2. Dezember

Gestern hat es in einige Teilen Deutschlands und bestimmt auch in unseren südlichen Nachbarländern geschneit. Fast alle warten darauf, denn ohne Schnee kein Winter.  Die Kinder würden gerne Schneemänner bauen oder Schlitten fahren, Schneebälle formen und viele träumen von den sportlichen Stunden auf der Skipiste. Bis in unser Liedgut hat er es geschafft, dieser unschuldig weißglitzernde Aggregatszustand von Wasser.

Schnee hat etwas Magisches. Auch wenn ihn die Autofahrer eher fürchten, auch sie können dem Zauber sonniger Schneelandschaften nicht widerstehen. Wir träumen uns ins Reich der Schneekönigin, erleben in Gedanken schon eine romantische Schlittenfahrt, natürlich von Pferden gezogen, begleitet vom Glöckchenklang. Eingemummelt in eine warme Decke liegen wir in der Sonne und genießen den Blick über verschneite Berge…

Es gibt solche Dinge oder Ereignisse im Leben, bei denen unsere Fantasie mit uns durchgeht, wir ins Schwärmen oder ins Träumen geraten. Meist sind die einst äußeren Reize ganz tief in unsere Seele eingedrungen, haben es sich in unserem Bewusstsein gemütlich gemacht und fangen dort an ganz persönlichen Glitzer über das jetzt „Innere“ zu streuen. Plätzchenduft, besondere Musikstücke, ein bestimmtes Buch, eine Landschaft, die wir bereist haben oder ein Mensch, der uns wirklich tief berührt hat, hinterlassen wunderbare Erinnerungen und wecken die Hoffnung auf mehr – auf die Wiederkehr des Glücksgefühls.

Wie gut, dass wir für so viele Glücksmomente selbst den Schlüssel zur inneren Kammer in der Hand halten. Ich wäre schon neugierig, welche Kammer ihr gerne mal wieder öffnen wollt und wie wenig zu diesem Glück gebraucht wird.

Christine Rusch, die dieses zarte Adventslicht gefilzt hat, die hatte schon Schnee in diesem Winter. Hab Dank, Christine, für diese natürliche schneenahe Zartheit!

1 Gedanke zu „2. Dezember“

  1. Vielen Dank liebe Susanne für deine schönen Schneegedanken! Ja, wir dürfen in einer schneebedeckten wunderschönen Landschaft leben ❄️❄️ Trotz fortgeschrittenem Lebensalter staune ich jedes Jahr neu über mich selbst, was für eine Freude und ein Glücksgefühl in mir ausgelöst werden, wenn die ersten Flocken fallen und die Welt wieder hell und rein wird. Liebe Grüße! ❄️❄️

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