netzwerk e.V.

„Grenzgängerinnen“

Vor zwei Jahren konzipierten wir eine thematische Ausstellung. Wir, zehn Frauen, die sich vor sechs Jahren über das Filzen fanden und 2013 schon einmal gemeinsam ausgestellt haben.Wir haben unser Spektrum erweitert, arbeiten mittlerweile sehr unterschiedlich in verschiedenen textilen Bereichen. Unsere Ausstellung mit dem Titel „Grenzgängerinnen“ soll „grenzenlos“ sein, mit Materialien und Handwerk ohne Einschränkungen. Traditionelle Textiltechniken wie Filzen, Spinnen, Nähen, Klöppeln, etc. sind die Grundlage unseres kreativen Tuns. Diese verbinden wir miteinander und interpretieren sie neu. Wir wollen uns im Ausdruck keine Grenzen setzen, uns nicht eingrenzen lassen. Somit sehen wir uns als textile Grenzgängerinnen.Darüber hinaus geht jede von uns individuell mit diesem Thema um und interpretiert es auf ihre eigene Weise. Dass heute das Thema „Grenzgängerinnen“ eine solch politische und gesellschaftskritische Dimension hat, war für uns damals noch nicht abzusehen. Die Aktualität zeigt, wie uns die Zeit manchmal einholt.
Wir, das sind: Heidi Drahota aus Nürnberg, Barbara Eichhorn aus Heroldsbach, Anne Jansen aus Bamberg, Cornelia Lukasczyk-Pöpl aus Würzburg, Maria Milan aus Fürth, Johanna Späthe aus Königstein, Maria Weber aus Weiden, Csilla Wenzcel aus Wendelstein, Barbara Westerath aus Altdorf, Ruth Zenger aus Erlangen

5. bis 20.2. 2016 in den Rathaushallen in Forchheim.
Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr, Samstag von 10 bis 13 Uhr

Grenzgängerinnen-Flyer