FilzAspekte

 

 

 

 

Die Ausstellung in den Räumen der VHS Neckarsulm vom 20. November 2020 – 12. Mai 2021, geht leider wie vieles in diesen Pandemie-Zeiten – ungesehen zu Ende.

Zu sehen sind Werke von Dagmar Binder, Claudia Cappiello, Ulrike Hartrumpf, Renate Maile-Moskowitz, Dagmar Meyer, Andrea Noeske-Porada, Lyda Rump, Christine Rummel, Beatriz Schaaf-Giesser, Gabriele Wehrmeyer und Yvonne Zoberbier.

Zum Abschluss findet am 04.05.21 um 17.00 Uhr noch einmal eine online-Führung durch die Ausstellung statt. Zur Anmeldung geht es hier.

Die ausgestellten Arbeiten sind geprägt von Experimentierfreude und der Herausforderung die Materialgegebenheiten und die Gestaltungsvielfalt mit den eigenen Vorstellungen zu vereinen. Dabei variieren die Werke in ihrer Ästhetik, ihrem Inhalt und der Form. Das Video bietet einen Blick auf die Vielseitigkeit und Lebendigkeit des außergewöhnlichen Werkstoffes Filz in der Textilkunst.

Hier können Sie mit einem Video in die Ausstellung eintauchen und eine Auswahl der Exponate betrachten.

Ulrike Hartrumpf, info@filzraum.de

Hartrumpf, Ulrike

 

 

 

 

„Feeling, Folding and Burning Felt“

So würde ich meine derzeitigen künstlerischen Arbeiten zusammenfassen.

Die Geschichte begann mit dem „Feeling“. Schon nach den ersten Versuchen mit dem Filzen wusste ich, dass dies mein bevorzugtes Material und meine bevorzugte Technik ist. Nach autodidaktischem Beginn wollte ich mir die ganze Palette der Bearbeitungsmöglichkeiten aneignen – mit einer Ausbildung zur Filzgestalterin in der Filzschule “FIT IN FILZ“ in Oberrot, die ich 2015 erfolgreich beendete.

Die Oberflächen meiner speziell geformten Arbeiten werden mittels Feuer/Abbrennen abschließend strukturiert. Das Einlassen auf die Ungewissheit und nur bedingt beeinflussbaren An- Abbrennens der Objekte ist für mich vergleichbar mit einem Ja zum Leben: annehmen und umgehen mit positiven wie negativen Ereignissen.
Meine Objekte sollen dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen bieten.

Herz 2 d (2015)
Zunächst weiße „perfekte“ Herzen gehen in Flammen auf. Die so entstandene Strukturierung formt aus den identischen, „unbefleckten“, weißen Herzen unverwechselbare Unikate. Je nach Verlauf des „Brennens“ sind die Herzen ausgebrannt, interessant, apart,. ästhetisch, anziehend……
     Faltung 4 – Objekt – (2016)

Eine Fläche aus feinem Filz 
wurde durch Falten strukturiert. 
Verschlingen, ineinander stecken 
und wieder auffächern bricht die 
Strenge und Monotonie der Aus-
gangsstrukturierung, die dennoch 
erkennbar bleibt.
WahrNehmung (2017)

einer unendlichen 
Geschichte brennender Emotionen

Durch die Anordnung der Spiegel 
(als Kasten 30 x 30 cm, Vorder-
seite offen) komplettieren und ver-
vielfältigen sich die geteilten 
Herzen bis in die Unendlichkeit. 
Der Betrachter nimmt sich aus
jeder Perspektive selbst wahr.

www.Filzraum.de