10. Dezember

Katja Hannig hat diesen Sessel so stimmungsvoll befilzt. Er sieht so sehr nach Entspannung aus.

Ich habe heute ein ganz merkwürdiges Alltagswunder für euch. Ich hatte eine Arbeitsliste für heute vorbereitet, bin früh aufgestanden und wollte mich sofort ans Werk machen – also an die vielen Werke auf der Liste. Ich habe sie sorgfältigst durchgeplant und gerechnet, mir eine Pause aufgeschrieben und sogar 30% des Tages zur sogenannten freien Verfügung offen gelassen. Ich war (gestern nach einem Chaostag) so sicher, dass ich heute mein Pensum wegarbeiten kann. Dadurch könnte ich mir dann endlich frei nehmen für Freunde und freie Zeit. Das muss doch endlich mal klappen.

Frühstückstisch decken, Nachrichten lesen (sollte man auch mal lassen), Küche aufräumen und ab an den Schreibtisch. 2 Stunden, dann sind alle Punkte abgearbeitet – und immer neben mir die Liste. Kaum sitze ich, da leutet es. Die Post, jetzt schon? Gut, nicht lange fackeln, aufstehen und an die Türe gehn.

So, und da stand das Alltagswunder in Form einer alten Freundin die ich seit Jahren kaum noch sehe, weil zwischen uns 500km liegen. Was soll ich euch sagen, es war ein entspannter Vormittag, es gab so viel zu reden. Am Nachmittag haben dann noch zwei mir sehr vertraute Frauen angerufen, die mich ganz fröhlich gemacht haben. Danke für eure Alltagswundergaben!

Die Liste? Die ist noch voll, aber sie liegt wieder sicher auf dem Schreibtisch und wartet geduldig auf den Rotstift. Ich hatte heute einen entspannten Tag, wer weiß ob ich ihn mir morgen oder wann auch immer genommen hätte.

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