5. Dezember

“Die Advents-und Weihnachtszeit bringt es mit sich, dass die Häuserfronten, die Strassen, Plätze und auch unsere Wohnungen vielfältig geschmückt werden. Von dezent glitzernd bis hin zu mehr als üppig. Dabei braucht es doch nur eine einzige Kerze um Licht in Dunkelheit zu bringen.
Von meinen Eltern habe ich einen schlichten, handgeschmiedeten Zinnkerzenteller mit einer Gravur geerbt.  “Wer ein Licht trägt, dem leuchtet es” steht darauf.”
Man kann dieses Licht weitertragen, um anderen zu leuchten.
Aber es ist nicht nur das Licht in den Händen. Auch der Gute Gedanke, die hilfreiche Hand kann so ein Licht sein. Daran erinnert mich der Kerzenteller meiner Eltern und inspirierte mich gleichzeitig beim Arbeiten mit der Wolle. So schlicht wie möglich sollte das Licht gehalten werden und so entstand diese Lichtschale, die in jede Jahreszeit passt und dadurch das Adventslicht zum ständigen Begleiter macht. “

Bild und Text zur Nacht vor Nikolaus stammen aus der Werkstatt von Angelika Bonas, die mit ihren Kollegen vom Felto in Soltau so viele Menschen zum Filzen einlädt. Ich finde es wunderbar, wie jede Generation ihre eigenen Antworten findet auf das Erbe einer langen Geschichte – egal in welcher Region der Welt auch immer. Gestaltungskraft gehört zu den kleinen Wundern des Alltags. Wenn wir ein traditionelles Gericht, das schon unsere Großmütter gekocht haben, zeitgemäß auf den Tisch bringen, bewahren wir und gestalten gleichzeitig. Wir tragen die Zeit in uns, die bereits vergangen scheint und einen Keim für das Morgen. Das klingt jetzt alles so pathetisch und ist dennoch unser Alltag!

Vielleicht habt ihr ja noch eoine Teetasse aus Mutter Schrank und könnt sie gerade jetzt für eine kleine Pause nutzen.

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