4. Dezember

Ich finde ja, der Mond ist ein großes Wunder. So lange ich denken kann und noch viel länger steht er des Nachts am Himmel – und das Beeindruckendste ist seine Wandlung. Ich weiß, dass ist alles ja nur unser kleiner Menschenblick auf ein Phänomen im Universum. Und doch ist das alles so verlässlich, so unverrückbar, so tröstlich. Es kommt manchmal in klaren Nächten vor, dass man um eine Kurve kommt und genau auf ihn drauf schaut, den großen leuchtenden Mond. Berührend. Ein Wunder eben. Oder doch nur Physik und Optik…

Wart ihr eigentlich schon mal auf dem Mond? Hmh, ich fürchte, die Antwort auf diese Frage lautet “Nein”, obwohl ja schon Menschen dort waren! Wie schade, denke ich, Reisen bildet doch und vom Mond aus könnte man unsere Erde mal mit neuen Augen anschauen. Vom Mond aus würde mein und dein Geburtsort so klein aussehen und bestimmt ganz nahe beieinander liegen. Und wenn du dann neben mir stehen würdest, dort oben auf dem Mond, dann könnten wir uns gemeinsam wundern, austauschen und sogar lachen über all die Unterschiede, die man erkennen kann von dort oben. Es würde vielleicht klar, wie wenig Bedeutung es gerade für uns beide hier auf dem Mond hat, dass dort unten auf der Erde Unterschiede manchmal soooo wichtig genommen werden. Wir würden uns anschauen, uns freuen, dass wir einander begegnet sind und so viele Gemeinsamkeiten finden, die nicht nur daher kommen, dass wir zusammen auf dem Mond stehen. Ach, wäre das toll.

Halt, ich stehe gerade neben Dir – vielleicht am Filztisch oder in einer Ausstellung und kann dich fragen, was dich hierher geführt hat, spüren das die Gründe zu meinen Impulsen passen. Ich kann dich verstehen – dazu braucht es keinen Mond, aber er schadet auch nicht. Ganz im Gegenteil!

Die gefilzte Inspiration zu den Mondgedanken verdanken wir Claudia Bolmer!

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